Spannende Artikel im Open Access
In der Ausgabe 01/2024 der Fachzeitschrift Ökologisches Wirtschaften ging es im Schwerpunktthema um die Polykrise und mögliche Auswege aus dem Wachstumsdilemma. Die Artikel sind jetzt im Open Access verfügbar.
Pfade in die Postwachstumsgesellschaft
In der Ausgabe 01/2024 der Fachzeitschrift Ökologisches Wirtschaften ging es im Schwerpunktthema um die Polykrise und mögliche Auswege aus dem Wachstumsdilemma. Die Artikel sind jetzt im Open Access verfügbar.
Die Infrastruktur in Städten zu verändern ist wichtig. Dies sei dennoch zweitrangig gegenüber scheinbar ‚weichen‘ Ansätzen zur Veränderung, die im eigenen Inneren und dem Zwischenmenschlichen beginnen, argumentiert Cathérine Lehmann. In ihrem Beitrag teilt sie Überlegungen, die u.a. auf ihrem Besuch der Urban Future Konferenz 2024 beruhen.
Der Weg zur Postwachstumsgesellschaft erfordert einen grundsätzlichen Wandel nicht nur unserer Wirtschaft, sondern auch unser gesellschaftlichen Funktionsweisen. In diesem Artikel untersuchen Marion Krämer und Timo Kretschmer, wie dies durch transformative Bildung erreicht werden kann und welche ‚Zutaten‘ es für ein solches transformatives (Ver-)Lernen braucht.
Transformation wissenschaftlich fundiert, aber allgemeinverständlich erklären – das geht! Dafür ist es hilfreich, große Veränderungen als Folge von vielen einzelnen menschlichen Entscheidungen zu betrachten. Und damit Menschen die richtigen Entscheidungen treffen, müssen sie „organisiert“ werden. Dass dies auch Menschen wie du und ich können, lässt sich am Beispiel von Klima-Bürgerbegehren besonders gut beobachten.
Sowohl in Alltagsgesprächen als auch wissenschaftlichen Abhandlungen erfährt der Begriff der Zukunft zunehmende Aufmerksamkeit, vor allem im Kontext der zu bewältigenden Krisen. Doch was kann eigentlich unter dem Begriff verstanden und wie kann er wissenschaftlich betrachtet werden?
Anna Katharina Keil arbeitet in ihrer Rezension des Buches „Industrielle Naturverhältnisse: Politisch-kulturelle Orientierungen gewerkschaftlicher Akteure in sozial-ökologischen Transformationsprozessen “ heraus, was die Autorin Jana Flemming in ihrer Forschung zu den Verbindungslinien von Gewerkschaftsarbeit und Transformation darstellt. Das Werk widmet sich dem Themenkomplex aus einer kultursoziologischen Perspektive und leistet laut der Rezensentin einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Debatte durch die Verknüpfung von Forschungsergebnissen und gesellschaftspolitischen Überlegungen.
Welche Folgen die Verwettbewerblichung der Akademia für die Wissensproduktion hat und welchen Einfluss sie auf transformative Aspekte nimmt, stehen im Fokus des Beitrags von Carina Altreiter und Stephan Pühringer. Sie untersuchen, inwieweit die sozial-ökologische Transformation auf post-kapitalistische Universitäten angewiesen ist und kritisieren in diesem Zuge kapitalistische Wissenschaftssysteme unter der Leitfrage, woran transformative Wissensproduktion scheitert.
Vergesellschaftung von Unternehmen und Suffizienzpolitik sind zwei Ansätze für eine sozial-ökologische Transformation, die in den letzten Jahren (wieder) an Aufmerksamkeit gewonnen haben. Bislang werden sie jedoch häufig getrennt voneinander betrachtet. Im Anschluss an die Vergesellschaftungskonferenz im Oktober 2022 in Berlin gehen die Autor*innen der Frage nach Schnittmengen und Synergien der beiden Ansätze nach.
Die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft und Gesellschaft und die bedeutende Rolle hierbei ist inzwischen weitgehend Konsens. Doch wie soll eine Wissenschaft für den Wandel aussehen? Darum geht es im Buch von Jan Freihardt und Katharina Ebinger, das Angelika Zahrnt rezensiert hat.
