Standpunkte

Kapitalismus beenden – Marktwirtschaft reparieren

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In ihrem Buch „Marktwirtschaft reparieren“ beschreiben Oliver Richters und Andreas Siemoneit Marktwirtschaft als eine freiheitliche, nachhaltige und gerechte Utopie, die erst noch zu realisieren ist – anstelle des derzeitigen Kapitalismus. Die Autoren stellen hier die Thesen und Politikvorschläge ihres Buches vor, mit denen sie statt einer radikalen Neuschöpfung der Ökonomie die wenigen Kernprobleme des aktuellen Systems angehen möchten.

Standpunkte

Hauptsache absolute Reduktion des Umweltverbrauchs

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Was heißt es für die Umweltpolitik, wenn sich bisher nicht sicher sagen lässt, ob eine ausreichende absolute Reduktion des Umweltverbrauchs bei weiterem Wirtschaftswachstum möglich ist? Dirk Arne Heyen plädiert dafür, die Wachstumsdebatte zwar weiter zu führen, sich aber auch auf Ge-meinsamkeiten zu besinnen – insbesondere die absolute Reduktion des Umweltverbrauchs auf ein global nachhaltiges Niveau. Welche Art von Maßnahmen es dazu braucht, benennt er in diesem Artikel.

Standpunkte

Einkommens- & Vermögensgrenzen aus Degrowth-Sicht

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Einkommens- und Vermögensbegrenzungen, bisher vor allem als Instrument diskutiert, das der wachsenden sozialen Ungleichheit entgegenwirken könnte, wurden aus Postwachstumsperspektive bisher kaum tiefergehend untersucht. Max Koch und Hubert Buch-Hansen widmen sich der Frage, ob und wie sie eine geeignete Maßnahme für eine Transformation hin zu einer Postwachstumsgesellschaft sein können.

Standpunkte

Neue Sicht auf gesellschaftlichen Wohlstand

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Im Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung bleiben ökologische und soziale Risiken unsichtbar, kritisieren Kerstin Andreae und Roland Zieschank. Zu diesen blinden Flecken bezieht der Jahreswohlstandsbericht 2019, verfasst von Roland Zieschank und Hans Diefenbacher für die Bundestagsfraktion der Grünen, Stellung. Dem BIP wird darin ein Set aus je zwei ökonomischen, ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Indikatoren an die Seite gestellt und es zeigt sich: die gegenwärtigen Entwicklungen werden zum Risiko.

Mitteilungen

Europa, raus aus der Wachtumsfalle?

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“Europa, es ist Zeit, die Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum zu beenden!”, hieß es in dem öffentlichen Brief, den im Anschluss an die Post-Growth Konferenz in Brüssel im Herbst 2018 zahlreiche Wissenschaftler/innen unterschrieben. Acht Monate später stehen wir kurz vor der nächsten Europawahl und gehen der Frage nach, ob es in Deutschland zur Wahl stehende Parteien gibt, die in ihrem Wahlprogramm das Wirtschaftswachstum als Zweck wirtschaftspolitischen Handelns in Frage stellen oder gar eine Postwachstumsökonomie einführen möchten.

Mitteilungen

Ohne politische Steuerung geht es nicht

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Freitag für Freitag protestiert die junge Generation gegen die Untätigkeit der Erwachsenen – dabei sind inzwischen nicht mehr nur Schüler/innen davon überzeugt, dass dem Kampf gegen den Klimawandel ein höherer Stellenwert eingeräumt werden sollte. Längst begeben sich Menschen abseits der Autobahn „Wirtschaftswachstum“ auf neue Pfade – sie suchen nach Möglichkeiten, Suffizienz zum Leitbild ihres Handelns zu machen. Sie werden jetzt unterstützt, in ihrer individuellen Suche durch die #kaufnix-Kampagne der Deutschen Umweltstiftung und in ihrem gemeinschaftlichen Engagement durch eine Förderung des Projekts No Planet B. Angelika Zahrnt betont, wie wichtig diese Initiativen sind und fordert, dass die Politik ihnen passende Rahmenbedingungen schafft.

Mitteilungen

Call for Courses: Degrowth Summer School

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Die diesjährige Degrowth Summer School, die im August wieder auf dem Klimacamp im Leipziger Land zu Gast sein wird, widmet sich dem Motto „Alle Dörfer bleiben – weltweit“. Dafür werden noch spannende Kurse gesucht, die auf einer kritischen sozial-ökologischen Analyse aufbauen, jedoch einen lösungsorientierten Fokus bieten. Vorschläge können noch bis zum 13. Mai eingereicht werden.

