Ein Werbungsverbot für Grenoble
Das französische Grenoble hat kommerzielle Werbung im Stadtgebiet fast vollständig verboten und damit eine kommunale Postwachstumspolitik im Sinne der Konsumreduzierung umgesetzt. Wie hat sie das geschafft?
Pfade in die Postwachstumsgesellschaft
Das französische Grenoble hat kommerzielle Werbung im Stadtgebiet fast vollständig verboten und damit eine kommunale Postwachstumspolitik im Sinne der Konsumreduzierung umgesetzt. Wie hat sie das geschafft?
Welche Rolle kann Kunst im Wandel hin zu einer Postwachstums-Gesellschaft spielen? Die Künstlerin Folke Köbberling hat in Dortmund die Entsiegelung eines ehemaligen Parkplatzes als partizipative Kunstaktion gestaltet, durch die Anwohner*innen aktiv an der ökologischen Veränderung des Stadtraums teilhaben konnten. Mia Lehn vom IÖW war vor Ort dabei und schreibt über das Potenzial von Kunstaktionen im Kontext einer sozial-ökologischen Stadtentwicklung.
Wie kann die Raum- und Stadtplanung von ihrer Wachstumsorientierung gelöst werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich Christian Lamker in einem zweiteiligen Artikel. Die zuvor dargestellten Reaktionen von Planenden auf die Postwachstumsdiskussion versucht er in diesem Teil einzuordnen, verständlich zu machen und mögliche Konsequenzen für einen gelingenden Wechsel in ihnen zu erkennen.
Wie kann die Raum- und Stadtplanung von ihrer Wachstumsorientierung gelöst werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich Christian Lamker in einem zweiteiligen Artikel. Zunächst berichtet er von den Hürden auf dem Weg zur Postwachstumsplanung sowie von teils extremen Unterschieden in der Reaktion von Planenden auf diese Diskussion.
Was sind geeignete Instrumente für flächensparendes Wohnen? Wissenschaftlerinnen verschiedener Institutionen haben zu dieser Frage einen 10-Punkte-Plan in Ergänzung zur 1,5°-Studie des Wuppertal Instituts ausgearbeitet, der auf ihrer Forschung zu Flächensuffizienz fußt. Insbesondere bereits existierende soziale Projekte der Wohnraumvermittlung und des Zusammenwohnens stehen als klima- und sozial verträgliche Wegweiser im Fokus.
Daniel Fuhrhop stellt in seinem Buch ‚Verbietet das Bauen! – Streitschrift gegen Spekulation, Abriss und Flächenfraß‘ 100 Werkzeuge vor, die Neubauten überflüssig machen und erklärt weshalb ein Bauverbot möglich und nötig ist. Cathérine Lehmann hat das Buch rezensiert.
Im Sommer letzten Jahres legten Viola Schulze Dieckhoff und Christian Lamker sechs Thesen zur Postwachstumsplanung vor. Christian Schulz kommentiert diesen ersten ernsthaften Versuch, die jüngere Postwachstumsdebatte und ihre Bedeutung für die räumliche Planung in griffige Thesen zu überführen und wünscht sich, dass sie Eingang in eine breitere Debatte finden.
Verschuldung, Obdachlosigkeit und destruktive Verstädterung – wie könnten Alternativen zur derzeitigen Wohnungs- und Stadtpolitik, wie könnte Wohnen jenseits von „Wachstum“ aussehen? Dieser Frage geht Andreas Exner anhand der Fallstudie Wien nach.
Mit seinem neuen Buch „Einfach anders wohnen“ möchte Daniel Fuhrhop Lust machen auf das Verschlanken unserer gewachsenen Ansprüche und Gewohnheiten. Seinem großen Thema, der Suffizienz im Bauwesen, bleibt er dabei treu. Arne Steffen hat das Buch gelesen und hält es für eine sinnvolle Ergänzung zu Fuhrhops politischen Forderungen.
Unternehmen, die dem Wachstumsparadigma nicht folgen, sondern sozial und ökologisch verträglich arbeiten möchten, benötigen dafür preiswerten Raum, der eine vertrauensvolle Gemeinschaft befördert, und die Möglichkeit, sich durch ihre Rechtsform zwischen Gemeinwohl und Markt zu verorten. Dies schließen Benedikt Schmid und Christian Schulz aus den Diskussionen beim Treffen des Arbeitskreises zu Postwachstumsökonomien der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL).
