Standpunkte

Wenn Fluggesellschaften für Flugverzicht werben

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Flugreisen sind die klimaschädlichste Art der Fortbewegung – diese Erkenntnis gelangt gerade ins öffentliche Bewusstsein, Stichwort: Flugscham. Eine Fluggesellschaft reagiert darauf, indem sie in einer Kampagne dazu aufruft, weniger zu fliegen. Ist diese Art der Suffizienzkommunikation mehr als nur der Aufbau eines grünen Images? Mit dieser Frage befasst sich Maike Gossen.

Neues aus der Wissenschaft

Im Herbst auf nach Jena

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Was bedeutet Wirtschaftswachstum für die Zukunft moderner Gesellschafen? Wie könnte eine Postwachstumsgesellschaft aussehen? Was trägt die aktuelle soziologische Forschung dazu bei? Aufbauend auf den Ergebnissen des Kollegs „Postwachstumsgesellschaften“ bietet die Konferenz vielfältige Möglichkeit für den Austausch zu verschiedenen Transformationsfeldern. Der Blog Postwachstum wird die Debatten intensiv begleiten.

Standpunkte

Bremen: mit Rot-Grün-Rot zur Wachstumswende?

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Für eine Gesellschaft, die nicht mehr auf Wirtschaftswachstum angewiesen sein möchte, ist neben individuellem und kollektivem Handeln die politische Steuerung von großer Bedeutung. Lene Montanus und Lukas Warning vom Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen beleuchten den neuen rot-grün-roten Koalitionsvertrag des Landes, um zu sehen, ob der Wind in Richtung einer Wachstumswendepolitik weht.

Standpunkte

Phosphor: Das Wachstums-Elixier der Landwirtschaft

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Phosphor ist ein unentbehrlicher Bestandteil jeder Pflanze. Mit künstlichem Dünger wird er in der industrialisierten Landwirtschaft momentan im Übermaß auf die Felder gekippt. Gleichzeitig sind jedoch die Phosphor-Reserven auf der Erde begrenzt. Robert Brungert befasst sich mit der Frage, wie die Folgen von „Peak Phosphor“ abgefedert werden können.

Neues aus der Wissenschaft

Forschungslandschaft Suffizienz: ein Überblick

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Nachhaltige Entwicklung kann nicht allein auf Effizienz- und Konsistenzstrategien beruhen. Es braucht Suffizienzstrategien, dessen sind sich die Wissenschaftler/innen im Forschungsnetzwerk Suffizienz sicher. Daniel Eichhorn, Julia Siedle und Leon Leuser geben einen Überblick über die deutschsprachige Forschungslandschaft zu diesem Thema.

Mitteilungen

Jetzt reicht´s! Mit Suffizienz zum guten Leben

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Welche Auswirkungen hat unserer Lebens- und Wirtschaftsweise auf Mensch und Umwelt? Wie kann es gelingen, nicht länger auf Kosten anderer zu leben? Ein gutes Leben für alle – damit diese Utopie tatsächlich wahr wird, müssen wir unsere derzeitige Art zu leben und zu wirtschaften grundlegend verändern. Wie das klappen kann und wie man sich dafür im Alltag und politisch einsetzen kann, das ist in den neuen Broschüren der BUNDjugend nachzulesen.

Standpunkte

Raus aus der Nische (Teil II)

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Wie lassen sich die Kohleregionen zu Ausgangspunkten der sozial-ökologischen Transformation machen? Dennis Eversberg untersucht in einem zweiten Beitrag, wie eine neu gestaltete Form sozialer Absicherung aussehen könnte und müsste, um die demokratische Transformation des gemeinsamen Wirtschaftens und Lebens gelingen zu lassen.

Standpunkte

Raus aus der Nische (Teil I)

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Zweierlei Nischen gilt es zu verlassen: die Braunkohleregionen müssen neue Praktiken und Strukturen im Sinne einer global verallgemeinerbaren Lebensweise aufbauen und die praktische Umsetzung der Ideen der Degrowth-Bewegung muss über kleinräumige Projekte hinausgehen. Was läge also näher, als die Kohleregionen zu Ausgangspunkten der sozial-ökologischen Transformation zu machen? Dennis Eversberg geht in zwei Beiträgen der Frage nach, wie dies gelingen könnte.