Neues aus der Wissenschaft

Suffizienz in der Mobilität

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Individuelles Konsumverhalten im Bereich der Alltagsmobilität kann auch ohne Aktivitätenverzicht zu deutlichen Treibhausgasreduktionen führen und zudem Gewinne an Lebensqualität bringen. Dies zeigt eine aktuelle Fallstudie mit 32 Erwachsenen. Gezielte Wirtschaftsangebote werden in diesem Bereich benötigt, um noch mehr Suffizienz zu ermöglichen.

Aktuelle Berichte

Suffizienzorientiertes Online-Marketing

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Konsum findet heutzutage zunehmend in digitalen Räumen statt. Stephanie Keilholz und Philipp Stakenborg berichten von einem Workshop, in dessen Rahmen der Frage nachgegangen wurde, wie digitale Räume und Online-Marketing gestaltet werden können, um suffizientes Verhalten zu fördern.

Rezensionen

Wege in die solidarische Lebensweise

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Wie lassen sich solidarische Projekte aus ihrem Nischendasein befreien? Wie müssten sich gesellschaftliche Strukturen ändern, um eine Überwindung der solidarischen Lebensweise zu ermöglichen? In ihrem neuen Buch „Das Gute Leben für alle“ begibt sich das I.L.A. Kollektiv auf die Suche nach Antworten. Claudia van Leeuwen hat das Buch rezensiert.

Mitteilungen

Wie gestalten wir Städte jenseits des Wachstums?

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In der sozial-ökologischen Transformation kommt Städten eine besondere Rolle zu: zum einen als Stätten der Expansion, Akkumulation und Stabilisierung von Wachstumsimperativen – zum anderen als Orte, an denen zukunftsfähige Praxen und gelebte Utopien zum Vorschein kommen. Auf einer Konferenz im Mai in Weimar soll der Horizont von Postwachstumspolitiken für Stadtgesellschaft(en) erweitert werden. Anton Brokow-Loga stellt die Diskussionspunkte vor, die die Konferenz aufgreifen wird.

Standpunkte

Mehr Mut wagen!

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Fridays for Future ist ein Lichtblick in dunklen Zeiten: Schüler*innen, also die Generation, die vom ökologischen Kollaps am meisten betroffen sein wird, verlangen Rechenschaft von denen, die ihnen das antun. Dass Wissenschaftler*innen dies mit ihrer Stellungnahme Sci4Future unterstützen, ist zu begrüßen, findet Joachim Spangenberg. Er kritisiert jedoch die Oberflächlichkeit der Stellungnahme, die die Ursachen für die ökologischen Probleme nicht benennt.

Rezensionen

Postwachstum und gesellschaftliches Wohlbefinden

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Würde sich eine Abkehr vom Wachstumsparadigma automatisch positiv auf das Wohlbefinden der Menschen auswirken? Das bezweifeln Milena Büchs und Max Koch in ihrem Buch „Postgrowth and Wellbeing – Challenges to Sustainable Welfare“ und schlagen Maßnahmen vor, wie sich Verlustängste und politische Instabilität auf dem Weg in eine Postwachstumsgesellschaft abmildern ließen. Manuel Brümmer rezensiert das Buch für den Blog Postwachstum.

Mitteilungen

Gutes Leben für alle – Global Degrowth Day!

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Wie wäre es, wenn an einem Tag weltweit Menschen, lokale Gruppen und Bewegungen Veranstaltungen im Sinne des „guten Lebens für alle“ in ihrem Umfeld machen? Wenn dadurch praktische Ansätze für eine Welt jenseits des Wachstums bekannter und sichtbarer werden? Und wenn durch dadurch deutlich wird, dass ein fürsorgliches und selbstbestimmtes Miteinander auch heute schon möglich ist? Genau das soll am 1. Juni 2019, dem Global Degrowth Day, passieren.

Neues aus der Wissenschaft

Vorsorge und Postwachstum: die Debatte geht weiter

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Verschiedene kontroverse Fragen stehen im Fokus des Schwerpunkthemas „Vorsorge und Postwachstum“ der aktuellen Ausgaben der Zeitschrift ÖkologischesWirtschaften. Mit Beiträgen an der Diskussion beteiligt haben sich u. a. Irmi Seidl, Angelika Zahrnt, Tim Jackson, Christoph M. Schmidt, Konrad Ott, Frederike Neuber, Kora Kristof und Reinhard Loske.

