Ein Werbungsverbot für Grenoble
Das französische Grenoble hat kommerzielle Werbung im Stadtgebiet fast vollständig verboten und damit eine kommunale Postwachstumspolitik im Sinne der Konsumreduzierung umgesetzt. Wie hat sie das geschafft?
Pfade in die Postwachstumsgesellschaft
Hier teilen die Autor/innen Impressionen und Erkenntnisse über Veranstaltungen und machen diese damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Auch soll hier über konkrete Postwachstumspraktiken informiert werden.
Das französische Grenoble hat kommerzielle Werbung im Stadtgebiet fast vollständig verboten und damit eine kommunale Postwachstumspolitik im Sinne der Konsumreduzierung umgesetzt. Wie hat sie das geschafft?
Today, the 7th edition of the Happy Planet Index was published. Since 20 years, it aims to measure the well-being of a country not by focusing on GDP-levels, but by examining the happiness and health levels of populations worldwide. Saamah Abdallah, who helped create the Happy Planet Index, introduces the new Index and shows how it points towards a post-growth society.
Wie geht wachstumskritisches Bauen und Wohnen? Das Stadtquartier Kleineschholz in Freiburg erprobt einen Ansatz, der gemeinwohlorientierte Akteure gezielt unterstützt. Während gemeinschaftsgetragene Wohnprojekte bereits bauen und das Projekt Erfolge feiern kann, zeigen sich auch die Hürden, die sich durch marktorientierte Bundespolitiken ergeben.
Welche Rolle kann Kunst im Wandel hin zu einer Postwachstums-Gesellschaft spielen? Die Künstlerin Folke Köbberling hat in Dortmund die Entsiegelung eines ehemaligen Parkplatzes als partizipative Kunstaktion gestaltet, durch die Anwohner*innen aktiv an der ökologischen Veränderung des Stadtraums teilhaben konnten. Mia Lehn vom IÖW war vor Ort dabei und schreibt über das Potenzial von Kunstaktionen im Kontext einer sozial-ökologischen Stadtentwicklung.
Einweg-Verpackungen für Essen und Getränke steigern das öffentliche Müllaufkommen und den Ressourcenverbrauch. Um diese zu reduzieren, hat die Stadt Freiburg vor Kurzem eine Verpackungssteuer eingeführt. Benedikt Schmid, Coline Chardon und Rieke Schneider vom DFG-Forschungsprojekt „Municipal Transformative Communities for Local Economies Beyond Growth“ diskutieren, wie diese ökologische Steuer als Postwachstumsstrategie wirken kann und welche Herausforderungen sich daraus ergeben.
How do movements operate as a network of networks in respectfully negotiated alliances and engagement – reaching out into the world beyond one-way communications of campaigning, absorbing lectures, audio-visual and published works? In this article, Anitra Nelson and Vincent Liegey describe a series of events recently arranged in self-organised ways, as peers, as comrades, as scholars and activists acting autonomously – volunteering to promote a pluriverse degrowth by engaging in public, community-based and localised conversations.
Convivial rants and cabaret: In this article, originally published on degrowth.info, Joe Herbert and Hannah Morris reflect on this years 11th International Degrowth Conference in Oslo. They present their personal highlights as well as tensions that came up between the communities coming together during the event.
Energieproduktion lässt sich vergesellschaften. Wie ein Rechtsgutachten von communia zeigt, sind die Grundlagen dafür im Grundgesetz angelegt. Luise Butzer, Sozial- und Nachhaltigkeitswissenschaftlerin und Teammitglied von communia stellt in diesem Artikel das Gutachten vor und argumentiert, warum Degrowth nicht ohne Vergesellschaftung auskommt.
Überall in Europa und darüber hinaus haben die Forschungsanstrengungen zum Postwachstum zugenommen. Spätestens seit der Internationalen Degrowth-Konferenz in Malmö 2018 gilt Schweden und speziell Lund als „Hub“, insbesondere was Fragen sozialer Sicherheit und ökologisch-sozialer Politik anbelangt. Max Koch von der Universität Lund stellt in diesem Artikel Schwerpunkte der Postwachstumsforschung in Skandinavien vor, wo sich in Oslo dieses Jahr Forscher*innen, Aktivist*innen und Interessierte aus aller Welt zur 11. Internationalen Degrowth-Konferenz zusammenfinden.