Aktuelle Berichte

Agroforstwirtschaft in Budapest

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Die Nutzung öffentlicher Räume in der Stadt muss neu überdacht werden. Um einen praktischen Beitrag zu dieser Debatte zu liefern, hat die Degrowth-Kooperative Cargonomia im Herzen Budapests einen öffentlichen Waldgarten eröffnet. Paloma de Linares und Vincent Liegey berichten, worauf es bei der Planung eines solchen Projektes ankommt und was die Ziele der Initiative sind.

Mitteilungen

Postwachstum, quo vadis?

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Wie können Gesellschaften gedacht werden, in denen mit weniger Rohstoffverbrauch ein gutes Leben für alle Menschen erreicht wird? In ihrem Buch „Degrowth/Postwachstum zur Einführung“ wagen Andrea Vetter und Matthias Schmelzer erstmals eine systematische Einführung in das dynamische Feld vielfältiger und teils widersprüchlicher Strömungen und Positionen rund um die Schlagworte „Décroissance“, „Degrowth“ oder eben „Postwachstum“.

Mitteilungen

Hans-Christoph-Binswanger-Preis ausgeschrieben

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Das Institut für Wirtschaft und Ökologie (IWÖ) an der Universität St.Gallen, an dem Hans Christoph Binswanger gewirkt hat, vergibt 2019 zum ersten Mal den «Hans-Christoph-Binswanger-Preis». Mit dem Preis sollen Nachwuchswissenschaftler/innen für eine Arbeit auf Gebieten ausgezeichnet werden, die über den Mainstream der VWL hinausragen und in denen Hans Christoph Binswanger wesentliche Impulse geliefert hat.

Mitteilungen

Dem Wachstum entwachsen – MOVE Utopia

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MOVE, das heißt M*iteinander O*ffen V*ertrauensvoll E*manzipatorisch und bringt Menschen aus verschiedenen Bewegungen und Organisationen zusammen, die sich auf eine Welt nach Bedürfnissen und Fähigkeiten zubewegen. Luisa Kleine stellt das Zusammentreffen vor, das dieses Jahr für fünf Tage im Harz stattfinden wird, um Bilder einer zukunftsfähigen Welt zu spinnen und sich darüber auszutauschen, wie eine Welt, die dem Wachstum entwachsen ist, aussehen könnte.

Standpunkte

Kapitalismus beenden – Marktwirtschaft reparieren

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In ihrem Buch „Marktwirtschaft reparieren“ beschreiben Oliver Richters und Andreas Siemoneit Marktwirtschaft als eine freiheitliche, nachhaltige und gerechte Utopie, die erst noch zu realisieren ist – anstelle des derzeitigen Kapitalismus. Die Autoren stellen hier die Thesen und Politikvorschläge ihres Buches vor, mit denen sie statt einer radikalen Neuschöpfung der Ökonomie die wenigen Kernprobleme des aktuellen Systems angehen möchten.

Standpunkte

Hauptsache absolute Reduktion des Umweltverbrauchs

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Was heißt es für die Umweltpolitik, wenn sich bisher nicht sicher sagen lässt, ob eine ausreichende absolute Reduktion des Umweltverbrauchs bei weiterem Wirtschaftswachstum möglich ist? Dirk Arne Heyen plädiert dafür, die Wachstumsdebatte zwar weiter zu führen, sich aber auch auf Ge-meinsamkeiten zu besinnen – insbesondere die absolute Reduktion des Umweltverbrauchs auf ein global nachhaltiges Niveau. Welche Art von Maßnahmen es dazu braucht, benennt er in diesem Artikel.

Standpunkte

Einkommens- & Vermögensgrenzen aus Degrowth-Sicht

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Einkommens- und Vermögensbegrenzungen, bisher vor allem als Instrument diskutiert, das der wachsenden sozialen Ungleichheit entgegenwirken könnte, wurden aus Postwachstumsperspektive bisher kaum tiefergehend untersucht. Max Koch und Hubert Buch-Hansen widmen sich der Frage, ob und wie sie eine geeignete Maßnahme für eine Transformation hin zu einer Postwachstumsgesellschaft sein können.

Standpunkte

Neue Sicht auf gesellschaftlichen Wohlstand

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Im Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung bleiben ökologische und soziale Risiken unsichtbar, kritisieren Kerstin Andreae und Roland Zieschank. Zu diesen blinden Flecken bezieht der Jahreswohlstandsbericht 2019, verfasst von Roland Zieschank und Hans Diefenbacher für die Bundestagsfraktion der Grünen, Stellung. Dem BIP wird darin ein Set aus je zwei ökonomischen, ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Indikatoren an die Seite gestellt und es zeigt sich: die gegenwärtigen Entwicklungen werden zum Risiko.