Standpunkte

Gefährliches Werben: Wachstumskritik von Rechts

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Wachstumskritiker*innen wird häufig vorgeworfen, ihre Argumente seien offen für eine Vereinnahmung durch nationalistische und völkisch-rassistische Akteure. Dennis Eversberg beleuchtet, inwieweit dieser Vorwurf gerechtfertigt ist und wie solchen Vereinnahmungsversuchen entgegengewirkt werden sollte.

Standpunkte

Strategiereflexion: Mitschwimmen oder untergehen?

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Die Sharing Economy hat es vorgemacht: angedacht als ressourcensparende und solidarische Wirtschaftsweise, lanciert sie nun mit Unternehmen wie Uber oder AirBnB auch als Erfolgsmodell des sogenannten Plattform-Kapitalismus. Dorothea Schoppek befasst sich mit der Frage, mithilfe welcher Strategien die Degrowth-Bewegung eine diskursive Vereinnahmung verhindern und dabei trotzdem anschlussfähig bleiben kann.

Standpunkte

Männlichkeit – ein Thema der Degrowth-Bewegung?

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Das Thema Männlichkeit spielt in den Debatten der Degrowth-Bewegung bisher kaum eine Rolle, obwohl die Geschlechterforschung gezeigt hat, wie im Kapitalismus die Idee eines implizit männlichen Subjektes entsteht, das durch eine Wachstums- und Leistungsorientierung charakterisiert ist. Andreas Heilmann und Sylka Scholz zeigen auf, wie der Aspekt Männlichkeit, eingebunden in einer Theorie der Geschlechterverhältnisse, in die Analyse kapitalistischer Wachstumsgesellschaften einbezogen werden kann und welche Erkenntnisse und auch Bündnisse dadurch zu gewinnen sind.

Standpunkte

Zehn Jahre Degrowth: Potenziale und Hürden

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Bereits seit 10 Jahren bringt das Konzept von Postwachstum und die sich darum formierende Degrowth-Bewegung Wind in die deutsche Bewegungslandschaft, hat zahlreiche Diskussionen entfacht und regen Austausch initiiert. In diesem Artikel fragen Ulrich Brand und Mathias Krams, wie sich das Konzept seither bewährt hat, wo Hürden und Potentiale liegen und welche Konsequenzen sich daraus für die kommenden Jahre ableiten lassen.

Standpunkte

Priorität für Wachstum oder Klimaschutz?

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Im Herbst 2018 wurde der IPCC-Sonderbericht über 1,5 °C globale Erwärmung veröffentlicht. Die darin modellierten Klimaszenarien beruhen auf fünf sozioökonomischen Entwicklungsszenarien – von denen alle weiteres, weltweites Wirtschaftswachstum bis 2100 voraussetzen. Angelika Zahrnt begründet, warum diese Annahmen in ein Dilemma führen und die Auseinandersetzung mit dem Wachstumsparadigma unumgänglich ist.

Standpunkte

Entwachstum: Zehn Jahre Degrowth

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Der Begriff „Degrowth“ hat in den letzten zehn Jahren eine erstaunliche Karriere erlebt. Im Schwerpunktheft zu „Degrowth“ des Forschungsjournals Soziale Bewegungen wird erörtert, wie der Stand der Diskussion und der Aktivitäten nach zehn Jahren aus bewegungspolitischer Perspektive einzuschätzen ist. Matthias Schmelzer, Dennis Eversberg und Gabriele Schmidt führen in eine Artikel-Reihe ein, in der einige dieser Diskussionen wiedergegeben werden.

Mitteilungen

Wettbewerb: „Planung ohne Wachstum“

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Wie können innovative Ansätze der Stadt- und Regionalentwicklung bzw. -planung aussehen, die zu einer Postwachstumsgesellschaft beitragen? Wie kann eine Zukunftsvision 2050 für eine Postwachstumsstadt oder für eine Postwachstumsregion aussehen? Der Förderpreis für Raum- und Umweltforschung ist in diesem Jahr zum Thema „Raumentwicklung und Postwachstum“ ausgeschrieben. Arbeiten können noch bis 15. März eingereicht werden.

Standpunkte

Vom Zero Waste Lifestyle zur müllfreien Zukunft?