Wenn wir über Zukunft nachdenken, herrschen in weniger dicht besiedelten Regionen eher pessimistische als utopische Vorstellungen vor und ländlichen Räumen wird selten viel Bedeutung für gesellschaftliche Transformation zugeschrieben. Le-Lina Kettner berichtet in diesem Beitrag über ein kommunales Zukunftsentwicklungskonzept und welche Rolle Suffizienzpraktiken im ländlichen Raum heute spielen.
Sozial-ökologische Nachhaltigkeit und die Notwendigkeit von Veränderungen in unserer Art zu wirtschaften verständlich und praxisnah zu kommunizieren ist keine leichte Aufgabe. Der gemeinnützige Verein Zukunftsfähiges Thüringen e.V. versucht genau das mit seiner erfolgreichen Wanderausstellung WEGE IN DIE ZUKUNFT – für Dich und die Welt. In diesem Artikel stellt der Verein die Ausstellung vor und lädt dazu ein, Veränderung im Alltag anzustoßen.
Am 25.11. feiert in Berlin der Film ‘Purpose – ein neuer Kompass für unsere Welt’ Premiere. Er stellt das Thema Postwachstum in den Kontext unserer globalen Multikrise. Und er erzählt, welchen politischen Weg wir gehen können, um endlich einer Lösung näher zu kommen. Im Interview erzählt Martin Oetting, Regisseur und Drehbuchautor, über die Entstehung des Films und die Kämpfe der beiden Protagonist*innen.
Vom 18. bis 21. Juni fand in Pontevedra die 10. Internationale Degrowth-Konferenz und die 15. Konferenz der European Society for Ecological Economics statt. Was wurde dort diskutiert? Welche aktuellen Debatten und Kontroversen gibt es derzeit in der Degrowth-Bewegung? Ein Rückblick auf die diesjährige Degrowth-Konferenz zeichnet ein aktuelles Bild der Bewegung.
Das Team für Öffentlichkeitsarbeit am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung besuchte im Museum für Kommunikation Berlin die Ausstellung Klima_X. Sie dreht sich um die Frage, warum wir in der Klimakrise nicht tun, was wir wissen. Das Fazit zum interaktiven und niedrigschwelligen Ansatz des Museums: empfehlenswert!
Der Artikel zieht eine erste Bilanz der Degrowth-Konferenz in Zagreb, die in einer herausfordernden Krisenzeit stattfand. Wo steht die Degrowth-Bewegung aktuell? Welche Themen standen im Fokus und wo gibt es blinde Flecken? Diesen Fragen gehen Malte Terzer, David Hofmann und Jannis Niethammer nach.
Die Zeitschrift „Ökologisches Wirtschaften“ hat eine spannende Sonderausgabe zu „Postwachstum von rechts“ veröffentlicht. Um die Möglichkeit einer Vereinnahmung von rechten Ideologien zu Postwachstum frühzeitig zu adressieren, gehen Autor*innen in Bezug auf unterschiedliche Themenschwerpunkte der Frage nach, welche Rolle rechte Agitationen in der Postwachstumsbewegung spielen (können).
With attention to ideas „beyond growth,“ new obstacles and hurdles also become visible. Rudi Kurz summarizes the core theses of the conference that took place in the European Parliament and formulates trend-setting debate impulses for the continuation of this important discourse.
Die im Mai ausgetragene „Beyond Growth“ Konferenz im Europäischen Parlament skizzierte auf eindrucksvolle Weise die Fülle der Gestaltungsoptionen und Transformationspfade für eine nachhaltige Europäische Zukunft abseits des Wachstumsparadigmas. Als Teilnehmende online und vor Ort berichten die Autoren von ihren Eindrücken, Erkenntnissen und kritischen Reflektionen.
Für eine erfolgreiche sozial-ökologische Transformation im Gebäudebereich muss vermehrt auch Suffizienz in der Planungs- und (Um-)Baupraxis Anwendung finden. Welche Ansätze bestehen dabei? Wie groß sind die Potenziale zur Reduktion von Ressourcenverbrauch und Umweltwirkungen? Wie kann Suffizienz beim Bauen und Wohnen mit Politikinstrumenten adressiert werden? Diesen Fragen gingen das ifeu, das Wuppertal Institut und die BTU Cottbus-Senftenberg in einer Studie nach, von der Patrick Zimmermann berichtet.
