Aktuelle Berichte

Wie wollen wir tätig sein?

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Um die Wachstumsabhängigkeit unserer Sozialsysteme zu überwinden, benötigen wir einen neuen Arbeitsbegriff, so eine zentrale These des Buches „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“, das Irmi Seidl und Angelika Zahrnt herausgegeben haben. Astrid Gläsel berichtet von der Buchvorstellung am 28. Oktober 2019 in Berlin.

Standpunkte

Klimawahl von rechts

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Die Landtagswahl in Thüringen wurde von FFF zur „Klimawahl“ erklärt. Im Ergebnis war sie dies in einem anderen Sinn als gedacht: die gegen die Energiewende und das Thüringer Klimagesetz argumentierenden Parteien CDU, FDP und AfD errangen zusammen über die Hälfte der Stimmen. Dennis Eversberg fragt, woher die zutage tretenden Widerstände gegen eine effektive Klimapolitik kommen und was daraus für die Klima- und Postwachstumsbewegung folgt.

Mitteilungen

Postwachstum im Aufwind?

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Getrieben von Gretas berechtigtem Zorn und der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass ab nun etwas funktionieren müsse, was bisher noch nie funktioniert hat – die absolute Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch nämlich – wird in den Medien wieder zunehmend die Wachstumsfrage gestellt. Astrid Gläsel hat einige Medienberichte aus den letzten Wochen zusammengestellt.

Aktuelle Berichte

Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft

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Wie muss das heutige Konzept der Erwerbsarbeit für eine Postwachstumsgesellschaft umgestaltet werden? Linda Nierling berichtet von einer Session auf der ‚Great Transformation‘-Konferenz in Jena, in der es um diese Frage und weitere Thesen aus dem neu erschienenen Buch „Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft“ ging. Am kommenden Montag (28.10.) besteht die Möglichkeit das Thema in Berlin weiter zu diskutieren.

Standpunkte

Suffizienzmarketing als Baustein des Wandels

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Wo muss angesetzt werden, um eine Dekarbonisierung der Gesellschaft zu erreichen? Auf politischer Ebene? Beim individuellen Konsum? Nach dem Prinzip der geteilten Verantwortung: überall, findet Maike Gossen und betont, auch wirtschaftliche und technische Innovationen und Suffizienz-Marketing können dazu beitragen.

Aktuelle Berichte

Das Gute Leben in der Stadt für Alle

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Städtische Räume und Gesellschaften werden sich in den nächsten Jahren radikal verändern und die entscheidende Frage lautet: Wollen und können wir diesen Wandel aktiv gestalten? Auf der Konferenz „Postwachstumsstadt. Perspektiven des sozial-ökologischen Wandels der Stadtgesellschaft“ wurden diese Fragen verhandelt und einige Konturen der Postwachstumsstadt skizziert, freigestellt, neu- und nachgezeichnet. Anton Brokow-Loga berichtet von Ergebnissen und Erkenntnissen der Konferenz.

Standpunkte

Postwachstum und die drohende Verteilungskrise

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In der Diskussion um eine Postwachstumsökonomie wird gerne die Verteilungsfrage gestellt: Wenn die Wirtschaft nicht weiterwächst, dann nimmt die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen in der Gesellschaft zu, und dies gefährde den sozialen Zusammenhalt. Christian Fahrbach geht der Frage nach, warum das so ist und wie die Politik gegensteuern könnte, um eine Verteilungskrise zu verhindern.

Standpunkte

Transformieren wir die Wissenschaft der Transformation?!

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Postwachstum, große Transformation, Zukunft – und was hat das alles mit uns zu tun? Die Jenaer Konferenz war vieles, ambitioniert, umfangreich, intensiv – nur nicht selbstkritisch, so die These von Johanna Ritter, Nilda Inkermann, und Anton Brokow-Loga. Dabei ist die dort sichtbar gewordene Wissenschaftspraxis zutiefst mit der imperialen Lebensweise verwoben.