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Bilder von vermüllten Stränden und Berichte über Mikroplastik in Meeresfischen zeigen Wirkung. Immer mehr Menschen hinterfragen die moderne Wegwerfgesellschaft und suchen nach Alternativen. Lukas Sattlegger und Luca Raschewski bewerten das transformative Potential der Zero Waste Bewegung und verdeutlichen die Herausforderungen von Müllvermeidung auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.

Standpunkte

Mit Postwachstum zur Verkehrswende?

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In den letzten Jahrzehnten hat das Wachstum des Verkehrs stärker zugenommen als das des BIPs. Zudem zeigt das Reporting zu den deutschen Klimazielen, dass der Verkehrssektor am wenigsten eine Entkopplung von Wachstum und CO2-Emissionen aufweisen kann. Tobias Haas stellt einführende Überlegungen vor, wie Postwachstumsperspektiven die Debatte um eine Verkehrswende bereichern können.

Standpunkte

Bildung jenseits des Wachstumspfades

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Katharina Dutz und Niko Paech kritisieren, dass innerhalb einer am Wachstum ausgerichteten Gesellschaft jene basalen Fähigkeiten verdrängt werden, die eine suffiziente und an moderner Subsistenz orientierte Lebensführung ermöglichen. Die Autor/innen befassen sich mit der Frage, wie Bildung und das Wachstumsparadigma zusammenhängen und was eine Bildung für nachhaltige Entwicklung für eine Postwachstumsökonomie vermitteln sollte.

Standpunkte

Ein lyrischer Jahresabschluss

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Ein für die Postwachstumsbewegung ereignis- und debattenreiches Jahr liegt bald hinter uns. Um es auf eine schöne Art verklingen zu lassen, hat Mathias Effenberger in diesem Beitrag Suffizienz und Lyrik in einem Gedicht zusammgebracht. Damit möchten wir unseren Leser/innen und Autor/innen eine schöne Weihnachtszeit wünschen und freuen uns darauf, mit Ihnen gemeinsam im neuen Jahr auch neue Wege des gesellschaftlichen Wandels zu erkunden.

Standpunkte

Rohstoffpolitik 2.0

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Christian Hermani stellt die Broschüre Rohstoffpolitik 2.0 vor. Diese bildet den Abschluss des gleichnamigen DNR-Projektes und ist als Aufruf zu verstehen, die stoffliche Basis unseres Wirtschaftens stärker in den Blick zu nehmen und politisch mutiger zu gestalten. Das Ziel: eine umwelt- und klimagerechte Ressourcennutzung. Neben Themen wie Tiefseebergbau und konkreten Instrumenten werden auch grundlegende Fragen nach dem Zusammenhang von Effizienz, Wachstum und Ressourcenverbrauch behandelt.

Standpunkte

Raus aus der Wachstumsgesellschaft?

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Eine neue Studie der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“ der Deutschen Bischofskonferenz untersucht die Rolle von Wirtschaftswachstum für die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung. Die Autor/innen bewerten dabei Wirtschaftswachstum hinsichtlich seiner Folgen für die Erfüllung lebensdienlicher Ziele und plädieren für eine Kombination von politischen Effizienz- und Suffizienz-Maßnahmen.

Standpunkte

Ein Netzwerk für den sozial-ökologischen Wandel

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Im Wandlungsprozess hin zu einer Postwachstumsgesellschaft nehmen Gemeinschaftlichkeit und Vernetzung eine Schlüsselrolle ein. Benedikt Schmid hat Dennis Hack interviewt, der zusammen mit seinem Team mit „Human Connection“ ein nicht kommerzielles Online-Netzwerk erschaffen möchte, auf dem sich alle Interaktionen am Gemeinwohl und an den Menschenrechten orientieren und das dadurch zur sozial-ökologischen Transformation beitragen soll.

Mitteilungen

Postwachstum als Chance für die EU

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In dem Paper „Post-growth thinking as a resource for a European union of sustainability“ argumentiert Reinhard Loske, dass eine Postwachstumsorientierung der Europäischen Union neue Stabilität verleihen könnte. Er begründet dies nicht nur mit der Notwendigkeit einer Nachhaltigkeitstransformation, sondern auch mit den sowieso bereits schrumpfenden Wachstumsraten innerhalb der EU.

Neues aus der Wissenschaft

Gefährdet Wachstum die Demokratie?

