Alle Artikel in: Standpunkte

In dieser Rubrik stellen Autor/innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ihre Positionen zur Diskussion.

Standpunkte

Die theoretische Einseitigkeit der Wachstumskritik

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Welche theoretischen Herausforderungen stellen sich den Denker/innen einer vom Wachstumsparadigma losgelösten Gesellschaft? Andreas Siemoneit wirft einen selbstkritischen Blick auf die Postwachstumsbewegung und fordert die Wachstumskritiker/innen zu einer differenzierteren Argumentation auf, die nicht nur die „eigenen“ Autor/innen berücksichtigt.

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Weltressourcenrat setzt auf Effizienzgewinne

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Der Weltressourcenrat der Vereinten Nationen hat seinen neuesten Grundlagenbericht veröffentlicht. Die prognostizierte Verdoppelung des globalen Ressourcenverbrauchs könne durch weitere Effizienzsteigerungen abgewendet werden und die Weltwirtschaft dabei sogar noch weiter wachsen. Doch geht die Rechnung wirklich auf, ohne dass wir umfassendere Maßnahmen ergreifen? Ein Kommentar von Rudi Kurz.

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Der Schritt zur Seite

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Kapitalismus- und werbekritisch sind sie, die (Vor-)Denker/innen der französischen Décroissance-Bewegung. Sie eint zudem auch ihr geringer Bekanntheitsgrad im deutschsprachigen Raum. Marc Hieronimus hat ein Buch über die Wachstumskritiker/innen unseres Nachbarlands geschrieben und wird in den nächsten Wochen ausgewählte Vertreter/innen in seiner Kolumne auf dem Blog Postwachstum vorstellen.

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Who cares in Europe?

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Wachstumsziele liefern oftmals Argumente für sozialpolitische Strategien. Die Europäische Gleichberechtigungsstrategie baut beispielsweise zu einem großen Teil auf den Zugang von Frauen zum Arbeitsmarkt. Eine hohe weibliche Beschäftigungsrate soll dazu beitragen, Wachstum anzukurbeln. Die EU versäumt es so, Gleichberechtigung der Geschlechter als universelles Ziel zu formulieren. Dieser blinde Fleck äußert sich vor allem in Bezug auf Betreuungsarbeiten im Haushalt. Nina Prehm zeigt, dass ein Wandel in der Geschlechterpolitik darüber hinaus auch Argumente für eine Postwachstumsgesellschaft liefern kann.

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Digitalisierung: Megatrend, selbsterfüllende Prophezeiung oder Mega-Gestaltungsaufgabe?

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Inwiefern unterscheidet sich die zunehmende Digitalisierung von anderen sogenannten „Megatrends“? Und leistet sie einen Beitrag zur Lösung der großen Probleme unserer Zeit oder entstehen durch sie neue Herausforderungen? Dass dies wesentlich von ihrer Instrumentalisierung durch die Gesellschaft abhängt, erläutert Tilman Santarius.

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Geplante Obsoleszenz hat Tradition

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In seiner Replik auf den Beitrag von Harald Wieser hebt Stefan Schridde die Bedeutung von mehr Trennschärfe in der Thematisierung der anthropogenen Obsoleszenzausprägungen durch Wissenschaft und Politik hervor. Um die Schadfolgen der geplanten Obsoleszenz zu überwinden sei eine Erforschung und Adressierung der betrieblichen Verantwortungsebene unumgänglich.

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Die „Theorie“ geplanter Obsoleszenz als Sackgasse?

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Sind Fälle geplanter Obsoleszenz eine Ausnahme oder doch die Regel? Wird durch die Konzentration auf diese Frage eine sachliche Debatte um die Ausgestaltung einer Suffizienzpolitik obstruiert? Harald Wieser plädiert stattdessen für einen weitreichenderen Diskurs, der die Verantwortung von Produzent/innen und der Konsument/innen gleichermaßen berücksichtigt.

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Ecommony: Gelebte Alternative zur Alternativlosigkeit

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Wir benötigen dringend Antworten auf die Frage nach der Ausgestaltung einer von kapitalistischen Zwängen befreiten Demokratie, die zudem dem Erstarken rechter Tendenzen entgegenwirken kann. Aber sind diese vielleicht bereits vorhanden? Davon ist Friederike Habermann überzeugt: Grundsteine erkennt sie in Repaircafés, in Umsonstläden, in denen Güter losgelöst von einer unmittelbaren Tauschlogik bereitgestellt werden, und in alternativen Produktionsformen wie einer solidarischen Landwirtschaft oder Crowdsourcing. Während Autoren wie Jeremy Rifkin und Paul Mason in den technologischen Entwicklungen die Basis für eine grundlegende wirtschaftliche und politische Transformation sehen, betont sie die Bedeutung der ihr zugrundeliegenden gesellschaftlichen Logiken.