Mitteilungen

Europa, raus aus der Wachtumsfalle?

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“Europa, es ist Zeit, die Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum zu beenden!”, hieß es in dem öffentlichen Brief, den im Anschluss an die Post-Growth Konferenz in Brüssel im Herbst 2018 zahlreiche Wissenschaftler/innen unterschrieben. Acht Monate später stehen wir kurz vor der nächsten Europawahl und gehen der Frage nach, ob es in Deutschland zur Wahl stehende Parteien gibt, die in ihrem Wahlprogramm das Wirtschaftswachstum als Zweck wirtschaftspolitischen Handelns in Frage stellen oder gar eine Postwachstumsökonomie einführen möchten.

Mitteilungen

Ohne politische Steuerung geht es nicht

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Freitag für Freitag protestiert die junge Generation gegen die Untätigkeit der Erwachsenen – dabei sind inzwischen nicht mehr nur Schüler/innen davon überzeugt, dass dem Kampf gegen den Klimawandel ein höherer Stellenwert eingeräumt werden sollte. Längst begeben sich Menschen abseits der Autobahn „Wirtschaftswachstum“ auf neue Pfade – sie suchen nach Möglichkeiten, Suffizienz zum Leitbild ihres Handelns zu machen. Sie werden jetzt unterstützt, in ihrer individuellen Suche durch die #kaufnix-Kampagne der Deutschen Umweltstiftung und in ihrem gemeinschaftlichen Engagement durch eine Förderung des Projekts No Planet B. Angelika Zahrnt betont, wie wichtig diese Initiativen sind und fordert, dass die Politik ihnen passende Rahmenbedingungen schafft.

Mitteilungen

Call for Courses: Degrowth Summer School

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Die diesjährige Degrowth Summer School, die im August wieder auf dem Klimacamp im Leipziger Land zu Gast sein wird, widmet sich dem Motto „Alle Dörfer bleiben – weltweit“. Dafür werden noch spannende Kurse gesucht, die auf einer kritischen sozial-ökologischen Analyse aufbauen, jedoch einen lösungsorientierten Fokus bieten. Vorschläge können noch bis zum 13. Mai eingereicht werden.

Neues aus der Wissenschaft

Suffizienz in der Mobilität

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Individuelles Konsumverhalten im Bereich der Alltagsmobilität kann auch ohne Aktivitätenverzicht zu deutlichen Treibhausgasreduktionen führen und zudem Gewinne an Lebensqualität bringen. Dies zeigt eine aktuelle Fallstudie mit 32 Erwachsenen. Gezielte Wirtschaftsangebote werden in diesem Bereich benötigt, um noch mehr Suffizienz zu ermöglichen.

Aktuelle Berichte

Suffizienzorientiertes Online-Marketing

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Konsum findet heutzutage zunehmend in digitalen Räumen statt. Stephanie Keilholz und Philipp Stakenborg berichten von einem Workshop, in dessen Rahmen der Frage nachgegangen wurde, wie digitale Räume und Online-Marketing gestaltet werden können, um suffizientes Verhalten zu fördern.

Rezensionen

Wege in die solidarische Lebensweise

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Wie lassen sich solidarische Projekte aus ihrem Nischendasein befreien? Wie müssten sich gesellschaftliche Strukturen ändern, um eine Überwindung der solidarischen Lebensweise zu ermöglichen? In ihrem neuen Buch „Das Gute Leben für alle“ begibt sich das I.L.A. Kollektiv auf die Suche nach Antworten. Claudia van Leeuwen hat das Buch rezensiert.

Mitteilungen

Wie gestalten wir Städte jenseits des Wachstums?

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In der sozial-ökologischen Transformation kommt Städten eine besondere Rolle zu: zum einen als Stätten der Expansion, Akkumulation und Stabilisierung von Wachstumsimperativen – zum anderen als Orte, an denen zukunftsfähige Praxen und gelebte Utopien zum Vorschein kommen. Auf einer Konferenz im Mai in Weimar soll der Horizont von Postwachstumspolitiken für Stadtgesellschaft(en) erweitert werden. Anton Brokow-Loga stellt die Diskussionspunkte vor, die die Konferenz aufgreifen wird.

Standpunkte

Mehr Mut wagen!