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Würde Demokratie in einer Welt ohne Wachstum funktionieren? Oder brauchen Demokratien Wirtschaftswachstum? Anselm Vogler und Erik Fritzsche stellen eine Studie vor, in der sie dieser Frage nachgegangen sind und begründen, warum ‚Legitimität‘ eine Schlüsselkategorie für die Demokratie einer Postwachstumsgesellschaft ist.

Rezensionen

Mit vereinten Kräften für ein gutes Leben

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In ihrem Buch „Radikale Alternativen. Warum man den Kapitalismus nur mit vereinten Kräften überwinden kann“ beleuchten Alberto Acosta und Ulrich Brand die multiple Krise des Kapitalismus und zeigen auf, wie diese durch eine Transformation ohne Masterplan und mit Engagement aus dem globalen Norden und Süden überwunden werden kann. Claudia van Leeuwen hat das Buch für den Blog Postwachstum rezensiert.

Standpunkte

2030 Watch: Wächst Nachhaltigkeit trotz Wachstum?

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Für die Umsetzung der Agenda 2030 bedarf es komplexer Informationen zur Beschreibung der Welt. Oft beruhen diese Daten aber auf dem derzeitigen Wachstumsparadigma. Dies kann Fehlannahmen verursachen. Dieser Widerspruch muss überwunden und die Debatte für die Gesellschaft zugänglicher gestaltet werden, fordert Saadya Windauer vom Projekt 2030Watch.

Aktuelle Berichte

Wachstumsunabhängig in die Zukunft

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Auf der Tagung „Herausforderung Wachstumsunabhängigkeit“ diskutierten am Montag in Berlin über 150 Akteure aus verschiedenen Politikressorts, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft darüber, wie unsere Gesellschaft widerstandsfähiger werden kann – gegen die Folgen von Konflikten und Krisen, aber auch gegen Schwankungen von Märkten.

Mitteilungen

Call for Papers: Transformation und Postwachstum

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Im September 2019 wird die Abschlusskonferenz der DFG-Kollegforscher_innengruppe „Landnahme, Beschleunigung, Aktivierung. Dynamik und (De-)Stabilisierung moderner Wachstumsgesellschaften“ stattfinden. Aktuell können Veranstaltungskonzepte zu den Themenkomplexen „Felder der Transformation“ und „Konturen von Postwachstumsgesellschaften“ eingereicht werden.

Neues aus der Wissenschaft

Politischen Stillstand überwinden

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Wissenschaftler/innen des IÖW, RWI und Wuppertal Instituts präsentieren in der UBA-Studie mit der „vorsorgeorientierten Postwachstumsposition“ einen neuen Konsensvorschlag zum Streitpunkt „Wachstum“ in der Nachhaltigkeitsdebatte.

Mitteilungen

Karma, Klima und Konsum

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Wie können wir aktiv den gesellschaftlichen Wandel gestalten? Darum geht es auf der KarmaKonsum Konferenz 2018. Wie weiter in der Wohnungs- und Stadtpolitik? Die Autor/innen des Buchs „Housing for Degrowth“ stellen auf ihrer Buchtour Vorschläge zur Diskussion. Wie sollte das Verhältnis von Klimaschutz und Schutz unserer bisherigen Wirtschafts- und Lebensweise sein? Das diskutierten Johan Rockström, BUND, Heinrich-Böll-Stiftung und Misereor Mitte Oktober in Berlin. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie in diesem Beitrag.

Standpunkte

Wirtschaftswachstum und Konsumismus

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Längst ist das Wachstumsprinzip nicht mehr nur ein wirtschaftliches Phänomen, sondern wirkt sich inner- und außerhalb der Produktionssphäre auf Individuen aus. Franz Hochstrasser beleuchtet den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Konsumismus und verweist darauf, dass die Prinzipien von Wachstum und Konkurrenz überwunden werden können.

Mitteilungen

Herausforderung Wachstumsunabhängigkeit

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Viele ambitionierte umweltpolitische Initiativen scheitern– nicht zuletzt, weil sie „unter Wachstumsvorbehalt“ gestellt werden. Zugleich gelingt es vielen Industrienationen nicht mehr, die Wachstumsraten vergangener Jahrzehnte zu erreichen. Dies gefährdet die Stabilität wichtiger gesellschaftlicher Systeme. Am 5.11. bringt eine Konferenz von IÖW, RWI und Wuppertal Institut diese Fragen in Zusammenhang und lotet aus, welche Chancen und Herausforderungen mit der Strategie einer stärkeren Wachstumsunabhängigkeit verbunden sind.

