Ökologisches Wirtschaften: Neue Artikel im Open Access
Bei der Fachzeitschrift ‚Ökologisches Wirtschaften‘ sind neue, spannende Artikel im Open Access verfügbar.
Pfade in die Postwachstumsgesellschaft
Bei der Fachzeitschrift ‚Ökologisches Wirtschaften‘ sind neue, spannende Artikel im Open Access verfügbar.
Im Dezember 2025 erschien, herausgegeben von der Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb), ein neues Dossier zum Thema Wirtschaftspolitik, unter anderem mit spannenden Diskussionsbeiträgen zu den Themen Postwachstum, Degrowth und Suffizienz. Die Blog-Redaktion empfiehlt einige Beiträge über die Grundlagen der Postwachstums-Debatte.
Wie lassen sich Postwachstumsstrategien für eine nachhaltige Transformation in der Praxis umsetzen? Maximilian Drews geht dieser Frage nach, indem er die Förderung und Umsetzung von Suffizienz- und Subsistenzstrategien in der Stadt Kiel untersucht und Schlüsse zieht, wie erfolgreiche Postwachstumstransformation auf kommunaler und regionaler Ebene funktionieren kann.
Wie steht es um die öffentliche Daseinsvorsorge in Zeiten der Klimakrise, welche Versorgungslücken gibt es und wie lässt sich ein sozial gerechter und ökologischer Umbau der Daseinsvorsorge erreichen? Diesen und weiteren Fragen stellen sich Stefanie Gülly, Michael Getzner und Leonhard Plank in diesem Beitrag, in dem sie zentrale Erkenntnisse der umfassenden interdisziplinären Studie ‚Daseinsvorsorge 2030‘ für Österreich präsentieren und Vorschläge für eine demokratische und suffiziente Grundversorgung machen.
Wie lässt sich die Wirtschaft auf allen Ebenen, vom Betrieb bis zur makro-ökonomischen Steuerung demokratisieren? Welche Zielkonflikte kommen dabei in einer Gesellschaft mit vielen unterschiedlichen Lebensentwürfen auf und wie lassen sich diese fair und auf Augenhöhe verhandeln? Diesen Fragen stellt sich die langjährige und erfahrene Gewerkschafterin Franziska Wiethold in ihrem Blogartikel.
Die wichtigen Lebensbereiche Wohnen und Arbeiten selbstverwaltet zu organisieren hat lange Traditionen. Sie eint der Versuch, Alternativen zu den Zumutungen eines Lebens nach kapitalistischen Reglements zu schaffen. Elisabeth Voss schreibt in diesem Artikel über die Praxis der Selbstverwaltung, Kollektivbetriebe, Hausprojekte und welche Rolle solche neuen Eigentumsformen in einer Postwachstumsgesellschaft spielen.
Über Persistenz, Anpassung und systeminterne Transformation: In diesem Blogartikel schreibt Daniel Laden, warum wir nicht auf ein plötzliches Ende des Kapitalismus hoffen sollten, sondern selbst den Wandel gestalten und Wachstum kreativ überwinden müssen.
Nachhaltiger Demokratieschutz als feministisch-ökologischer Gestaltungsprozess einer Postwachstumsgesellschaft: In Teil 2 seines Beitrags zu Antifaschismus und Postwachstum skizziert Luca Kreibich eine Postwachstumsgesellschaft, die den Ursachen des modernen Faschismus vorbeugen und nachhaltig Demokratie fördern könnte.
Die kapitalistische Wachstumsgesellschaft als Nährboden des Faschismus: Im ersten Teil seines Beitrages zum Zusammenhang von Wachstumszwang und Faschismus beschreibt Luca Kreibich die Voraussetzungen für den modernen Faschismus und warum eine effektive antifaschistische Politik soziale Infrastrukturen ausbauen sollte, anstatt Wachstum zu priorisieren.