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Fridays for Future ist ein Lichtblick in dunklen Zeiten: Schüler*innen, also die Generation, die vom ökologischen Kollaps am meisten betroffen sein wird, verlangen Rechenschaft von denen, die ihnen das antun. Dass Wissenschaftler*innen dies mit ihrer Stellungnahme Sci4Future unterstützen, ist zu begrüßen, findet Joachim Spangenberg. Er kritisiert jedoch die Oberflächlichkeit der Stellungnahme, die die Ursachen für die ökologischen Probleme nicht benennt.

Rezensionen

Postwachstum und gesellschaftliches Wohlbefinden

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Würde sich eine Abkehr vom Wachstumsparadigma automatisch positiv auf das Wohlbefinden der Menschen auswirken? Das bezweifeln Milena Büchs und Max Koch in ihrem Buch „Postgrowth and Wellbeing – Challenges to Sustainable Welfare“ und schlagen Maßnahmen vor, wie sich Verlustängste und politische Instabilität auf dem Weg in eine Postwachstumsgesellschaft abmildern ließen. Manuel Brümmer rezensiert das Buch für den Blog Postwachstum.

Mitteilungen

Gutes Leben für alle – Global Degrowth Day!

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Wie wäre es, wenn an einem Tag weltweit Menschen, lokale Gruppen und Bewegungen Veranstaltungen im Sinne des „guten Lebens für alle“ in ihrem Umfeld machen? Wenn dadurch praktische Ansätze für eine Welt jenseits des Wachstums bekannter und sichtbarer werden? Und wenn durch dadurch deutlich wird, dass ein fürsorgliches und selbstbestimmtes Miteinander auch heute schon möglich ist? Genau das soll am 1. Juni 2019, dem Global Degrowth Day, passieren.

Neues aus der Wissenschaft

Vorsorge und Postwachstum: die Debatte geht weiter

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Verschiedene kontroverse Fragen stehen im Fokus des Schwerpunkthemas „Vorsorge und Postwachstum“ der aktuellen Ausgaben der Zeitschrift ÖkologischesWirtschaften. Mit Beiträgen an der Diskussion beteiligt haben sich u. a. Irmi Seidl, Angelika Zahrnt, Tim Jackson, Christoph M. Schmidt, Konrad Ott, Frederike Neuber, Kora Kristof und Reinhard Loske.

Standpunkte

Gefährliches Werben: Wachstumskritik von Rechts

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Wachstumskritiker*innen wird häufig vorgeworfen, ihre Argumente seien offen für eine Vereinnahmung durch nationalistische und völkisch-rassistische Akteure. Dennis Eversberg beleuchtet, inwieweit dieser Vorwurf gerechtfertigt ist und wie solchen Vereinnahmungsversuchen entgegengewirkt werden sollte.

Standpunkte

Strategiereflexion: Mitschwimmen oder untergehen?

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Die Sharing Economy hat es vorgemacht: angedacht als ressourcensparende und solidarische Wirtschaftsweise, lanciert sie nun mit Unternehmen wie Uber oder AirBnB auch als Erfolgsmodell des sogenannten Plattform-Kapitalismus. Dorothea Schoppek befasst sich mit der Frage, mithilfe welcher Strategien die Degrowth-Bewegung eine diskursive Vereinnahmung verhindern und dabei trotzdem anschlussfähig bleiben kann.

Standpunkte

Männlichkeit – ein Thema der Degrowth-Bewegung?

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Das Thema Männlichkeit spielt in den Debatten der Degrowth-Bewegung bisher kaum eine Rolle, obwohl die Geschlechterforschung gezeigt hat, wie im Kapitalismus die Idee eines implizit männlichen Subjektes entsteht, das durch eine Wachstums- und Leistungsorientierung charakterisiert ist. Andreas Heilmann und Sylka Scholz zeigen auf, wie der Aspekt Männlichkeit, eingebunden in einer Theorie der Geschlechterverhältnisse, in die Analyse kapitalistischer Wachstumsgesellschaften einbezogen werden kann und welche Erkenntnisse und auch Bündnisse dadurch zu gewinnen sind.

Standpunkte

Zehn Jahre Degrowth: Potenziale und Hürden

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Bereits seit 10 Jahren bringt das Konzept von Postwachstum und die sich darum formierende Degrowth-Bewegung Wind in die deutsche Bewegungslandschaft, hat zahlreiche Diskussionen entfacht und regen Austausch initiiert. In diesem Artikel fragen Ulrich Brand und Mathias Krams, wie sich das Konzept seither bewährt hat, wo Hürden und Potentiale liegen und welche Konsequenzen sich daraus für die kommenden Jahre ableiten lassen.