Eine zentrale Debatte der Tagung “Ausgewachsen – Wirtschaften als gäbe es ein Morgen” war wie Postwachstum als Transformationsstrategie eine größere Verbreitung finden kann. Kaya Feddersen und Marvin Lauenburg kommen zu dem Schluss, dass zwar hinreichende Antworten ausstehen, der Suchprozess an sich jedoch zu Veränderungen führen kann.
Die Debatten rund um die Abkehr vom Wirtschaftswachstum beziehen sich in den meisten Fällen auf den Globalen Norden. Wie der durch (Neo-)Kolonialismus geprägte Globale Süden damit umgeht und welche Folgen ein Aufoktroyieren von Postwachstumsansätzen hätte, diskutiert Lisa Habigt mit Bezugnahme zur Veranstaltung “Rethinking Development Cooperation” von NELA.
Die Tagung “Ausgewachsen – Wirtschaften als gäbe es ein Morgen” verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen Degrowth-Bewegungen und herrschenden hegemonialen Machtstrukturen. Tobias Froese fasst die wichtigsten Punkte der Veranstaltung zusammen und stellt das Schaffen von Allianzen, wie auch die Suche nach strategischer Anschlussfähigkeit für eine tiefgreifende Transformationsbewegung dabei in den Vordergrund.
Das Weltverkehrsforum in Leipzig gilt als das “Davos des Verkehrs” und soll sich mit der Zukunft des internationalen Transportwesens beschäftigen. Joachim Heier dekonstruiert die Schwachstellen eines proklamierten “besseren Verkehrs” und rät zu mehr Schienenverkehr, sowie allgemeiner Suffizienz in der Warenwirtschaft.
Die durchschnittliche Wohnfläche in Deutschland wird von Jahr zu Jahr größer, während Wohnraum insgesamt ungleich verteilt bleibt. Aus ökologischer und sozialer Perspektive hingegen wäre das Wohnen auf weniger Fläche angebracht. Wie also kann Suffizienzpolitik in diesem Themenfeld wirksam werden? Damit hat sich ein BUND-Workshop beschäftigt, von dem Tabea Waltenberg berichtet.
Wie entwickelte sich aus einer studentischen Postwachstumsgruppe in Zürich eine schweizweite Bewegung? Viktoria Cologna und Raphael Portmann berichten vom Verein Degrowth Schweiz, der nicht nur Veranstaltungen wie Lesezirkel organisiert, sondern auch dabei hilft, das Postwachstums-Konzept in der Schweiz in die breite Öffentlichkeit zu tragen.
Wie unterscheiden sich die Ansichten zu Postwachstum innerhalb verschiedener rechter Gruppierungen und wie sollte man ihnen aus anti-faschistischer Position heraus begegnen? Melissa Ihlow berichtet von einer Veranstaltung der VÖW und VÖÖ, bei der diese Fragen zentral waren.
Rudi Kurz und Angelika Zahrnt reflektieren eine Veranstaltung, bei der der Bericht „Jenseits des Wachstums. Auf dem Weg zu einem ökonomischen Ansatz“ diskutiert wurde. Diesen hatte eine Gruppe Wissenschaftler/innen um Michael Jacobs dem OECD-Generalsekretär vorgelegt.
Was bedeutet Wachstumskritik für die Länder des Globalen Südens? Und welche Relevanz hat das Konzept Postwachstum für die Entwicklungszusammenarbeit? Ulla Puckhaber und Tanja Brumbauer berichten von einem Seminar des NELA – Next Economy Lab , bei dem diese und weitere Fragen diskutiert wurden.
Eine biobasierte Kreislaufwirtschaft wird oft als nachhaltigere, innovative Form des Wirtschaftens gelobt.
Doch kann es wirklich gelingen, wirtschaftliches Wachstum vom Verbrauch fossiler Rohstoffe zu entkoppeln und welche ökologischen und gesellschaftlichen Schattenseiten hat diese Wirtschaftsform? Martin Fritz und Philip Koch berichten von einem Workshop über das Versprechen der Bioökonomie.