Wie können wir den Kapitalismus und seinen Wachstumszwang überwinden? Norbert Nicolls Buch „Gut leben ohne Wachstum“ wirft fundamentale Fragen danach auf, wie wir zukunftsfähig leben können. Er entwickelt dabei die Vision einer lebenswerten Postwachstumsgesellschaft von morgen. Melissa Ihlow hat das Buch rezensiert.
Wieso gelingt ein konsequenter Klima- und Umweltschutz bisher scheinbar trotz der Dauerpräsenz von Nachhaltigkeitsthemen nicht? Und wie können wir die gegenwärtige Schein-Nachhaltigkeit überwinden? Diesen Fragen widmet sich Daniel Sieben und liefert mit „Ganz Mensch Sein“ ein mögliches Transformationsleitbild. Christina Vogel hat das Buch rezensiert.
Was machen Unternehmen wie VAUDE oder Sonnentor anders? Sie gelten als Pionierunternehmen, indem sie Gemeinwohl als Ziel ihres Wirtschaftens definieren. Christina Vogel skizziert das gesamtgesellschaftliche, transformative Potenzial der Gemeinwohlökonomie.
Wie lassen sich die Kohleregionen zu Ausgangspunkten der sozial-ökologischen Transformation machen? Dennis Eversberg untersucht in einem zweiten Beitrag, wie eine neu gestaltete Form sozialer Absicherung aussehen könnte und müsste, um die demokratische Transformation des gemeinsamen Wirtschaftens und Lebens gelingen zu lassen.
Zweierlei Nischen gilt es zu verlassen: die Braunkohleregionen müssen neue Praktiken und Strukturen im Sinne einer global verallgemeinerbaren Lebensweise aufbauen und die praktische Umsetzung der Ideen der Degrowth-Bewegung muss über kleinräumige Projekte hinausgehen. Was läge also näher, als die Kohleregionen zu Ausgangspunkten der sozial-ökologischen Transformation zu machen? Dennis Eversberg geht in zwei Beiträgen der Frage nach, wie dies gelingen könnte.
In einer Zeit, in der das Verharren im Status quo die vermeintlich sicherere Wahl als der Aufbruch in eine neue Zukunft ist, fehlt es vor allem an einer konkreten Vorstellung dieser Zukunft. Paul Raskin hat als Wissenschaftler über viele Jahre Modelle und Szenarien erarbeitet, um mögliche Entwicklungspfade der Menschheit zu beschreiben. Seine Erkenntnisse fasst er nun zusammen in einem Buch, in dem er eine Zukunftsvision nach dem „Großen Wandel“ und der Abkehr vom Wachstumsparadigma beschreibt. Eine Rezension von Lukas Drees.
Wie lässt sich eine internationale Gemeinschaft für die Gestaltung neuer Wirtschaftssysteme mobilisieren? Und wie lassen sich Visionen einer neuen Wirtschaft schon heute erlebbar machen? Diesen Fragen widmet sich die neu gegründete Initiative Reclaim Our Economy. Das Ziel der Gruppe ist es, eine Gemeinschaft und Räume zu schaffen, in denen das Kreieren von Wirtschaftssystemen im Einklang mit Mensch und Natur gefordert und gefördert wird. Florian Carl stellt seine Sicht der Initiative vor.
So wie Insekten in der Natur sowohl schädlich als auch nützlich sein können, gibt es zum einen Unternehmen deren Geschäftstätigkeit sich negativ auf Natur und Umwelt auswirkt und solche die ihr gesamtes Unternehmen, d.h. insbesondere ihr Kerngeschäft, konsequent nachhaltig ausrichten. Und so wie in der Natur beeinflussen diese Unternehmen nicht nur ihr unmittelbares Umfeld, sondern das gesamte „Ökosystem“ Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Mit diesen Nützlingen der Unternehmenswelt hat sich die Jubiläumskonferenz „Kern-Geschäfte – Wie Unternehmen sozial-ökologischen Wandel gestalten können“ des Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) am 3. November auseinandergesetzt. Nele Kampffmeyer gibt mit ihrem Bericht einen Einblick in die Debatten der Tagung.