How do movements operate as a network of networks in respectfully negotiated alliances and engagement – reaching out into the world beyond one-way communications of campaigning, absorbing lectures, audio-visual and published works? In this article, Anitra Nelson and Vincent Liegey describe a series of events recently arranged in self-organised ways, as peers, as comrades, as scholars and activists acting autonomously – volunteering to promote a pluriverse degrowth by engaging in public, community-based and localised conversations.
Convivial rants and cabaret: In this article, originally published on degrowth.info, Joe Herbert and Hannah Morris reflect on this years 11th International Degrowth Conference in Oslo. They present their personal highlights as well as tensions that came up between the communities coming together during the event.
Die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) lädt herzlich zu ihrer 6. Wanderakademie zum Thema „Postwachstum und Klimaschutz auf der kommunalen Ebene“ ein. Diesjähriges Ziel ist vom 2. – 5. Oktober 2025 der Wilde Kaiser in Tirol.
Grundprinzipien planwirtschaftlicher Produktion und Verteilung: Die Freiburger Gruppe La Banda Vaga argumentiert in diesem Beitrag, warum wir für eine Überwindung des Wachstumszwangs, der Naturzerstörung und den sozialen Ungleichheiten im Neoliberalismus radikal anders denken sollten – und welche Lehren sich dabei noch heute aus Bemerkungen von Marx über dessen gesellschaftliche Vision ziehen lassen.
Mit «Wege zur Suffizienz» der Wachstumsleiter entkommen: In diesem Artikel zeigt Leonard Creutzburg, Ökologischer Ökonom aus der Schweiz, wie sich partizipative Workshops konzipieren lassen, in denen sich Interessierte über Postwachstum und Suffizienzpolitiken austauschen, gemeinsam lernen und nachhaltige Strategien entwickeln können.
Wachstumskritische Akteur*innen weisen immer wieder auf die Notwendigkeit einer Abkehr vom Wirtschaftswachstum und einer Begrenzung des Produktions- und Konsumniveaus hin. Die konkreten Nachhaltigkeitsstrategien, die dabei verfolgt werden sind vielfältig und setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Eric Hartmann stellt in diesem Artikel verschiedene Nachhaltigkeitsstrategien vor und diskutiert deren Wirksamkeit in einer Transformation zur Postwachstumsgesellschaft.
Energieproduktion lässt sich vergesellschaften. Wie ein Rechtsgutachten von communia zeigt, sind die Grundlagen dafür im Grundgesetz angelegt. Luise Butzer, Sozial- und Nachhaltigkeitswissenschaftlerin und Teammitglied von communia stellt in diesem Artikel das Gutachten vor und argumentiert, warum Degrowth nicht ohne Vergesellschaftung auskommt.
2025 werden das IÖW und die VÖW 40 Jahre alt. Unser Jubiläum feiern wir in einer Zeit großer Umbrüche. Der Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung, so wie wir ihn seit vier Jahrzehnten vordenken und anstoßen, scheint im Getose der Gegenwart unterzugehen. Auf einer explorativen Tagung am 09. Oktober haben wir zahlreiche spannende Stimmen aus Wissenschaft, Politik und Praxis eingeladen um über die Zukunft der Nachhaltigkeitswissenschaften zu sprechen.
Während soziale Ungleichheiten wachsen, Sozialleistungen gekürzt werden und die ökologischen Schäden als Nebenprodukt der kapitalistischen Wachstumswirtschaft weiter rasant zunehmen, investieren aktuell die meisten Industrieländer Milliarden in Rüstung und Verteidigung. Anselm Jappe kommentiert diesen politischen Trend und appelliert für ein Ende des Wachstums, um langfristigen Frieden zu sichern.
„Mehr Zeit, mehr Sicherheit, weniger Druck“ – so könnte Postwachstum für viele klingen, wenn wir es richtig erzählen würden. Doch die Realität ist: Der Diskurs bleibt oft in akademischen Zirkeln stecken. In diesem Artikel zeigt Monique Plogstert, wie man die Idee einer wachstumskritischen Gesellschaft so kommuniziert, dass sie Menschen erreicht, die bisher wenig Anschluss daran finden. Vier Personas, vier Lebenswelten – und ein gemeinsames Ziel: eine Zukunft, die alle mitnimmt.