Cathérine Lehmann zieht in ihrem Beitrag ein Fazit der Degrowth-Konferenz Vienna 2020, die erstmals wegen Corona als rein digitale Veranstaltung stattfand.
An einem sonnigen Frühsommertag 2018 traf sich eine Gruppe von Student*innen an der Wiese entlang des Zürichsees, um den Internationalen Degrowth-Tag zu feiern. Wie sich daraus die Initiative Post-Growth Zürich entwickelt hat und was ihre Ziele sind, berichten die beiden Gründer*innen Leonard Creutzburg und Viktoria Cologna.
Wie lässt sich eine Postwachstumsplanung, so wie sie in der Wissenschaft diskutiert wird, in die Praxis der räumlichen Planung bringen? Eine Schlüsselrolle nimmt die Gestaltung von Infrastrukturen ein, die das Handwerkszeug zur Konkretisierung einer gelebten Suffizienz liefern. Jana Kühl und Christian Lamker berichten vom Deutschen Kongress für Geographie 2019, wo Postwachstumsdebatten eine wichtige Rolle spielten.
Im Rahmen der Konferenz „Great Transformation“ in Jena wurden unter dem Stichwort „Postfossile Wirtschaft – Postfossile Gesellschaft“ drängende Fragen nach Transformationen im Strom- und Wärmesektor, im Bereich des Verkehrs und der Bioökonomie mit Theoretiker*innen und Praktiker*innen diskutiert. Die Autorinnen geben Einblicke in die Debatten und gewähren Ausblicke auf ein komplexes Thema der sozial-ökologischen Transformation.
Um die Wachstumsabhängigkeit unserer Sozialsysteme zu überwinden, benötigen wir einen neuen Arbeitsbegriff, so eine zentrale These des Buches „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“, das Irmi Seidl und Angelika Zahrnt herausgegeben haben. Astrid Gläsel berichtet von der Buchvorstellung am 28. Oktober 2019 in Berlin.
Wie muss das heutige Konzept der Erwerbsarbeit für eine Postwachstumsgesellschaft umgestaltet werden? Linda Nierling berichtet von einer Session auf der ‚Great Transformation‘-Konferenz in Jena, in der es um diese Frage und weitere Thesen aus dem neu erschienenen Buch „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“ ging. Am kommenden Montag (28.10.) besteht die Möglichkeit das Thema in Berlin weiter zu diskutieren.
Städtische Räume und Gesellschaften werden sich in den nächsten Jahren radikal verändern und die entscheidende Frage lautet: Wollen und können wir diesen Wandel aktiv gestalten? Auf der Konferenz „Postwachstumsstadt. Perspektiven des sozial-ökologischen Wandels der Stadtgesellschaft“ wurden diese Fragen verhandelt und einige Konturen der Postwachstumsstadt skizziert, freigestellt, neu- und nachgezeichnet. Anton Brokow-Loga berichtet von Ergebnissen und Erkenntnissen der Konferenz.
Der letzte Tag der ‚Great-Transformation‘-Konferenz wird nach Zukunftswerkstätten, Streitgesprächen, Buchpräsentationen, Plenen und spannenden Diskussionen nach der Vorstellung von Forschungsergebnissen mit dem Appell beschlossen, „den Raum, in dem um Wahrheit gerungen wird, zu verteidigen“. Lukas Heck berichtet vom Freitag in Jena.
Die Frage nach dem „Wie“ der Transformation zieht sich durch den zweiten Tag auf der ‚Great-Transformation‘-Konferenz in Jena. Die Aufgabe, „Spuren und Träume einer besseren Welt“ zu einem Gesamtbild zu verdichten, bietet reichlich Anlass zur Diskussion. Nick von Andrian berichtet aus Jena.
Die ‚Great Transformation‘-Konferenz hat den ersten intensiven vollen Tag erlebt. Wie am Eröffnungsabend beschworen, hielt er konstruktive und kontroverse Debatten für alle Teilnehmenden bereit. Max Sonntag hat verschiedene Veranstaltungen besucht und für den Blog zusammengefasst.
„Streiten Sie wie die Raben und gehen Sie danach gemeinsam ein Bier trinken!“ Die Konferenz „Great Transformation. Die Zukunft moderner Gesellschaften“ in Jena ist eröffnet. Astrid Gläsel schildert Eindrücke von der Eröffnungsveranstaltung und Erwartungen an die kommenden Tage.