Standpunkte

Erwerbsarbeit, Tätigsein und Postwachstum

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Wie kann das Erwerbsarbeitssystem so umgebaut werden, dass wir uns aus der Fixierung auf Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze lösen können? In dem Buch „Tätigsein in der Postwachstumsgsellschaft“ wird dieser Frage nachgegangen. Die Herausgeberinnen Irmi Seidl und Angelika Zahrnt zeigen hier die wichtigsten Diskussionslinien auf.

Aktuelle Berichte

Postwachstum is taking over?

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Der letzte Tag der ‚Great-Transformation‘-Konferenz wird nach Zukunftswerkstätten, Streitgesprächen, Buchpräsentationen, Plenen und spannenden Diskussionen nach der Vorstellung von Forschungsergebnissen mit dem Appell beschlossen, „den Raum, in dem um Wahrheit gerungen wird, zu verteidigen“. Lukas Heck berichtet vom Freitag in Jena.

Mitteilungen

Neue Perspektiven: Vom Debattieren zum Tanzen

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Auch der Donnerstag eröffnet vielfältige Perspektiven auf die Wachstumsdebatte: es geht um Liebe und Paarbeziehungen in Postwachstumsgesellschaften, um Strategien gegen Rechtspopulismus und eine möglicherweise konsensfähige Postwachstumsposition. Und nicht zuletzt geht es darum, sich gegenseitig kennenzulernen und das Zusammenkommen im schönen Jena zu feiern. Max Sonntag fasst den Tag auf der ‚Great Transformation‘-Konferenz zusammen.

Standpunkte

Von Spuren und Träumen einer besseren Welt

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Ein Festival zur Zukunft moderner Gesellschaften soll in Jena zeitgleich zur Konferenz ‚Great Transformation‘ stattfinden. Es wird die verschiedenen Veranstaltungen als Mosaikteile einer Zukunftswerkstatt verbinden und Konferenzteilnehmer/innen und die Stadtgesellschaft zusammenführen. Christine Schickert und Gösta Gantner führen in das Programm ein.

Standpunkte

Jenseits des Wachstums und der Geschlechterordnung

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Wie können wir auf dem Weg zu einer Postwachstumsgesellschaft auch tradierte Geschlechterverhältnisse überwinden? Dieser Frage widmet sich Christine Bauhardt in ihrem Workshop auf der ‚Great Transformation‘-Konferenz in Jena. Hier zeichnet sie die inhaltlichen Linien ihres Workshops nach.

Standpunkte

Was macht Demokratien nachhaltig?

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Zwei Forumsdiskussionen mit den Themen „Postfaktische Demokratie“ und „Postwachstumsgesellschaft“ regen auf der Konferenz „Great Transformation“ zum Disput an: Woran krankt die Demokratie? Wie realistisch ist das Ideal der Postwachstumsgesellschaft? Jörg Radtke und Ortwin Renn stellen provokante Fragen in die Runde und erwarten eine lebhafte Diskussion zwischen den eingeladenen Gästen und dem Publikum.

Standpunkte

Verkehr im Kapitalismus – Die Wachstumsspirale

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Wie lässt sich erklären, dass in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen Erfolge in der CO2-Emissionssenkung zu verzeichnen sind, nicht aber im Verkehr? Oliver Schwedes befasst sich mit den Gründen für diese Entwicklung, die trotz Effizienzsteigerungen und technischer Innovationen unabänderlich scheint. Hier stellt er die Grundzüge seines Workshops auf der Konferenz „Great Transformation“ vor.

Standpunkte

Geschützte Bedürfnisse, nachhaltige Teilhabe

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Wie begrenzt man Konsum unter Bedingungen zunehmender Ungleichheit? Soll es um Verzicht gehen oder um Gerechtigkeit, also darum, durch Umverteilung ein zu schützendes Niveau zu gewährleisten und Ressourcenverbrauch oberhalb eines Korridors zu begrenzen? In dem hier von Peter Bartelheimer, Antonietta Di Giulio und Rico Defila vorgestellten Workshop der Konferenz „Great Transformation“ wird es um diese Frage gehen.

Rezensionen

Brauchen Unternehmen Wirtschaftswachstum?