Der Wachstumszwang ist tief in unsere Institutionen eingeschrieben, so auch auf Ebene der Kommunen. Im Standortwettbewerb und im Ringen um ausreichend Steuereinnahmen für die kommunale Daseinsvorsorge orientieren sich noch immer viele Kommunen vor allem an einer Steigerung des Wirtschaftswachstums. Coline Chardon und Benedikt Schmid stellen in diesem Artikel ihre Erkenntnisse aus dem MUTUAL-Forschungsprojekt zu kommunalen Wachstumsabhängigkeiten vor.
Unternehmen als ‚Demokratielabore‘.
Während die Demokratisierung der Gesellschaft und die dortige Krise der Demokratie bereits Gegenstand zahlreicher Diskurse ist, wird die Abwesenheit von Demokratie in der Wirtschaft in öffentlichen Debatten bislang kaum bemängelt. Dass auch hier eine Demokratisierung der Entscheidungen über Produktionsmittel und die Verteilung des Mehrwerts notwendig wäre und wie das speziell auf der Mikro-Ebene der Unternehmen umgesetzt werden kann, darüber schreiben Matthias Kasper und Philip Euteneuer in diesem Beitrag. In Teil 2 des Beitrags steigen die Autoren tiefer in das Feld der Unternehmensdemokratie ein und stellen Verbindungen zur Makro-Ebene her.
Ein Streifzug durch die Mikro-Ebene der Wirtschaftsdemokratie.
Während die Demokratisierung der Gesellschaft und die dortige Krise der Demokratie bereits Gegenstand zahlreicher Diskurse ist, wird die Abwesenheit von Demokratie in der Wirtschaft in öffentlichen Debatten bislang kaum bemängelt. Dass auch hier eine Demokratisierung der Entscheidungen über Produktionsmittel und die Verteilung des Mehrwerts notwendig wäre und wie das speziell auf der Mikro-Ebene der Unternehmen umgesetzt werden kann, darüber schreiben Matthias Kasper und Philip Euteneuer schreiben in diesem Beitrag. In Teil 1 stellen die Autor*innen ihr Planungsmodell sowie verschiedene Partizipationsmöglichkeiten auf der Mikro-Ebene vor.
Seit Kurzem gibt es das Routledge Handbook of Degrowth und alle Kapitel sind Online im Open Access verfügbar. Die Herausgeber*innen Anitra Nelson und Vincent Liegey präsentieren in diesem Sammelband in 35 Kapiteln verschiedener namhafter Autor*innen viele wichtige aktuelle Bereiche aus dem weiten und vielfältigen Feld der Degrowth-Forschung.
Die neue Bundesregierung hat ihr Amt angetreten. Die Vielzahl an Krisen, denen die Welt derzeit gegenübersteht erfordert dringend sozial-ökologischen Transformationen. Klimakrise, Gefährdung der Demokratie und wachsende wirtschaftliche Instabilität sind nur einige der großen Herausforderungen unserer Zeit, doch die ersten Schritte der neuen Bundesregierung machen wenig Hoffnung auf notwendige Veränderungen. In diesem Beitrag schauen sich die Economists for Future e.V. die Vorhaben der schwarz-roten Regierung genauer an und appellieren für eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik.
Überall in Europa und darüber hinaus haben die Forschungsanstrengungen zum Postwachstum zugenommen. Spätestens seit der Internationalen Degrowth-Konferenz in Malmö 2018 gilt Schweden und speziell Lund als „Hub“, insbesondere was Fragen sozialer Sicherheit und ökologisch-sozialer Politik anbelangt. Max Koch von der Universität Lund stellt in diesem Artikel Schwerpunkte der Postwachstumsforschung in Skandinavien vor, wo sich in Oslo dieses Jahr Forscher*innen, Aktivist*innen und Interessierte aus aller Welt zur 11. Internationalen Degrowth-Konferenz zusammenfinden.