Die Nutzung öffentlicher Räume in der Stadt muss neu überdacht werden. Um einen praktischen Beitrag zu dieser Debatte zu liefern, hat die Degrowth-Kooperative Cargonomia im Herzen Budapests einen öffentlichen Waldgarten eröffnet. Paloma de Linares und Vincent Liegey berichten, worauf es bei der Planung eines solchen Projektes ankommt und was die Ziele der Initiative sind.
Konsum findet heutzutage zunehmend in digitalen Räumen statt. Stephanie Keilholz und Philipp Stakenborg berichten von einem Workshop, in dessen Rahmen der Frage nachgegangen wurde, wie digitale Räume und Online-Marketing gestaltet werden können, um suffizientes Verhalten zu fördern.
Auf der Tagung „Herausforderung Wachstumsunabhängigkeit“ diskutierten am Montag in Berlin über 150 Akteure aus verschiedenen Politikressorts, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft darüber, wie unsere Gesellschaft widerstandsfähiger werden kann – gegen die Folgen von Konflikten und Krisen, aber auch gegen Schwankungen von Märkten.
Inmitten des Wahlkampfes vor den Parlamentswahlen fand im August 2018 die 6. Internationale Degrowth-Konferenz in Malmö (Schweden) statt. Rechtspopulismus und Klimawandel: die großen Debatten in der schwedischen Öffentlichkeit im Sommer dieses Jahres wirkten in die Konfernz hinein zeigten einmal mehr auf, wie den komplexen Herausforderungen unserer Zeit mit einem solidarischen Miteinander abseits des Wachstumszwangs begegnet werden muss.
An der diesjährigen Degrowth Summer School beteiligte sich auch die Forschungsgruppe von TU Berlin und IÖW zu „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“. Vivian Frick und Anja Höfner berichten in diesem Beitrag von ihrem zweitägigen Workshop „Achtung, die Digitalisierung kommt!?“.
Der Wirtschaftswissenschaftler Peter Victor sprach am 18.05.2018 im Rahmen der Ringvorlesung „Wohlstand ohne Wachstum“ an der TU Berlin über neue Erkenntnisse aus dem Überarbeitungsprozess seines Buches „Managing without Growth. Slower by Design, not Disaster“. Warum seiner Ansicht nach ein nachhaltiger Wohlstand nur abseits des Wachstumspfades zu erreichen ist und dies keine Abkehr vom Kapitalismus nach sich ziehen muss, berichtet Laura Theuer.
Unternehmen, die dem Wachstumsparadigma nicht folgen, sondern sozial und ökologisch verträglich arbeiten möchten, benötigen dafür preiswerten Raum, der eine vertrauensvolle Gemeinschaft befördert, und die Möglichkeit, sich durch ihre Rechtsform zwischen Gemeinwohl und Markt zu verorten. Dies schließen Benedikt Schmid und Christian Schulz aus den Diskussionen beim Treffen des Arbeitskreises zu Postwachstumsökonomien der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL).
Wie realistisch sind Zukunftsperspektiven von einem vollständig digitalen, automatisierten Energiesystem? Und sind die Chancen der Digitalisierung auch Chancen für ein sozial gerechtes und ökologisch nachhaltiges Energiesystem, das die Bedürfnisse einer Postwachstumsgesellschaft erfüllen kann? Friederike Rohde berichtet von der VÖW Herbstakademie „Digitalisierung im Grünen“.
Was passiert, wenn etablierte Planungswissenschaftler/innen und Planungspraktiker/innen auf Postwachstumsdiskussionen treffen? Welche Veränderungsperspektiven löst der Begriff und lösen damit verbundene konzeptionelle Vorstellungen aus? Dr. Christian Lamker und Viola Schulze Dieckhoff haben in einem World Café mit etwa 50 Anwesenden darüber diskutiert.
Die Debatten über den Ablauf einer sozial-ökologischen Transformation lassen eine differenzierte Gender-Analyse bisher vermissen. Sabine Carl und Mike Korsonewski berichten von ihrem Vortrag „Ein gutes Leben für alle? Postwachstum meets Gender“ in Köln, der einen Anstoß zu dieser Diskussion bildete.