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Mathias Binswanger untersucht in seiner Monographie „Der Wachstumszwang“, warum der Kapitalismus auf Wirtschaftswachstum angewiesen ist. Er liefert darin einen bemerkenswert breiten Überblick über die diskutierten Wachstumszwänge und –treiber. Ein mathematisches Modell, das den Zwang zu Kapitalakkumulation und Wachstum konsistent begründet, steht jedoch weiterhin aus, konstatiert Oliver Richters.

Standpunkte

Unleashing Fantasy for Transformation

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Wir wünschen uns eine andere, eine bessere Gesellschaft. Aber was soll anders sein und wie wird es besser? Können wir Science Fiction als Methode nutzen, um neue Wirklichkeiten auszuloten und Narrative zu entwickeln? Im Rahmen unserer Kooperation mit der Konferenz „Great Transformation“ stellen Jana Gebauer und Corinna Dengler den Workshop „Unleashing Fantasy for Transformation: Mit Ursula K. Le Guin zur Kunst, Gesellschaften zu entwerfen“ vor.

Neues aus der Wissenschaft

Von ostdeutschen Transformationserfahrungen lernen

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Die Erfahrungen und Fähigkeiten, die die Menschen in Ostdeutschland vor, während und nach dem Umbruch von 1989/90 erworben haben, sind für den Degrowth-Diskurs bedeutsam, liefern sie doch wichtige Hinweise für die Gestaltbarkeit von Transformationen. Im Rahmen unserer Kooperation mit der Konferenz „Great Transformation: Die Zukunft moderner Gesellschaften“ geben Jana Gebauer, Gerrit von Jorck und Lilian Pungas hier einen Einblick in den Workshop „Degrowth Enthusiasm and the Eastern Blues: Zur Integration ostdeutscher Transformationserfahrungen in den transformatorischen Postwachstumsdiskurs“, den sie in Jena durchführen werden.

Standpunkte

Wenn Fluggesellschaften für Flugverzicht werben

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Flugreisen sind die klimaschädlichste Art der Fortbewegung – diese Erkenntnis gelangt gerade ins öffentliche Bewusstsein, Stichwort: Flugscham. Eine Fluggesellschaft reagiert darauf, indem sie in einer Kampagne dazu aufruft, weniger zu fliegen. Ist diese Art der Suffizienzkommunikation mehr als nur der Aufbau eines grünen Images? Mit dieser Frage befasst sich Maike Gossen.

Neues aus der Wissenschaft

Im Herbst auf nach Jena

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Was bedeutet Wirtschaftswachstum für die Zukunft moderner Gesellschafen? Wie könnte eine Postwachstumsgesellschaft aussehen? Was trägt die aktuelle soziologische Forschung dazu bei? Aufbauend auf den Ergebnissen des Kollegs „Postwachstumsgesellschaften“ bietet die Konferenz vielfältige Möglichkeit für den Austausch zu verschiedenen Transformationsfeldern. Der Blog Postwachstum wird die Debatten intensiv begleiten.

Standpunkte

Bremen: mit Rot-Grün-Rot zur Wachstumswende?

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Für eine Gesellschaft, die nicht mehr auf Wirtschaftswachstum angewiesen sein möchte, ist neben individuellem und kollektivem Handeln die politische Steuerung von großer Bedeutung. Lene Montanus und Lukas Warning vom Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen beleuchten den neuen rot-grün-roten Koalitionsvertrag des Landes, um zu sehen, ob der Wind in Richtung einer Wachstumswendepolitik weht.

Standpunkte

Phosphor: Das Wachstums-Elixier der Landwirtschaft

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Phosphor ist ein unentbehrlicher Bestandteil jeder Pflanze. Mit künstlichem Dünger wird er in der industrialisierten Landwirtschaft momentan im Übermaß auf die Felder gekippt. Gleichzeitig sind jedoch die Phosphor-Reserven auf der Erde begrenzt. Robert Brungert befasst sich mit der Frage, wie die Folgen von „Peak Phosphor“ abgefedert werden können.