What makes a human life worth living? Francisco Javier Carillo, Emeritus Professor of Knowledge-Based Development at Tecnológico de Monterrey, Mexico, approaches this question from a degrowth perspective, highlighting human flourishing as a collective endeavor beyond economic expansion. As a path to reach wellbeing without increasing material consumption and production, the author introduces the concept of knowledge-based development.
2025 werden das IÖW und die VÖW 40 Jahre alt. Unser Jubiläum feiern wir in einer Zeit großer Umbrüche. Der Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung, so wie wir ihn seit vier Jahrzehnten vordenken und anstoßen, scheint im Getose der Gegenwart unterzugehen. Eine Einladung an alle, die nach vorne schauen und verändern wollen.
Niko Paech, außerplanmäßiger Professor im Bereich Plurale Ökonomik an der Universität Siegen und Begründer des Konzeptes der Postwachstumsökonomie, im Gespräch über die neu erschienene, vollständig überarbeitete Aktualisierung seines erstmals 2012 veröffentlichten Postwachstums-Klassikers ‚Befreiung vom Überfluss‘.
CDU/CSU und SPD haben sich in intensiven Verhandlungen auf einen Koalitionsvertrag geeinigt, der die Richtung der Regierungspolitik der großen Koalition in dieser Legislaturperiode vorgibt. Rudi Kurz hat sich das Koalitionspapier genauer angesehen und wirft einen kritischen Blick auf die Abhängigkeit von wirtschaftlichem Wachstum bei der Erreichung der politischen Ziele.
CDU/CSU und SPD haben sich in intensiven Verhandlungen auf einen Koalitionsvertrag geeinigt, der die Richtung der Regierungspolitik der großen Koalition in dieser Legislaturperiode vorgibt. Rudi Kurz hat sich das Koalitionspapier genauer angesehen und wirft einen kritischen Blick auf die Abhängigkeit von wirtschaftlichem Wachstum bei der Erreichung der politischen Ziele.
Neue Ansätze sozial-ökologischer, demokratischer Ökonomien sollten sich an den gegenwärtigen wissenschaftlichen und technischen Möglichkeiten orientieren. Aufbauend auf einem Vortrag beim Internationalen Netzwerk für Demokratische Wirtschaftsplanung (INDEP) stellt Walther Zeug daher in diesem Artikel sein Konzept einer Kybernetischen Demokratischen Planung der Ökonomie vor.
Eine wissenschaftliche Landkarte der Degrowth-Forschung: John-Oliver Engler, Mac-Friedemann Kretschmer, Julius Rathgens und Henrik von Wehrden untersuchen die Entwicklung dieses Forschungsfeldes über die Jahre von 2008-2022. In Teil 2 ihres Artikels stellen die Autoren Spannungen und zentrale Herausforderungen dar und wenden den Blick in die Zukunft des Forschungsfeldes.
Eine wissenschaftliche Landkarte der Degrowth-Forschung: John-Oliver Engler, Mac-Friedemann Kretschmer, Julius Rathgens und Henrik von Wehrden untersuchen die Entwicklung dieses Forschungsfeldes über die Jahre von 2008-2022. Auf Basis einer umfassenden systematischen Literaturanalyse fassen sie die wichtigsten Erkenntnisse, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Degrowth-Forschung zusammen, insbesondere im Hinblick auf Politikvorschläge zu Geld- und Verteilungspolitik.
In der Ausgabe 01/2024 der Fachzeitschrift Ökologisches Wirtschaften ging es im Schwerpunktthema um die Polykrise und mögliche Auswege aus dem Wachstumsdilemma. Die Artikel sind jetzt im Open Access verfügbar.