Standpunkte

Priorität für Wachstum oder Klimaschutz?

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Im Herbst 2018 wurde der IPCC-Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung veröffentlicht. Die darin modellierten Klimaszenarien beruhen auf fünf sozioökonomischen Entwicklungsszenarien – von denen alle weiteres, weltweites Wirtschaftswachstum bis 2100 voraussetzen. Angelika Zahrnt begründet, warum diese Annahmen in ein Dilemma führen und die Auseinandersetzung mit dem Wachstumsparadigma unumgänglich ist.

Standpunkte

Entwachstum: Zehn Jahre Degrowth

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Der Begriff „Degrowth“ hat in den letzten zehn Jahren eine erstaunliche Karriere erlebt. Im Schwerpunktheft zu „Degrowth“ des Forschungsjournals Soziale Bewegungen wird erörtert, wie der Stand der Diskussion und der Aktivitäten nach zehn Jahren aus bewegungspolitischer Perspektive einzuschätzen ist. Matthias Schmelzer, Dennis Eversberg und Gabriele Schmidt führen in eine Artikel-Reihe ein, in der einige dieser Diskussionen wiedergegeben werden.

Mitteilungen

Wettbewerb: „Planung ohne Wachstum“

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Wie können innovative Ansätze der Stadt- und Regionalentwicklung bzw. -planung aussehen, die zu einer Postwachstumsgesellschaft beitragen? Wie kann eine Zukunftsvision 2050 für eine Postwachstumsstadt oder für eine Postwachstumsregion aussehen? Der Förderpreis für Raum- und Umweltforschung ist in diesem Jahr zum Thema „Raumentwicklung und Postwachstum“ ausgeschrieben. Arbeiten können noch bis 15. März eingereicht werden.

Standpunkte

Vom Zero Waste Lifestyle zur müllfreien Zukunft?

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Bilder von vermüllten Stränden und Berichte über Mikroplastik in Meeresfischen zeigen Wirkung. Immer mehr Menschen hinterfragen die moderne Wegwerfgesellschaft und suchen nach Alternativen. Lukas Sattlegger und Luca Raschewski bewerten das transformative Potential der Zero Waste Bewegung und verdeutlichen die Herausforderungen von Müllvermeidung auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.

Standpunkte

Mit Postwachstum zur Verkehrswende?

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In den letzten Jahrzehnten hat das Wachstum des Verkehrs stärker zugenommen als das des BIPs. Zudem zeigt das Reporting zu den deutschen Klimazielen, dass der Verkehrssektor am wenigsten eine Entkopplung von Wachstum und CO2-Emissionen aufweisen kann. Tobias Haas stellt einführende Überlegungen vor, wie Postwachstumsperspektiven die Debatte um eine Verkehrswende bereichern können.

Standpunkte

Bildung jenseits des Wachstumspfades

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Katharina Dutz und Niko Paech kritisieren, dass innerhalb einer am Wachstum ausgerichteten Gesellschaft jene basalen Fähigkeiten verdrängt werden, die eine suffiziente und an moderner Subsistenz orientierte Lebensführung ermöglichen. Die Autor/innen befassen sich mit der Frage, wie Bildung und das Wachstumsparadigma zusammenhängen und was eine Bildung für nachhaltige Entwicklung für eine Postwachstumsökonomie vermitteln sollte.

Standpunkte

Ein lyrischer Jahresabschluss

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Ein für die Postwachstumsbewegung ereignis- und debattenreiches Jahr liegt bald hinter uns. Um es auf eine schöne Art verklingen zu lassen, hat Mathias Effenberger in diesem Beitrag Suffizienz und Lyrik in einem Gedicht zusammgebracht. Damit möchten wir unseren Leser/innen und Autor/innen eine schöne Weihnachtszeit wünschen und freuen uns darauf, mit Ihnen gemeinsam im neuen Jahr auch neue Wege des gesellschaftlichen Wandels zu erkunden.

Standpunkte

Rohstoffpolitik 2.0

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Christian Hermani stellt die Broschüre Rohstoffpolitik 2.0 vor. Diese bildet den Abschluss des gleichnamigen DNR-Projektes und ist als Aufruf zu verstehen, die stoffliche Basis unseres Wirtschaftens stärker in den Blick zu nehmen und politisch mutiger zu gestalten. Das Ziel: eine umwelt- und klimagerechte Ressourcennutzung. Neben Themen wie Tiefseebergbau und konkreten Instrumenten werden auch grundlegende Fragen nach dem Zusammenhang von Effizienz, Wachstum und Ressourcenverbrauch behandelt.