Neues aus der Wissenschaft

Forschungslandschaft Suffizienz: ein Überblick

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Nachhaltige Entwicklung kann nicht allein auf Effizienz- und Konsistenzstrategien beruhen. Es braucht Suffizienzstrategien, dessen sind sich die Wissenschaftler/innen im Forschungsnetzwerk Suffizienz sicher. Daniel Eichhorn, Julia Siedle und Leon Leuser geben einen Überblick über die deutschsprachige Forschungslandschaft zu diesem Thema.

Mitteilungen

Jetzt reicht´s! Mit Suffizienz zum guten Leben

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Welche Auswirkungen hat unserer Lebens- und Wirtschaftsweise auf Mensch und Umwelt? Wie kann es gelingen, nicht länger auf Kosten anderer zu leben? Ein gutes Leben für alle – damit diese Utopie tatsächlich wahr wird, müssen wir unsere derzeitige Art zu leben und zu wirtschaften grundlegend verändern. Wie das klappen kann und wie man sich dafür im Alltag und politisch einsetzen kann, das ist in den neuen Broschüren der BUNDjugend nachzulesen.

Standpunkte

Raus aus der Nische (Teil II)

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Wie lassen sich die Kohleregionen zu Ausgangspunkten der sozial-ökologischen Transformation machen? Dennis Eversberg untersucht in einem zweiten Beitrag, wie eine neu gestaltete Form sozialer Absicherung aussehen könnte und müsste, um die demokratische Transformation des gemeinsamen Wirtschaftens und Lebens gelingen zu lassen.

Standpunkte

Raus aus der Nische (Teil I)

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Zweierlei Nischen gilt es zu verlassen: die Braunkohleregionen müssen neue Praktiken und Strukturen im Sinne einer global verallgemeinerbaren Lebensweise aufbauen und die praktische Umsetzung der Ideen der Degrowth-Bewegung muss über kleinräumige Projekte hinausgehen. Was läge also näher, als die Kohleregionen zu Ausgangspunkten der sozial-ökologischen Transformation zu machen? Dennis Eversberg geht in zwei Beiträgen der Frage nach, wie dies gelingen könnte.

Aktuelle Berichte

Agroforstwirtschaft in Budapest

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Die Nutzung öffentlicher Räume in der Stadt muss neu überdacht werden. Um einen praktischen Beitrag zu dieser Debatte zu liefern, hat die Degrowth-Kooperative Cargonomia im Herzen Budapests einen öffentlichen Waldgarten eröffnet. Paloma de Linares und Vincent Liegey berichten, worauf es bei der Planung eines solchen Projektes ankommt und was die Ziele der Initiative sind.

Mitteilungen

Postwachstum, quo vadis?

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Wie können Gesellschaften gedacht werden, in denen mit weniger Rohstoffverbrauch ein gutes Leben für alle Menschen erreicht wird? In ihrem Buch „Degrowth/Postwachstum zur Einführung“ wagen Andrea Vetter und Matthias Schmelzer erstmals eine systematische Einführung in das dynamische Feld vielfältiger und teils widersprüchlicher Strömungen und Positionen rund um die Schlagworte „Décroissance“, „Degrowth“ oder eben „Postwachstum“.

Mitteilungen

Hans-Christoph-Binswanger-Preis ausgeschrieben

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Das Institut für Wirtschaft und Ökologie (IWÖ) an der Universität St.Gallen, an dem Hans Christoph Binswanger gewirkt hat, vergibt 2019 zum ersten Mal den «Hans-Christoph-Binswanger-Preis». Mit dem Preis sollen Nachwuchswissenschaftler/innen für eine Arbeit auf Gebieten ausgezeichnet werden, die über den Mainstream der VWL hinausragen und in denen Hans Christoph Binswanger wesentliche Impulse geliefert hat.