Technik und technische Innovationen spielen als große Wachstumstreiber eine zentrale Rolle in der Entwicklung des Kapitalismus, insbesondere seit der industriellen Revolution. Nicolas Guenot führt in diesem Artikel in die Idee konvivialer Technik als Degrowth-Strategie ein und diskutiert die Frage, ob auch Künstliche Intelligenz konvivial genutzt werden kann.
In einer Zeit, in der immer größere Autos unsere Städte dominieren und wertvolle Ressourcen verschlingen, bietet das Konzept der Feinmobilität eine Alternative. Mit dem Fokus auf kleinere, leichtere und ressourcenschonendere Fahrzeuge, ermöglicht sie nicht nur einen schonenderen Umgang mit Rohstoffen, sondern schafft auch dringend benötigten Raum in unseren Straßenräumen. Prof. Dr. Carsten Sommer, Jori Milbradt und Sophie-Elise Kahnt führen in diesem Beitrag in das Konzept der Feinmobilität ein und beleuchten, wie diese zu einer nachhaltigeren Mobilität und menschenfreundicheren Stadträumen beitragen kann.
Das Post-Growth Innovation Lab der Universität Vigo, Mitveranstalterin der Konferenz, hat einen fast 1.800 Seiten umfassenden Konferenzbericht veröffentlicht, in dem die beteiligten Akteur*innen vorgestellt werden sowie alle Abstracts der angebotenen Workshops und Vorträge zu finden sind. Ein spannender Rückblick auf das größte Zusammenkommen der internationalen Degrowth-Bewegung.
Wenn wir über Zukunft nachdenken, herrschen in weniger dicht besiedelten Regionen eher pessimistische als utopische Vorstellungen vor und ländlichen Räumen wird selten viel Bedeutung für gesellschaftliche Transformation zugeschrieben. Le-Lina Kettner berichtet in diesem Beitrag über ein kommunales Zukunftsentwicklungskonzept und welche Rolle Suffizienzpraktiken im ländlichen Raum heute spielen.
Der Kapitalismus mit seinem inhärenten ökonomischen Wachstumszwang und Privateigentum an den Produktionsmitteln erzeugt multiple Krisen, darunter massive Naturzerstörung und wachsende soziale Ungleichheiten. Lukas Warning, Mit-Herausgeber von ‚Öffentlicher Luxus‘, appelliert in diesem Beitrag, warum wir für eine Überwindung des Wachstums an die Wurzeln des Kapitalismus müssen und warum wir davon letztendlich alle profitieren würden.
Nachdem Leo Schlichter in den ersten beiden Teilen seines Artikels auf die Möglichkeiten KI-gestützter Wirtschaftsplanung hingewiesen sowie konkrete Vorschläge zu deren Umsetzung vorgestellt hat, geht es in diesem Beitrag um einige praktische Herausforderungen und mögliche Übergangsszenarien. Dafür brauche es für Schlichter vor allem eine konkrete und langfristige Vision, wie ein gutes Leben für alle innerhalb der planetaren Grenzen praktisch umgesetzt werden kann.
Im Wahlkampf für die Bundestagswahl am 23. Februar wird Klimaschutz kaum thematisiert, stattdessen dominieren Zuwanderung und Wirtschaft die politische und öffentliche Debatte. Dr. Martin Fritz und Linda von Faber untersuchen in diesem Beitrag, wie sich die Einstellungen zu Klimagerechtigkeit und Suffizienz in unserer Gesellschaft verändert haben und beleuchten einen Transformationskonflikt, der die politischen Lager teilt und sich in Parteipräferenzen widerspiegelt.
Zwei Themen dominieren die öffentliche Debatte vor der Bundestagswahl: Migration und Wirtschaft. Warum diese Themen enger miteinander verknüpft sind als wir denken, warum ‚Ecobordering‘ so gefährlich ist und was das für eine Degrowth-Perspektive auf Grenzen bedeutet, darüber schreibt Jenny Ufer in diesem Beitrag.