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Die Degrowth-Bewegung ist bunt, kreativ und intelligent – aber noch wenig aktivistisch

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Degrowth-Konferenzen sind nicht nur spannend, weil dort ganz drängende Fragen unserer Zeit mit meist sympathischen Menschen in bunter Zusammenkunft aus Süd, Ost und West diskutiert werden. Sondern auch, weil dort unterschiedliche Formate und Herangehensweisen, wie gesellschaftlicher Wandel ins Werk gesetzt werden können, unter einem Dach diskutiert werden. In Budapest, wie …

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Vom Zwang zu wachsen I

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Wachstum hat sowohl in der Natur als auch in der Wirtschaft einen hohen Stellenwert bei der Ressourcenallokation. Der Aufbruch ins ökonomische Postwachstum braucht darum vor allem eins: ein genaues Verständnis davon, was Wachstum ist. Anhand von Beispielen aus der unbelebten und belebten Natur stellt Stefanie Geiselhardt dar, wie Wachstum angetrieben und reguliert wird und wo die Parallelen zwischen natürlichem und anthropogenem Wachstum liegen. Dabei bewegt sie sich auf verschiedenen Ebenen vom Individuum über Populationen und die Weltbevölkerung bis hin zu Mikro- und Makroökonomie.

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Effizienz, richtig verstanden: Suffizienz!

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Es gibt einen Fetisch in der Umweltdebatte: Effizienz. Effizienz ist das große Versprechen, gleichzeitig mehr haben und weniger verbrauchen zu können. Ernst Ulrich von Weizsäcker hat das in den 1990er Jahren auf die Formel gebracht: «Faktor vier – doppelter Wohlstand, halbierter Naturverbrauch». Marcel Hänggi zeigt diverse Sackgassen des Effizienzversprechens auf und plädiert für ein systemisches Effizienzverständnis.

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Degrowth trifft Konvivialismus

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In den letzten Jahren hat der Konvivialismus einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dabei ist selbst nach einer oberflächlichen Lektüre schnell klar, dass hier eine Nähe zum Konzept und zu der Bewegung des Degrowth besteht. Doch worin besteht die Nähe, und wo liegen die Differenzen? Prof. Frank Adloff rekapituliert in einem Artikel für den Degrowth-Blog, was auf theoretischer und praktischer Ebene unter Degrowth verstanden werden kann und erläutert, welche Vorteile er in einer konvivialistischen Perspektive erkennt.

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Mit Universalismus zu Postwachstum und Solidarität

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Anknüpfend an seinen Artikel „Postwachstum und Solidarität mit Geflüchteten“ konkretisiert Dennis Eversberg das Konzept eines substanziellen Demokratieverständnisses. So zeigt er auf, welchen Anspruch ein solch universalistisch gedachter Demokratiebegriff an die Einzelnen stellt: Ohne Selbstreflexion und –relativierung kann weder eine Postwachstumsgesellschaft realisiert noch Solidarität unter Gleichen gelebt werden.

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Postwachstum und Solidarität mit Geflüchteten

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Was verbindet die gelebte Solidarität mit Geflüchteten und das Engagement für eine Postwachstumsgesellschaft? Beides ist Ausdruck eines substanziellen Demokratieverständnisses, argumentiert Dennis Eversberg. Ausgehend von einem grundlegenden und globalen Gleichheitsanspruch plädiert er für Demokratie als prinzipielle Neuverhandelbarkeit gesellschaftlicher Strukturen, die allen gleichermaßen offen stehen muss.

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Erweiterung der Demokratie zur Biokratie

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Dr. Georg Winter sieht in der Ausstattung der Natur mit eigenen Rechten und deren Verankerung in der Verfassung die entscheidende Voraussetzung für das langfristige Gelingen einer sozial und ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsweise. Er lädt zum Exkurs in die erweiterte Staatsform der Biokratie ein, die es vermag, eine dauerhafte Durchsetzung der Menschenrechte zu gewährleisten.

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Von der Knappheit in die Fülle

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Einem bedrohlichen Überfluss bei Teilen der Weltbevölkerung steht unverkennbar Knappheit von Lebensnotwendigem bei einer Vielzahl gegenüber. Ein immer noch viel zu wenig hinterfragtes Wachstumsstreben will dem Mangel entgegenwirken. Statt nur auf den bedrohlichen materiellen Überfluss zu fokussieren, sollte auch ein analysierender und forschender Blick auf Knappheiten geworfen werden. Und zwar insbesondere auf jene, welche die Wirtschaft beherrschen.

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Lässt sich Klimapolitik in CO2-Ausstoß bemessen?

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Bis vor kurzem noch hätten Begriffe wie „CO2-Bilanz“, „CO2-Fußabdruck“ oder „CO2-Ausgleich“ nur fragende Blicke in der allgemeinen Öffentlichkeit hervorgerufen. Inzwischen sind sie in aller Munde, ganz unabhängig von der Frage, ob sie den notwendigen Klimaschutzzielen überhaupt dienlich sind oder nicht. „Carbon metrics“ sind das Maß aller Dinge in der internationalen Umweltpolitik.

