Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wachstumszwang

Standpunkte

Vom Zwang zu wachsen I

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Wachstum hat sowohl in der Natur als auch in der Wirtschaft einen hohen Stellenwert bei der Ressourcenallokation. Der Aufbruch ins ökonomische Postwachstum braucht darum vor allem eins: ein genaues Verständnis davon, was Wachstum ist. Anhand von Beispielen aus der unbelebten und belebten Natur stellt Stefanie Geiselhardt dar, wie Wachstum angetrieben und reguliert wird und wo die Parallelen zwischen natürlichem und anthropogenem Wachstum liegen. Dabei bewegt sie sich auf verschiedenen Ebenen vom Individuum über Populationen und die Weltbevölkerung bis hin zu Mikro- und Makroökonomie.

Standpunkte

Jeder spricht über VW, aber nicht über die eigentlichen Fragen…

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Täglich berichten die Medien über neue Vorwürfe gegen VW. Seit sich die Krise um manipulierte Software zur Abgasmessung ausweitet, geht auch die Angst um, dass sie den Konzern, die deutsche Autoindustrie und somit die gesamte deutsche Wirtschaft in den Abgrund zieht. Das ist kein Wunder angesichts der weit verbreiteten Annahme – auch durch Angela Merkel – dass ungefähr jeder siebte Job in Deutschland direkt oder indirekt von der Autoindustrie abhängt.

Standpunkte Unternehmen

Postwachstumsunternehmen denken in Generationen

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In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung im November 2014 äußert der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser, auf die Frage, ob das Unternehmen auch Aufträge ablehnen würde: „Wir haben begriffen, dass Wachstum an sich noch kein Wert ist, vor allem, wenn die Risiken überwiegen.“[i] Diese Aussage des Vorstandsvorsitzenden eines …

Standpunkte

Wir haben es satt – es ist Zeit für eine neue soziale Bewegung

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Pegida, Flüchtlingsdramen, ISIS und nun die brutalen Anschläge in Paris: es gibt, ganz abgesehen von der immer noch schwelenden Eurokrise, vieles was Angst macht in Deutschland, nicht zuletzt auch Angst um den eigenen Arbeitsplatz – von den ökologischen globalen Mega-Krisen ganz zu schweigen. Gleichzeitig braucht man jedoch nicht lange zu …

Neues aus der Wissenschaft

Wachstumszwang in der Geldwirtschaft?

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Die Diskussion, ob die heutige Geldwirtschaft mit einer Postwachstumsgesellschaft kompatibel ist oder ob darin ein Wachstumszwang liegt, wurde auch in diesem Blog bereits diskutiert. Am Zentrum für Ökonomische und Soziologische Studien der Universität Hamburg haben Ferdinand Wenzlaff, Christian Kimmich und ich von der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe nachhaltiges Geld nun das Diskussionspapier …

Aktuelle Berichte

Utopie Postwachstum?! Reisen auf der Suche nach einer Zukunft.

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Das Ende der Geschichte und der großen Erzählungen wurde verkündet und die Zukunft ist kein positives Versprechen mehr. Die gesellschaftliche Diskussion kreist trotz wirtschaftlicher und ökologischer Krise um ein scheinbar alternativloses Gesellschaftsmodell, das den Wachstumszwang des globalen Kapitalismus nicht zu hinterfragen wagt. Können jene Ideen, die sich um Begriffe wie …

Standpunkte

Fiktive Rückschau auf die Zeit der „Wachstumswende“ – im Interview mit Katja Kipping

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Katja Kipping ist Vorsitzende der Partei Die Linke. Neben ihrem Engagement für gute Arbeitsbedingungen als sozialpolitische Sprecherin unterstützt sie den Austausch von Parteipolitik und Zivilgesellschaft durch ihre Aktivitäten in sozialen Bewegungen wie dem Netzwerk für ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Für das Interview versetzen wir uns in eine mögliche Postwachstumsgesellschaft im Jahre …

Mitteilungen

Warum Wachstum? Eine Theoriewerkstatt zu Wachstumszwängen

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An einem Wochenende im November 2013 fand im Studium Oecologicum der Eberhard Karls Universität Tübingen das Seminar “Warum Wachstum? Eine Theoriewerkstatt zu Wachstumszwängen” statt. 20 Teilnehmer_innen beschäftigten sich mit strukturellen Bedingungen und Gründen von Wirtschaftswachstum. Aus ökologischer und kapitalismuskritischer Perspektive sowie aus Perspektive der Glücksforschung existieren gute Gründe, Wirtschaftswachstum als …

Rezensionen

Kommentar zur Buchbesprechung „Hans Thie – Rotes Grün“ von Markus Wissen

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Markus Wissen hat eine treffsichere Rezension zu Hans Thies Buch vorgelegt. Jedoch fehlt ein zentraler Aspekt, nämlich Hans Thies Wachstumskritik und seine damit verbundene kritische Sicht auf den Theoriekern von Keynes und den der ökologischen Ökonomen Daly und Binswanger. Gerade das aber dürfte von besonderem Interesse für die LeserInnen des …