In diesem Band aus dem Umfeld der Rosa-Luxemburg-Stiftung wird der gegenwärtig geführte Diskurs um eine sozial-ökologische Transformation oder auch Große Transformation aus gesellschaftskritischer Perspektive analysiert. Der Transformationsdiskurs wird dabei als Zugriff auf Zukünfte verstanden und somit als zentrales Element von Macht.
Wuppertal war bis vor kurzem als eine schrumpfende Stadt bekannt. Dies gilt für die Bevölkerungszahl genauso wie für die Industrie. Lediglich der Schuldenberg und der Wohnungsleerstand konnten ein ordentliches Wachstum verzeichnen. Wuppertal, eine Degrowth City? Tatsächlich befindet sich Wuppertal mitten in einer Transformation, die viele Chancen birgt, die genutzt werden …
Der Begriff Reallabore ist seit einiger Zeit in vielerlei Munde (z.B. de Flander u.a. 2014). Das Baden-Württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert seit Anfang des Jahres 2015 sieben Reallabore. Die kommende Förderrichtlinie des Wissenschaftsministeriums fokussiert speziell das Thema Stadt. Doch was macht die Verknüpfung der Reallabore und der …
In this second part we summarize the results of the campaign and reflect on potential next steps for a Slovenian transformation. The key accomplishments of „Enough“ are the website , series of round table discussions with foreign and home key speakers, forming and developing of the regional degrowth network (Slovenia, …
Wir schreiben das Jahr 2019. In der Wirtschaft hat es einen Paradigmenwandel gegeben. Nicht mehr Wachstum ist das zentrale Maß, mit dem Unternehmen sich messen und gemessen werden. Wirtschaftlicher Erfolg wurde neu definiert. Das neue Paradigma lautet: Wirklich erfolgreich ist ein Unternehmen, wenn es schafft, dauerhaft wachstumsunabhängig zu wirtschaften. Wie …
Die Initiative Psychologie im Umweltschutz e.V. (IPU) veranstaltete im Mai 2014 ihren 43. Kongress. Für den Stream towards Degrowth fragten wir nach, welche Denkansätze Perspektiven von Degrowth und Psychologie im Umweltschutz verbinden. Die Mitglieder der Initiative haben uns darauf ein paar Überlegungen skizziert: beispielsweise machen Praktiken und Denkmuster des Steigerungszwangs …
Unter dem Motto „Besser – Anders – Weniger“ beleuchtet das aktuelle Böll.Thema den weltweiten Trend zur Suche nach alternativen Wirtschaftskonzepten, denn schneller als die Wirtschaft wächst in vielen Teilen der Welt „das Unbehagen an einer Vorherrschaft der Wirtschaft, die alle Lebensbereiche dominiert“. Das Heft zeigt und verknüpft einige der vielfältigen …
For our project „Degrowth from a future perspective“, we would like to present how Erik Assadourian, Senior Fellow at the World Watch Institute, envisions a Degrowth America in 2100 and looks back to the transiton towards a truly sustainable United States. Will this have become a place where we can …
Am 1.10 wird auf Arte der Film „Weniger ist mehr“ von Karin de Miguel Wessendorf ausgestrahlt. Um 20.15 geht es los und für 52 Minuten reisen die Zuschauer mit der Autorin durch Postwachstumsgedanken und –orte.
14 Engagierte Bürgerinnen und Bürger, darunter AutorInnen dieses Blogs, haben im Vorfeld des Bundestagswahlkampfes ein Generationenmanifest veröffentlicht.