Mitteilungen

Call for Papers: Organizing in a Post-Growth Era

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Das Journal „Organization“ widmet sich in einer Special Issue dem Thema: ‘Theoretical Perspectives on Organizations and Organizing in a Post-Growth Era’. Zwischen dem 30. April und dem 30. Mai 2019 können Paper eingereicht werden, die Organisationstheorien und Postwachstumsperspektiven zusammendenken und so die bestehenden Debatten bereichern.

Neues aus der Wissenschaft

Wohlfahrtsmessung jenseits des BIP

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Zur Diskussion über gesellschaftliche Leitindikatoren jenseits des BIP trägt der Nationale Wohlfahrtsindex (NWI) bei, der an den Defiziten des BIP als Wohlfahrtsmaß anknüpft und ökonomische, ökologische und soziale Aspekte in einen monetarisierten Gesamtindex einbezieht. Benjamin Held und Dorothee Rodenhäuser stellen den Indikator vor.

Mitteilungen

Arbeit für die Zukunft!

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Mit dem Disussionspapier „Sozial-ökologische Arbeitspolitik“ beteiligt sich die VÖW an der Diskussion um den Agendaprozess der Sozial-ökologischen Forschung (SÖF). In ihrem Diskussionspapier identifizieren die Autor/innen das Themenfeld Arbeit als eine Forschungslücke innerhalb der sozial-ökologischen Forschung und plädieren dafür, auch Zusammenhänge von Arbeitspolitik und Wirtschaftswachstum zu untersuchen.

Aktuelle Berichte

Dialoge im turbulenten Schweden

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Inmitten des Wahlkampfes vor den Parlamentswahlen fand im August 2018 die 6. Internationale Degrowth-Konferenz in Malmö (Schweden) statt. Rechtspopulismus und Klimawandel: die großen Debatten in der schwedischen Öffentlichkeit im Sommer dieses Jahres wirkten in die Konfernz hinein zeigten einmal mehr auf, wie den komplexen Herausforderungen unserer Zeit mit einem solidarischen Miteinander abseits des Wachstumszwangs begegnet werden muss.

Mitteilungen

Europa, raus aus der Wachstumsfalle!

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Anlässlich der Post-Growth 2018 Konferenz, die morgen in Brüssel beginnt und von europäischen Parlamentarier/innen, NGOS und Gewerkschaften organisiert worden ist, wurde heute ein offener Brief veröffentlicht, den über 200 Wissenschaftler/innen unterzeichnet haben. Unter den Unterzeichner/innen sind Tim Jackson, Kate Raworth, Giorgos Kallis, Stefania Barca, sowie aus Deutschland u. a. Nico Paech, Hans …

Rezensionen

Anders Wachsen!

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Die Krisenhaftigkeit der kapitalistischen Wachstumsgesellschaft zeigt, dass die Ideologie des Wirtschaftswachstums nicht mehr trägt. Darauf weisen Autor/innen wie Hartmut Rosa, Katja Kipping, Niko Paech und Frigga Haug in dem Sammelband „Anders wachsen!“ hin und zeigen ein Mosaik aus Alternativen auf, wie ein solidarischer Lebensstil abseits des Wachstumspfades gelingen kann. Anja Höfner hat das Buch rezensiert.

Standpunkte

Mäßigung: Von einer alten Tugend lernen

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Der Ausdruck ‚Postwachstum‘ verweist auf ein Ende der Wachstums- und Überflussgesellschaft und deutet an, dass deren Erzählung kaum noch Überzeugungskraft entfaltet. Aber welche alternativen Erzählungen gibt es für eine lebenswerte Zukunft? Thomas Vogel zeigt auf, wie eine positiv konnotierte Philosophie der Mäßigung die Sehnsucht nach dem Morgen wieder entfalten lassen könnte.

Standpunkte

Nicholas Georgescu-Roegen (1906-1994): Entropie

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Der Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler Nicholas Georgescu-Roegen zeigte mit Hilfe naturwissenschaftlicher Gesetze auf, dass das wachstumsorientierte Wirtschaften immer mehr Ressourcen unwiederbringlich verbraucht – trotz Effizienzsteigerungen und der Idee von Rohstoffkreisläufen. Marc Hieronimus stellt die wichtigsten Thesen und Lebensstationen eines weiteren Vordenkers der Décroissance-Bewegung vor.