Was passiert, wenn etablierte Planungswissenschaftler/innen und Planungspraktiker/innen auf Postwachstumsdiskussionen treffen? Welche Veränderungsperspektiven löst der Begriff und lösen damit verbundene konzeptionelle Vorstellungen aus? Dr. Christian Lamker und Viola Schulze Dieckhoff haben in einem World Café mit etwa 50 Anwesenden darüber diskutiert.
Wie sollten sich Prozesse in der Stadtplanung für eine Postwachstumsgesellschaft verändern? Welche Rollenverständnisse sind geeignet, Wandel zu denken und zu begleiten? Wie viel Improvisation braucht Planung, um kreativ zu sein und alle Menschen in den Mittelpunkt zu stellen? Christian Lamker und Viola Schulze Dieckhoff berichten von der Veranstaltung „Prozesse einer Postwachstumsplanung“, die sich diesen Fragen und möglichen Antworten widmete.
Die bislang forcierten, geförderten wie auch geforderten Strategien zum Klimaschutz, Effizienz und Konsistenz, konnten die mit ihnen verbundenen Hoffnungen nicht erfüllen. Technische Innovationen haben nicht zu einer (ausreichenden) Senkung von Treibhausgasemissionen geführt. Das gilt auch für den Bereich Bauen, insbesondere für den Wohnungsbau. Arne Steffen untersucht die Chancen, die Suffizienzpotentiale im Baubereich bergen.
Wer kann Veränderungen vordenken, anstoßen und umsetzen? Wer hat die notwendigen Ressourcen und Fähigkeiten? Welche Machtverhältnisse beeinflussen das Handeln und welche Konflikte können entstehen? Viola Schulze-Dieckhoff und Christian Lamker berichten von der Veranstaltung „Akteure der Postwachstumsgesellschaft“, die sich diesen und weiteren relevanten Fragen widmete.
Daniel Fuhrhop setzt in seinem Artikel die Thesen seines Buchs „Verbietet das Bauen!“ mit Niko Paechs Forderungen in „Befreiung vom Überfluss – Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie“ in Bezug zueinander. Dadurch wird deutlich, wie die von Paech allgemein für die Transformation in eine Postwachstumsgesellschaft ausgemachten Notwendigkeiten auf den Wohnungsbau im Besonderen zutreffen.
Wohnungsmangel in den Metropolen und dazu jetzt der Ansturm der Flüchtlinge: Selbst wer die Neubau-Lobby sonst kritisch sieht, glaubt ihr derzeit, dass wir mehr bauen müssten. Aber auch jetzt und auch in den beliebten Großstädten wird das Dogma des ewigen Wachstums nicht richtiger.
Den Anglizismen zum Trotz, sie weisen direkt den Weg zum Kern des Arguments: Smart City als Vision für die energieeffiziente Stadt von Morgen ist ein Verkaufsvehikel von international operierenden Technologiekonzernen.
In der Stadt des Postwachstums gehören Gelegenheitsstrukturen für Eigenarbeit und Do It Yourself-Kulturen selbstverständlich zum Stadtbild. Offene Werkstätten für Selbstversorgung, Handwerk, Kunst, Design und kreatives Ausprobieren sind in jedem Quartier zu finden. Nachbarschaften und Interessensgemeinschaften kümmern sich selbstverwaltet um die produktiven Gemeinschaftsorte. Dort gibt es Tausch- , Leih- und Umsonstläden …
Wuppertal war bis vor kurzem als eine schrumpfende Stadt bekannt. Dies gilt für die Bevölkerungszahl genauso wie für die Industrie. Lediglich der Schuldenberg und der Wohnungsleerstand konnten ein ordentliches Wachstum verzeichnen. Wuppertal, eine Degrowth City? Tatsächlich befindet sich Wuppertal mitten in einer Transformation, die viele Chancen birgt, die genutzt werden …
Sollte am 25. Mai beim Volksentscheid die Mehrheit der Berliner gegen Neubau auf dem Tempelhofer Feld stimmen, dann wäre das ein Sieg für das Postwachstum. Der Begriff wird bezüglich des Bauens beim Wort genommen, denn das bisherige Wachstum zeigt sich bei unablässig neu wachsenden Bürotürmen, Shopping-Centern und Wohnsiedlungen. Es liegt …