Mitteilungen

Das Kolleg ‚Postwachstumsgesellschaften‘ in Jena: ein Rückblick auf die Anfangsphase

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Zum Oktober 2011 wurde am Institut für Soziologie die Kollegforschergruppe ‚Landnahme, Beschleunigung, Aktivierung. Dynamik und (De-)Stabiliserung moderner Wachstumsgesellschaften‘ mit Mitteln der Deutsche Forschungsgemeinschaft eingerichtet. In einem Beitrag für das Postwachstumsblog wurden die Grundideen und einige der Fragestellungen des Kollegs bereits kurz vorgestellt. Nach anderthalb Jahren Arbeit ist es nun an …

Neues aus der Wissenschaft

Wachstum und Kapital. Verkehrungen offen legen – Ansätze einer ökologischen Ökonomiekritik (Teil 1)

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Der Weltenergieverbrauch hat sich ebenso wie das Weltbruttoinlandsprodukt bis zum Ende des 20. Jahrhunderts in weniger als 200 Jahren etwa um den Faktor 40 erhöht.[1] Der Konsum fossiler Energieträger stieg dementsprechend. „Der globale Verbrauch fossiler Energieträger ist seit Beginn des 19. Jahrhunderts etwa um den Faktor tausend gewachsen, was rechnerisch …

Neues aus der Wissenschaft

Es geht nicht ums Wachstum – Es geht um den Wettbewerb

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Bei Normalbürgern und Aktivisten der Zivilgesellschaft macht sich Wachstumsskepsis breit. Wachstumskritische Kongresse finden im Wochenrhythmus statt. “Das Wort Wirtschaftswachstum hat keinen guten Klang mehr.” Das ist gut so. Doch liegen die Probleme, denen wir gegenüberstehen und die wir endlich zu erkennen beginnen, nicht im Wachstum (des BIP) an sich, sondern …

Standpunkte

Mit mehr Gleichheit und Freiheit zur Postwachstumsgesellschaft

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Weiteres Wirtschaftswachstum wird sich in den gesättigten nördlichen Industriegesellschaften nur noch realisieren lassen, wenn die Gesellschaft ungleicher wird. Je weiter die Einkommensschere auseinandergeht, desto eher werden Menschen bereit sein, auch sozial und ökologisch problematische ökonomische Aktivitäten aufzunehmen – um als Niedriglöhner seine Miete bezahlen zu können oder als Angehöriger der …

Neues aus der Wissenschaft

Die Landnahme des Sozialen

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Dieser Beitrag stellt die zentralen Thesen des Aufsatzes „Landnahme durch Bewährungsproben“ von Tine Haubner und Klaus Dörre dar, welcher in dem Sammelband „Kapitalismustheorie und Arbeit“ des Kollegs Postwachstum in Jena erschien. Er beschreibt die Auswirkungen des Wachstumszwangs kapitalistischer Gesellschaften für den Reproduktionssektor. Den Wachstumszwang kapitalistischer Gesellschaften hat Rosa Luxemburg in „ihrer Akkumulation“ anschaulich als …

Standpunkte

Volksfront von Judäa – nicht schon wieder!

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Ach, Genosse Thie! Da hat er die Sozis wieder einmal als Übeltäter überführt. Schrieb es und ergänzte, dass die Linke gemeinsam mit den Grünen gegen das Indikatorenset der Mehrheit in der Enquetekommission gestimmt hat, übergeht aber, dass diese beiden Aufrechten kein gemeinsames, sondern nur zwei verschiedene  Minderheitenvoten zustande gebracht haben. …

Rezensionen

Tim Jackson – Wohlstand ohne Wachstum

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„Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, von Geld, was wir nicht haben, um Eindrücke, die nicht von Dauer sind, bei Leuten zu hinterlassen, die wir eigentlich gar nicht mögen“ – dieses Statement lässt Tim Jackson, Professor für Nachhaltige Entwicklung an der Universität Surrey (Großbritannien), gerne in seine Vorträge einfließen. …

Standpunkte

Gibt es soziale Sicherheit ohne Wirtschaftswachstum?

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Soziale Sicherheit ohne Wirtschaftswachstum – in der Theorie denkbar, in der Praxis undenkbar! Die Gründe sind einfach und komplex zugleich: In den Theorien der Volkswirtschaft kennen wir die Modelle unter der Annahme einer gleichbleibenden Bevölkerungsstruktur und alles in einer sogenannten „geschlossenen Volkswirtschaft“ zu genüge. In einer solchen Welt könnte die …

Mitteilungen

Was kommt nach dem Wachstum? Neues Forschungskolleg an der Universität Jena

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„Landnahme, Aktivierung und Beschleunigung“, so lauten die Leitkonzepte der Jenaer Professoren Klaus Dörre, Stephan Lessenich und Hartmut Rosa. Sie sollen der Soziologie zu einer Renaissance der Kritik der kapitalistischen Ökonomie – deren theoretische Neufundierung angesichts der sich verschärfenden ökonomisch-ökologischen Doppelkrise längst überfällig ist – verhelfen. Im Anschluss an die Veröffentlichung …

Standpunkte

Was soll weiter wachsen?