Wenn wir über die Strategien in die Postwachstumsgesellschaft nachdenken, müssen wir dabei auch die Klimaanpassungspolitik berücksichtigen? Vermutlich schon, denn die unvermeidbaren Klimafolgen werden auch in einer Postwachstumsgesellschaft zu spüren sein. Und umgekehrt, sollte man bei der Gestaltung der Klimaanpassungspolitik mitbedenken, dass eine Postwachstumsgesellschaft ganz anders aussehen dürfte als die gegenwärtige …
Die zivilgesellschaftliche Plattform „Forschungswende“ hat im Oktober letzten Jahres eine Onlineplattform freigeschaltet, in welcher relevante Themen für eine Große Transformation gebündelt und diskutiert werden. Anlässlich des dritten Workshops des Netzwerks besteht die Möglichkeit seine Themen dort einzubringen, um sie anschließend beim Workshop diskutieren zu lassen. Unter anderem werden auch Forschungsfragen …
„Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, von Geld, was wir nicht haben, um Eindrücke, die nicht von Dauer sind, bei Leuten zu hinterlassen, die wir eigentlich gar nicht mögen“ – dieses Statement lässt Tim Jackson, Professor für Nachhaltige Entwicklung an der Universität Surrey (Großbritannien), gerne in seine Vorträge einfließen. …
Rob Hopkins ist der Autor des Transition Companion. Einem Buch, geschrieben, um die Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Transformationsbewegung, dem Transition Movement, welches Hopkins gegründet hatte, zu sammeln und den Leser_innen zu Verfügung zu stellen. Hopkins hatte fünf Jahre zuvor das Transition Handbook herausgegeben und kann nun auf die Entwicklungen, …
„Can Decreix ist ein Ort der Transformation (von Früchten, Gemüse, Konstruktionen und Gesellschaft), für Forschung, den Test von einfacherer Technologie, für Kunst und Agroecology.“ Über diese kurze Beschreibung von Can Decreix bin ich gestolpert, als ich vor meinem sechs monatigen Wohnen und Arbeiten oder einfach nur Sein in Can Decreix …
Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) stellen in einem online-Seminar ihr Gutachten „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ vor.
Plan B nennt die LINKE ihr Konzept für einen sozial-ökologischen Umbau in bewusster Abgrenzung zum Plan A, dem Grünen Kapitalismus oder auch dem Green New Deal. Teilweise ist auch vom Grünen Sozialismus die Rede. Dieser erhebt nicht den Anspruch Ökologie und Ökonomie zu versöhnen, wie dies der Green New Deal …
Der gesellschaftliche Diskurs über die „Grenzen des Wachstums“ hat in Zeiten des Klimawandels alle politischen Lager erreicht. Wie die Transformation zu einer Wohlstandsgesellschaft, die auf quantitatives Wachstum verzichtet, bestritten werden kann, darüber besteht allerdings noch Uneinigkeit, wenn nicht sogar Unklarheit. Aus diesem Grund hat der Deutsche Gewerkschaftsbund mit Naturschutzverbänden und …
Zum zweiten Mal kamen in Wien auf Einladung des Lebensministeriums etwa 700 kritische BegleiterInnen der Wachstumswende zusammen. Dieses Publikum war bunt durchmischt vom REWE-Direktor bis hin zu Food-Coop InitiatorInnen. Um so erstaunlicher, dass sich ein Thema als zentral in dieser dreitägigen Konferenz herausstellte: die Lebensfreude.
Die Arbeitslosigkeit in den Industrieländern steigt, die Umweltzerstörung nimmt zu und die Menschen sind mit ihrem Leben unzufrieden. So diagnostiziert Juliet Schor – und verspricht, alle Probleme auf einmal lösen zu können. Ist das zu simpel gedacht?
Im Sommersemester 2012 fand im Juni an der Universität Witten/Herdecke in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie das Seminar „Postwachstumsökonomie“ mit 20 Studierenden der Universität statt. Prof. Dr. Uwe Schneidewind und Prof. Dr. Niko Paech stellten ältere und neuere Beiträge der Wachstums-Debatte zur Diskussion, um die viel …
This is the title of the talk held by Giorgos Kallis at the 3. Degrowth-Conference in Venice. Giorgos allowed us to upload his speech, thus enjoy!