Mitteilungen

Dem Wachstum entwachsen – MOVE Utopia

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MOVE, das heißt M*iteinander O*ffen V*ertrauensvoll E*manzipatorisch und bringt Menschen aus verschiedenen Bewegungen und Organisationen zusammen, die sich auf eine Welt nach Bedürfnissen und Fähigkeiten zubewegen. Luisa Kleine stellt das Zusammentreffen vor, das dieses Jahr für fünf Tage im Harz stattfinden wird, um Bilder einer zukunftsfähigen Welt zu spinnen und sich darüber auszutauschen, wie eine Welt, die dem Wachstum entwachsen ist, aussehen könnte.

Standpunkte

Kapitalismus beenden – Marktwirtschaft reparieren

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In ihrem Buch „Marktwirtschaft reparieren“ beschreiben Oliver Richters und Andreas Siemoneit Marktwirtschaft als eine freiheitliche, nachhaltige und gerechte Utopie, die erst noch zu realisieren ist – anstelle des derzeitigen Kapitalismus. Die Autoren stellen hier die Thesen und Politikvorschläge ihres Buches vor, mit denen sie statt einer radikalen Neuschöpfung der Ökonomie die wenigen Kernprobleme des aktuellen Systems angehen möchten.

Standpunkte

Hauptsache absolute Reduktion des Umweltverbrauchs

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Was heißt es für die Umweltpolitik, wenn sich bisher nicht sicher sagen lässt, ob eine ausreichende absolute Reduktion des Umweltverbrauchs bei weiterem Wirtschaftswachstum möglich ist? Dirk Arne Heyen plädiert dafür, die Wachstumsdebatte zwar weiter zu führen, sich aber auch auf Ge-meinsamkeiten zu besinnen – insbesondere die absolute Reduktion des Umweltverbrauchs auf ein global nachhaltiges Niveau. Welche Art von Maßnahmen es dazu braucht, benennt er in diesem Artikel.

Standpunkte

Einkommens- & Vermögensgrenzen aus Degrowth-Sicht

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Einkommens- und Vermögensbegrenzungen, bisher vor allem als Instrument diskutiert, das der wachsenden sozialen Ungleichheit entgegenwirken könnte, wurden aus Postwachstumsperspektive bisher kaum tiefergehend untersucht. Max Koch und Hubert Buch-Hansen widmen sich der Frage, ob und wie sie eine geeignete Maßnahme für eine Transformation hin zu einer Postwachstumsgesellschaft sein können.

Standpunkte

Neue Sicht auf gesellschaftlichen Wohlstand

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Im Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung bleiben ökologische und soziale Risiken unsichtbar, kritisieren Kerstin Andreae und Roland Zieschank. Zu diesen blinden Flecken bezieht der Jahreswohlstandsbericht 2019, verfasst von Roland Zieschank und Hans Diefenbacher für die Bundestagsfraktion der Grünen, Stellung. Dem BIP wird darin ein Set aus je zwei ökonomischen, ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Indikatoren an die Seite gestellt und es zeigt sich: die gegenwärtigen Entwicklungen werden zum Risiko.

Mitteilungen

Europa, raus aus der Wachtumsfalle?

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“Europa, es ist Zeit, die Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum zu beenden!”, hieß es in dem öffentlichen Brief, den im Anschluss an die Post-Growth Konferenz in Brüssel im Herbst 2018 zahlreiche Wissenschaftler/innen unterschrieben. Acht Monate später stehen wir kurz vor der nächsten Europawahl und gehen der Frage nach, ob es in Deutschland zur Wahl stehende Parteien gibt, die in ihrem Wahlprogramm das Wirtschaftswachstum als Zweck wirtschaftspolitischen Handelns in Frage stellen oder gar eine Postwachstumsökonomie einführen möchten.

Mitteilungen

Ohne politische Steuerung geht es nicht

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Freitag für Freitag protestiert die junge Generation gegen die Untätigkeit der Erwachsenen – dabei sind inzwischen nicht mehr nur Schüler/innen davon überzeugt, dass dem Kampf gegen den Klimawandel ein höherer Stellenwert eingeräumt werden sollte. Längst begeben sich Menschen abseits der Autobahn „Wirtschaftswachstum“ auf neue Pfade – sie suchen nach Möglichkeiten, Suffizienz zum Leitbild ihres Handelns zu machen. Sie werden jetzt unterstützt, in ihrer individuellen Suche durch die #kaufnix-Kampagne der Deutschen Umweltstiftung und in ihrem gemeinschaftlichen Engagement durch eine Förderung des Projekts No Planet B. Angelika Zahrnt betont, wie wichtig diese Initiativen sind und fordert, dass die Politik ihnen passende Rahmenbedingungen schafft.

