Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft

Tätigsein – darunter verstehen die Herausgeberinnen des Buches „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“ , Irmi Seidl und Angelika Zahrnt, unterschiedlichste Formen von Arbeit einschließlich der Erwerbsarbeit: Tätigsein für sich, für andere und für die Gemeinschaft, bezahlt und unbezahlt, mit und ohne Gegenleistung.

Unter dem Schlagwort „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“ finden Sie Blog-Artikel zum Buch.

Die Debatte zur Verbindung von Tätigsein und Postwachstum wird außerdem auf der gleichnamigen Tagung in Tutzing vom 13. bis 15. März 2020 weitergeführt werden.

 

Über das Buch

Das gegenwärtige Wirtschaftssystem ist paradox: Wachstum soll Erwerbsarbeitsplätze schaffen. Dazu beitragen soll die Steigerung der Arbeitsproduktivität, doch damit gehen gleichzeitig Arbeitsplätze verloren. Entsprechend muss Wachstum zusätzlich die wegrationalisierten Arbeitsplätze kompensieren. Verstärkt wird diese Paradoxie durch das Sozial- und Abgabensystem mit seiner zentralen Finanzierungsgrundlage Erwerbsarbeit: es treibt die Steigerung der Arbeitsproduktivität voran. Doch Wirtschafts- und Produktivitätswachstum können nicht unbegrenzt fortgesetzt werden. Es ist deshalb wichtig, die große Bedeutung der Erwerbsarbeit – für die Sozialversicherung, als Basis für öffentliche Abgaben sowie für die gesellschaftliche Anerkennung und Integration – zu relativieren. Zugleich ist ein Verständnis von Tätigsein zu entwickeln und seine Umsetzung institutionell zu fördern, das neben der Erwerbsarbeit auch Eigen-, Freiwilligen-, Care-, Gemeinschaftsarbeit und andere Arbeitsformen einschließt.

Irmi Seidl, Angelika Zahrnt (Hrsg.)
Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft
Metropolis, Marburg, ISBN 978-3-7316-1405-0, 262 Seiten, 18 €.
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