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Eine Wirtschaft, die nicht mehr wächst, bedeutet freilich nicht, dass gar nichts mehr wächst. Wachsen sollen Dinge, die wir wirklich brauchen: Energie- und Mobilitätssysteme, die auch nach Peak Oil Bestand haben und dem Klima nicht weiter einheizen, oder lebensdienliche Einrichtungen wie gute Kindergärten, attraktive Schulen und Universitäten, die menschliche Entwicklung …

Rezensionen

Aktuelle Literaturhinweise: Überlebenstipps angesichts eines begrenzten Planeten

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Konstatiert: Begrenztheit der Erde Verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen – das fordern die Autoren Armin Reller und Heike Holdinghausen in ihrem Buch mit dem aufrüttelnden Titel „Wir konsumieren uns zu Tode. Warum wir unseren Lebensstil ändern müssen, wenn wir überleben wollen“. Interessierte können eine Leseprobe, einen Radiobeitrag und ein Interview dazu online abrufen.

Standpunkte

Vollgeld – ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit

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Umweltengagierte, die weniger Wachstum wollen, treffen sich mit Geldsystemkritikern, die in der kapitalistischen Zinswirtschaft einen Wachstumszwang am Werk sehen. Von daher wurde die Frage aufgeworfen, ob eine Geldreform, namentlich ein Übergang von Giralgeld zu Vollgeld, den Wachstumszwang aufheben würde, zumindest mit abnehmenden Wachstumsraten verträglich wäre.

Standpunkte

Finanzmärkte und Wachstum: keine eindeutige Beziehung

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Wohl treiben Finanzmärkte das Wachstum an, indem sie Kredite und Renditeansprüche ausweiten. Gleichzeitig stellen die gegenwärtigen Finanzmärkte ein Wachstumshemmnis dar. Denn wer will nach der Finanzkrise, in der es einen globalen Einbruch des Wachstums gab, noch behaupten, der Finanzkapitalismus sei wachstumsfreundlich? Und selbst wenn sie gerade keine Krisen verursachen, wirken …

Rezensionen

Wie das Wachstum in die Welt und in die Seelen kam

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Harald Welzer beschreibt in „Mentale Infrastrukturen – Wie das Wachstum in die Welt und in die Seelen kam“ das Wachstumskonzept als ein Konzept der Moderne. Er zeigt, dass es neben den von vielen anderen bereits beschriebenen Wachstumstreibern, eine tiefere Dimension des Wachstumszwangs gibt, die im mentalen Bereich angesiedelt ist.

Rezensionen

Neue Literatur zu den Themen Postwachstum, Entkopplung und Kapitalismus

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Der Sammelband „Ausgewachsen! Ökologische Gerechtigkeit. Soziale Rechte. Gutes Leben.“ ist ein erster Versuch, die Debatte um eine Postwachstumsgesellschaft aus globalisierungskritischer Sicht darzustellen. Im Sammelband finden sich u.a. Beiträge von Alberto Acosta, Adelheid Biesecker, Serge Latouche und Niko Paech. Eine Rezension von Peter Fleissner findet sich hier. Ernst Schmitters Rezension kann …

Standpunkte

Vollgeld als ein Reformschritt in die Postwachstumsgesellschaft

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Angesichts der sich zuspitzenden ökologischen Begrenzungs- und der im fünften Jahr befindlichen Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrisen stellt sich die Frage dauerhafter, langfristiger Lösungen. Ein in der öffentlichen Diskussion kaum beachteter (da den Interessen der Finanzoligarchie widersprechender) Vorschlag ist die Einführung von Vollgeld (bzw. 100%-Geld nach I. Fisher). Der Vollgeld-Vorschlag setzt primär …

Standpunkte

Ökonomische Stabilität, Nachhaltigkeit und neue Lebensqualität durch eine Postwachstumsökonomie

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Ungern löst man sich von einem Paradigma, das in der Vergangenheit erfolgreich war. Wirtschaftswachstum ist ein solches Paradigma. Es hat über Jahrzehnte unseren materiellen Wohlstand erhöht, den Ausbau der sozialen Sicherungssysteme ermöglicht und so letztlich auch unsere Demokratien stabilisiert. Warum stößt Wirtschaftswachstum in materiell reichen Gesellschaften nun an seine Grenzen? …

Standpunkte

Cradle To Cradle® – Wettbewerb ohne Wachstumszwang

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Cradle to Cradle® („Von der Wiege bis zur Wiege“) ist ein Design-Konzept, das die Natur zum Vorbild hat. In der Natur sind alle Produkte eines Stoffwechsel-Prozesses für einen anderen Prozess von Nutzen. Jedes Produkt, mag es noch so sehr als Abfallprodukt erscheinen, ist nützlich. Die Natur kennt darum auch keine …