Mitteilungen

Call for Courses: Degrowth Summer School

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Die diesjährige Degrowth Summer School, die im August wieder auf dem Klimacamp im Leipziger Land zu Gast sein wird, widmet sich dem Motto „Alle Dörfer bleiben – weltweit“. Dafür werden noch spannende Kurse gesucht, die auf einer kritischen sozial-ökologischen Analyse aufbauen, jedoch einen lösungsorientierten Fokus bieten. Vorschläge können noch bis zum 13. Mai eingereicht werden.

Neues aus der Wissenschaft

Suffizienz in der Mobilität

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Individuelles Konsumverhalten im Bereich der Alltagsmobilität kann auch ohne Aktivitätenverzicht zu deutlichen Treibhausgasreduktionen führen und zudem Gewinne an Lebensqualität bringen. Dies zeigt eine aktuelle Fallstudie mit 32 Erwachsenen. Gezielte Wirtschaftsangebote werden in diesem Bereich benötigt, um noch mehr Suffizienz zu ermöglichen.

Aktuelle Berichte

Suffizienzorientiertes Online-Marketing

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Konsum findet heutzutage zunehmend in digitalen Räumen statt. Stephanie Keilholz und Philipp Stakenborg berichten von einem Workshop, in dessen Rahmen der Frage nachgegangen wurde, wie digitale Räume und Online-Marketing gestaltet werden können, um suffizientes Verhalten zu fördern.

Rezensionen

Wege in die solidarische Lebensweise

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Wie lassen sich solidarische Projekte aus ihrem Nischendasein befreien? Wie müssten sich gesellschaftliche Strukturen ändern, um eine Überwindung der solidarischen Lebensweise zu ermöglichen? In ihrem neuen Buch „Das Gute Leben für alle“ begibt sich das I.L.A. Kollektiv auf die Suche nach Antworten. Claudia van Leeuwen hat das Buch rezensiert.

Mitteilungen

Wie gestalten wir Städte jenseits des Wachstums?

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In der sozial-ökologischen Transformation kommt Städten eine besondere Rolle zu: zum einen als Stätten der Expansion, Akkumulation und Stabilisierung von Wachstumsimperativen – zum anderen als Orte, an denen zukunftsfähige Praxen und gelebte Utopien zum Vorschein kommen. Auf einer Konferenz im Mai in Weimar soll der Horizont von Postwachstumspolitiken für Stadtgesellschaft(en) erweitert werden. Anton Brokow-Loga stellt die Diskussionspunkte vor, die die Konferenz aufgreifen wird.

Standpunkte

Mehr Mut wagen!

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Fridays for Future ist ein Lichtblick in dunklen Zeiten: Schüler*innen, also die Generation, die vom ökologischen Kollaps am meisten betroffen sein wird, verlangen Rechenschaft von denen, die ihnen das antun. Dass Wissenschaftler*innen dies mit ihrer Stellungnahme Sci4Future unterstützen, ist zu begrüßen, findet Joachim Spangenberg. Er kritisiert jedoch die Oberflächlichkeit der Stellungnahme, die die Ursachen für die ökologischen Probleme nicht benennt.

Rezensionen

Postwachstum und gesellschaftliches Wohlbefinden

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Würde sich eine Abkehr vom Wachstumsparadigma automatisch positiv auf das Wohlbefinden der Menschen auswirken? Das bezweifeln Milena Büchs und Max Koch in ihrem Buch „Postgrowth and Wellbeing – Challenges to Sustainable Welfare“ und schlagen Maßnahmen vor, wie sich Verlustängste und politische Instabilität auf dem Weg in eine Postwachstumsgesellschaft abmildern ließen. Manuel Brümmer rezensiert das Buch für den Blog Postwachstum.