„Landnahme, Aktivierung und Beschleunigung“, so lauten die Leitkonzepte der Jenaer Professoren Klaus Dörre, Stephan Lessenich und Hartmut Rosa. Sie sollen der Soziologie zu einer Renaissance der Kritik der kapitalistischen Ökonomie – deren theoretische Neufundierung angesichts der sich verschärfenden ökonomisch-ökologischen Doppelkrise längst überfällig ist – verhelfen. Im Anschluss an die Veröffentlichung …
Krisen – na und? Während sich einer aktuellen EMNID-Umfrage zufolge acht von zehn BundesbürgerInnen angesichts der europaweiten Wirtschafts- und Finanzkrisen eine neue Wirtschaftsordnung wünschen, sind sich BürgerInnen wie ExpertInnen über den Weg und die Art uneins. Der reflexartigen Forderung nach Abhilfe durch mehr „Wachstum!“ (Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué) steht das …
Nachhaltige Postwachstumsgesellschaften sind Gesellschaften, deren Wirtschaft anderen Funktionsweisen und Rationalitätsmustern folgt als die heute vorherrschende kapitalistische Ökonomie. In ihnen gilt es so zu wirtschaften, dass ein gutes Leben für Alle heute und in Zukunft ermöglicht wird und die sozialen und natürlichen Lebensgrundlagen dabei nicht zerstört, sondern langfristig erhalten und erneuert …
Das Worldwatch Institute mit Sitz in Washington D.C. ist eines der weltweit prominentesten Nachhaltigkeitsinstitute. Die deutsche Ausgabe des jährlichen State of the World-Berichts Zur Lage der Welt 2012 erschien in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung und Germanwatch. Der diesjährige Untertitel lautet: Nachhaltig zu einem Wohlstand für alle: Rio 2012 und die …
Politische Veränderungen erfordern. frei nach dem Politikwissenschaftler John Kingdon, Aufmerksamkeit sowie Unterstützung durch Regierung und Lobbygruppen – und immer auch konkret formulierte Handlungsmöglichkeiten. Die Postwachstumsgesellschaft mag zuletzt in immer breiteren Kreisen diskutiert worden sein; für erste Schritte auf diesem Weg bestehen allerdings noch Wissenslücken, was die konkrete Umsetzbarkeit angeht. Gerade die …
Es liest sich gut und glatt – und vertraut: Das Konzept der Green Economy, wie es im Mittelpunkt der Konferenz von Rio + 20 steht. Die „green economy in the context of sustainable development and poverty eradication” soll dazu beitragen, all die wichtigen gesellschaftlichen Ziele zu erreichen, von sicherer Nahrung …
Seit eineinhalb Jahren tagt die Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“. Ausgangspunkt war ein Einsetzungsbeschluss der Fraktionen CDU/CSU, FDP, SPD und Bündnis 90/Die Grünen mit der Aussage: „Unstreitig ist, dass das Bruttoinlandsprodukt soziale und ökologische Aspekte nicht hinreichend abbildet“, und damit das BIP-Wachstum auch keine hinreichenden Aussagen zum Wachstum von Wohlstand und …
Die diesjährige sneep-VÖW-Sommerakademie wird sich vom 20.-24. August 2012 intensiv mit dem Thema „Unternehmen Postwachstum“ – Unternehmensstrategien an den Grenzen des Wachstums auseinander setzen.
Vielfach stößt die Idee, nach einer vom BIP-Wachstum unabhängigen Gesellschaft zu suchen, auf Unverständnis. Manchmal wird der Postwachstumsdebatte gar Begriffsverwirrung vorgeworfen: Wenn das Ziel darin besteht, den Ressourcenumlauf zu reduzieren, dann sollte man nach einer Gesellschaft, in der der Ressourcenverbrauch und nicht das BIP sinkt, suchen, so der Tenor häufig …
Hans Holzinger von der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen hat ein Interview mit dem Sozialpsychologen Harald Welzer geführt. Darin fordert Welzer ein neues „ökologisches Wir-Gefühl“ und erläutert warum unsere Gesellschaft mit einem „Verlust sozialer Gewissheiten“ konfrontiert ist. Harald Welzer thematisiert mit seinen Büchern „Klimakriege – Warum im 21. Jahrhundert getötet wird“ und „Das Ende der …
Die Transformation in die Postwachstumsgesellschaft stellt sicherlich eine demokratische Herausforderung dar. Publizistische Auseinandersetzungen nach der Veröffentlichung des WBGU-Hauptgutachtens „Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ zeigen die Relevanz und Sprengkraft dieses Themas (vgl. Artikel „Droht eine Ökodiktatur?“ und „Warnungen vor einer Ökodiktatur? Lächerlich!“ von C. Leggewie). Der Politik fällt es schwer, „der …