Verfechter*innen einer Postwachstumsökonomie stehen vor einer schwierigen Wahl. Ideen oder gar Konzepte, wie eine solche Ökonomie aussehen und zum Wohle der Mehrheit der in diesem Land lebenden Menschen politisch gestaltet werden könnte, sucht man im Wahlkampf vergebens. Prof. Dr. Christine Bauhardt argumentiert, warum wir alle nicht Wachstum, sondern Umverteilung brauchen und was das für die politischen Strategien der Postwachstumsbewegung bedeutet.
Vorschläge für eine Postwachstumsökonomie beinhalten eine vielfältige Mischung aus makroökonomischen Reformen, demokratischen Innovationen, alternativen Organisationsformen und kulturellen Veränderungen. Was den meisten Ansätzen bisher jedoch fehlt, ist ein konkreter Mechanismus, der die koordinierende Rolle des Marktes im Kapitalismus ersetzt. In diesem Beitrag stellt Leo Schlichter zwei Modelle vor, in denen KI-Technologie eine demokratisch geplante Wirtschaft unterstützen kann.
Sozial-ökologische Nachhaltigkeit und die Notwendigkeit von Veränderungen in unserer Art zu wirtschaften verständlich und praxisnah zu kommunizieren ist keine leichte Aufgabe. Der gemeinnützige Verein Zukunftsfähiges Thüringen e.V. versucht genau das mit seiner erfolgreichen Wanderausstellung WEGE IN DIE ZUKUNFT – für Dich und die Welt. In diesem Artikel stellt der Verein die Ausstellung vor und lädt dazu ein, Veränderung im Alltag anzustoßen.
Vorschläge für eine Postwachstumsökonomie beinhalten eine vielfältige Mischung aus makroökonomischen Reformen, demokratischen Innovationen, alternativen Organisationsformen und kulturellen Veränderungen. Was den meisten Ansätzen bisher jedoch fehlt, ist ein konkreter Mechanismus, der die koordinierende Rolle des Marktes im Kapitalismus ersetzt. Dieser Beitrag von Leo Schlichter ist eine Einladung an die Postwachstumsbewegung, sich mit der aufkeimenden Debatte über demokratische Wirtschaftsplanung auseinanderzusetzen und beide Ansätze zusammenzuführen.
In this article from our series on AI and Degrowth, Marion Meyers writes on how Artificial Intelligence is praised (and feared) to be the main driver of future capitalist growth, and why we need a paradigm shift on how we deal with technology.
Ist KI ein Mittel, um die Klimakrise zu bewältigen, oder eine schlimmere Umweltsünde als das Fliegen? Kilian Vieth-Ditlmann von Algorithm Watch erklärt, wie viel Energie KI-Systeme wirklich fressen, warum wir bessere Messungen brauchen, wie KI nachhaltiger werden kann und was das alles mit der KI-Verordnung der EU zu tun hat.
Die unbegrenzten Chancen künstlicher Intelligenz für die Nachhaltigkeit sind: ein Märchen. Frieder Schmelzle mahnt in diesem Artikel, dass gesellschaftlicher Nutzen von KI umsichtig abgeschätzt und eingeordnet werden muss. Welche Anwendungen wollen wir uns leisten, welche fördern, welche tolerieren und welche vermeiden? Eine angemessene Betrachtung berücksichtigt auch sozial-ökologische Risiken.
„Wie im Westen, so auf Erden“ – Das kapitalistische System überschreitet bewusst seine eigenen Grenzen und birgt riesige Gefahren für die Weltgemeinschaft und unseren Planeten. Der Globale Norden, der maßgeblich für diese Entwicklung verantwortlich ist, greift bei der Bekämpfung der Klimakrise auf altbekannte, imperialistische Muster zurück. Diese „öko-imperialen Spannungen“, wie die Autoren sie nennen, stehen im Zentrum der politisch-soziologischen Analyse dieses Buches. Eine Rezension von Max-Emanuel Müller.