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Sharing Economy: Gutes Teilen, schlechtes Teilen?

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Es ist nicht gewagt, dem Sharing eine große Zukunft zu prophezeien. Aber wie ist dieser Trend zu bewerten? Ist er für Gesellschaften, Ökonomien und Einzelne eher gut und chancenreich oder eher schlecht und risikoreich? Meine Antwort: Die Ökonomie des Teilens kann ebenso zu einem Generator von sozialer Kohäsion und nachhaltiger Entwicklung werden, wie sie zum permanenten Wettbewerb aller gegen alle und zur vollständigen Ökonomisierung unseres Lebens führen kann – bei gleichzeitigem Entstehen von global agierenden Digitalmonopolen mit Hang zum Totalitären.

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Wenn schneller nicht besser ist

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Zunehmende Beschleunigung findet sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene statt. Soziale Beschleunigung kann zu einem gefährlichen Selbstläufer werden, der der notwendigen Reflexionszeit zur Beantwortung gesellschaftlich relevanter Fragen diametral entgegensteht. Sebastian Stagl plädiert für eine gesellschaftliche Entschleunigung als Voraussetzung für Zeitwohlstand.

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Befreiung vom Überfluss des Bauens

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Daniel Fuhrhop setzt in seinem Artikel die Thesen seines Buchs „Verbietet das Bauen!“ mit Niko Paechs Forderungen in „Befreiung vom Überfluss – Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie“ in Bezug zueinander. Dadurch wird deutlich, wie die von Paech allgemein für die Transformation in eine Postwachstumsgesellschaft ausgemachten Notwendigkeiten auf den Wohnungsbau im Besonderen zutreffen.

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Jeder spricht über VW, aber nicht über die eigentlichen Fragen…

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Täglich berichten die Medien über neue Vorwürfe gegen VW. Seit sich die Krise um manipulierte Software zur Abgasmessung ausweitet, geht auch die Angst um, dass sie den Konzern, die deutsche Autoindustrie und somit die gesamte deutsche Wirtschaft in den Abgrund zieht. Das ist kein Wunder angesichts der weit verbreiteten Annahme – auch durch Angela Merkel – dass ungefähr jeder siebte Job in Deutschland direkt oder indirekt von der Autoindustrie abhängt.

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(K)eine nachhaltige Geldordnung

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Wer sich für eine nachhaltige Wirtschaftsordnung und eine Überwindung des Wachstumsdogmas einsetzt, für den mag das Geldsystem auf den ersten Blick nicht als eine entscheidende Instanz erscheinen. Doch wer sich intensiv mit der Geschichte des Geldes und den Mechanismen des gegenwärtigen Geldsystems auseinandersetzt, wird schnell merken, dass die gegenwärtige Geldordnung ein …

Standpunkte

SDGs: Steht Nachhaltigkeit unter Wachstumsvorbehalt?

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Mit den Sustainable Development Goals zementiert die Weltgemeinschaft die Wachstumsideologie und vergibt sich eine weitere Chance für die Forderung und Förderung einer ökonomischen Entwicklung, die ökologisch und sozial zukunftsfähig ist. Entsprechend muss die kritische Auseinandersetzung mit Wachstum und Postwachstum fortgeführt werden!

Standpunkte

Entschulung als Weg zu persönlicher Befreiung und einem anderen Wirtschaften

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„Entschulung ist die Grundvoraussetzung jeder Bewegung für die Befreiung des Menschen“, schrieb der heute fast vergessene, einst weltberühmte Quer­denker Ivan Illich 1971. Illich wurde in den 1970er Jahren mit Büchern wie Entschulung der Gesellschaft und Die so genannte Energiekrise zu einem der Vordenker sowohl der Freilerner- als auch der Postwachstums-Bewegung. …

Standpunkte

Thoughts on Pope Francis’ Laudato Si

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As a Protestant Christian my devotion to the Catholic Church has been rather minimal, based largely on respect for early church history, and for love of an aunt who was a nun. In recent times the Catholic Church’s opposition to birth control, plus the pedophile and cover-up scandals, further alienated …

Standpunkte Unternehmen

A Business Built for Resilience

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What does business look like in a steady state economy? I’m often asked whether or not a steady state economy would somehow lead to the stagnation of free enterprise. Yet all around us today, we’re witnessing the flourishing of ‘social enterprise,’ a business model designed to maximize human and environmental …

Aktuelle Berichte Standpunkte

Eine neue Wachstumserzählung: Der Kampf um die Gemeingüter

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Zeigt mir euer BIP-Wachstum und ich sag euch, wie es euch geht – dass das so nicht hinhaut, müsste mittlerweile allen klar sein. Müsste. Denn trotz der Erkenntnis, dass ein quantitativer Indikator nicht die Qualität einer Gesellschaft widergibt, ist er noch immer der Nabel unserer Wirtschaftsberichterstattung. Alles, was vom Wachstum …