Standpunkte

Raus aus der Wachstumsgesellschaft?

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Eine neue Studie der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“ der Deutschen Bischofskonferenz untersucht die Rolle von Wirtschaftswachstum für die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung. Die Autor/innen bewerten dabei Wirtschaftswachstum hinsichtlich seiner Folgen für die Erfüllung lebensdienlicher Ziele und plädieren für eine Kombination von politischen Effizienz- und Suffizienz-Maßnahmen.

Standpunkte

Ein Netzwerk für den sozial-ökologischen Wandel

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Im Wandlungsprozess hin zu einer Postwachstumsgesellschaft nehmen Gemeinschaftlichkeit und Vernetzung eine Schlüsselrolle ein. Benedikt Schmid hat Dennis Hack interviewt, der zusammen mit seinem Team mit „Human Connection“ ein nicht kommerzielles Online-Netzwerk erschaffen möchte, auf dem sich alle Interaktionen am Gemeinwohl und an den Menschenrechten orientieren und das dadurch zur sozial-ökologischen Transformation beitragen soll.

Mitteilungen

Postwachstum als Chance für die EU

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In dem Paper „Post-growth thinking as a resource for a European union of sustainability“ argumentiert Reinhard Loske, dass eine Postwachstumsorientierung der Europäischen Union neue Stabilität verleihen könnte. Er begründet dies nicht nur mit der Notwendigkeit einer Nachhaltigkeitstransformation, sondern auch mit den sowieso bereits schrumpfenden Wachstumsraten innerhalb der EU.

Neues aus der Wissenschaft

Gefährdet Wachstum die Demokratie?

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Würde Demokratie in einer Welt ohne Wachstum funktionieren? Oder brauchen Demokratien Wirtschaftswachstum? Anselm Vogler und Erik Fritzsche stellen eine Studie vor, in der sie dieser Frage nachgegangen sind und begründen, warum ‚Legitimität‘ eine Schlüsselkategorie für die Demokratie einer Postwachstumsgesellschaft ist.

Rezensionen

Mit vereinten Kräften für ein gutes Leben

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In ihrem Buch „Radikale Alternativen. Warum man den Kapitalismus nur mit vereinten Kräften überwinden kann“ beleuchten Alberto Acosta und Ulrich Brand die multiple Krise des Kapitalismus und zeigen auf, wie diese durch eine Transformation ohne Masterplan und mit Engagement aus dem globalen Norden und Süden überwunden werden kann. Claudia van Leeuwen hat das Buch für den Blog Postwachstum rezensiert.

Standpunkte

2030 Watch: Wächst Nachhaltigkeit trotz Wachstum?

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Für die Umsetzung der Agenda 2030 bedarf es komplexer Informationen zur Beschreibung der Welt. Oft beruhen diese Daten aber auf dem derzeitigen Wachstumsparadigma. Dies kann Fehlannahmen verursachen. Dieser Widerspruch muss überwunden und die Debatte für die Gesellschaft zugänglicher gestaltet werden, fordert Saadya Windauer vom Projekt 2030Watch.

Aktuelle Berichte

Wachstumsunabhängig in die Zukunft

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Auf der Tagung „Herausforderung Wachstumsunabhängigkeit“ diskutierten am Montag in Berlin über 150 Akteure aus verschiedenen Politikressorts, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft darüber, wie unsere Gesellschaft widerstandsfähiger werden kann – gegen die Folgen von Konflikten und Krisen, aber auch gegen Schwankungen von Märkten.

Mitteilungen

Call for Papers: Transformation und Postwachstum

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Im September 2019 wird die Abschlusskonferenz der DFG-Kollegforscher_innengruppe „Landnahme, Beschleunigung, Aktivierung. Dynamik und (De-)Stabilisierung moderner Wachstumsgesellschaften“ stattfinden. Aktuell können Veranstaltungskonzepte zu den Themenkomplexen „Felder der Transformation“ und „Konturen von Postwachstumsgesellschaften“ eingereicht werden.

Neues aus der Wissenschaft

Politischen Stillstand überwinden

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Wissenschaftler/innen des IÖW, RWI und Wuppertal Instituts präsentieren in der UBA-Studie mit der „vorsorgeorientierten Postwachstumsposition“ einen neuen Konsensvorschlag zum Streitpunkt „Wachstum“ in der Nachhaltigkeitsdebatte.