Standpunkte

Öko-Hedonismus als Ansatz für Suffizienz?

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Öko-Hedonimus

Seit Mitte Mai läuft in den Kinos der Film „Beuys“, eine Dokumentation über den Künstler Joseph Beuys und sein Werk. Eine seiner zentralen Aussagen lautet: „Jeder Mensch ist ein Künstler“. Kunst ist im Sinne Beuys nicht als etwas, mit dem man sein Wohnzimmer dekoriert, sondern als Freiheit und selbstbestimmtes Leben zu verstehen. Damit widersetzt er sich nicht nur dem bürgerlichen Verständnis von Hochkultur und Kunst, sondern bietet eine lebensphilosophische Perspektive, deren Bedeutung auch im Kontext der Debatte um eine Postwachstumsgesellschaft von großer Relevanz ist. Weiterlesen

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Rezensionen

„Die Utopie freier Arbeit“

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Neues aus der Wissenschaft 3

Arbeitszeitverkürzung als Weg, um aus der sozialen Krise herauszukommen? Michael Hirsch entwirft in seinem Buch „Die Überwindung der Arbeitsgesellschaft“ Ideen für eine neue Gesellschaftsordnung und sucht nach einer „zeitgemäße[n] Antwort auf die Frage nach dem guten Leben“. Die Grundordnung der Vollzeitbeschäftigung als „normaler“ und vom Staat gewünschter Lebensentwurf soll ersetzt werden durch eine neue emanzipatorische Grundordnung der kurzen Vollzeit, die ohne einen neuen Geschlechtervertrag nicht denkbar ist. Weiterlesen

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Aktuelle Berichte

Fragen eines alternativen Lebens

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Erster Berliner Postwachstums-Slam

Eine Bühne, sieben Slammer/innen, je zehn Minuten Zeit für Postwachstum. Am 14. Juni 2017 fand in den Kreuzberger Prinzessinnengärten der erste Postwachstums-Slam statt. Das Wachstumsparadigma als politisches Leitmotiv, Meditation als Ausweg aus der Konsumgesellschaft oder die Rolle konvivialer Technik in der Postwachstumsgesellschaft – viel Anregung für ein Leben nach dem Wachstum. Der Slam wurde organisiert von IÖW, Netzwerk n, Fairbindung und dem Förderverein Wachstumswende. Weiterlesen

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Mitteilungen

Zehn Minuten Postwachstum

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Der Postwachstums-Slam greift das Format „Science Slam“ auf. Dieser bietet, genau wie das Vorbild Poetry Slam, eine Bühne zum Präsentieren der eigenen Arbeit. Doch beim Postwachstums-Slam stellen sich keine Schriftsteller/innen mit selbst geschriebenen Texten vor, sondern Nachwuchswissenschaftler/innen. Statt im kahlen Hörsaal präsentieren die Teilnehmenden in gemütlich-grüner Atmosphäre ihr Forschungsthema oder Erkenntnisse aus der Praxis. Sie haben zehn Minuten Zeit, um die eigene Arbeit so verständlich, anschaulich und ansprechend wie möglich vorzustellen.

Entgegen gängiger Formate soll es beim Postwachstums-Slam aber nicht darum gehen, im Wettstreit den oder die beste/n Slammer/in zu prämieren! Stattdessen soll ein wertschätzender Raum geschaffen werden, um mit und voneinander zu lernen sowie neue Erkenntnisse und inspirierende Impulse in die Breite zu tragen.

Am Slam nehmen teil:

  • Sonja Geiger (TU Berlin): Vom Kissen aus die Welt retten? Wie uns meditieren nachhaltiger macht
  • Michael Berning: Buen Vivir und BNE – Impulse für eine gute nachhaltige Bildung
  • Jan Peter Schulz: Jedes Märchen braucht eine Heldenfigur- Zur Rolle der Bürger/innen in der Postwachstumsgesellschaft
  • Hermine Bähr: Degrowth-Stories: Kraftvolle Geschichten für eine Welt im Wandel
  • Andrea Vetter (Konzeptwerk Neue Ökonomie): Konviviale Technik
  • Matthias Schmelzer (Konzeptwerk Neue Ökonomie): Das Wachstumsparadigma: Geschichte, Hegemonie, Alternativen

Organisiert wird der Postwachstums-Slam von FairBindung e.V., dem Förderverein Wachstumswende e.V., dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und dem netzwerk n e.V., die sich allesamt auf unterschiedliche Weise dafür einsetzen, Alternativen zum vorherrschende Wachstumsparadigma zu untersuchen, zu stärken und zu verbreiten: In der Schule, an den Hochschulen und in der Wissenschaft sowie in der breiten Öffentlichkeit.

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Mitteilungen

Call for Participation: VÖW Herbstakademie

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Wie können nachhaltige Lebensstile oder Produktionsformen mittels Digitalisierung ermöglicht werden? Wann wird durch Digitalisierung riskiert, dass Energie- und Ressourcenverbräuche oder soziale Ungleichheit zunehmen?

Digitalisierung im Grünen

Im Fokus der von der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) gemeinsam mit der Forschungsgruppe „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“ organisierten Herbstakademie stehen die Chancen und Risiken der Digitalisierung für eine nachhaltige Gesellschaft. Sie findet vom 4. bis 8. Oktober 2017 in Berlin statt.

Anhand der Themen Mobilität, Energiewende und Zeitwohlstand werden Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung wissenschaftlich erarbeitet und praktisch erfahrbar gemacht. Außerdem sollen mögliche Pfade für eine sozial-ökologische Transformation ausgelotet werden. Weiterlesen

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Rezensionen

Postwachstum zwischen Mikropraktiken und Makropolitik?

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Rezensionen

Warum ist Suffizienzpolitik nicht automatisch emanzipativ, sondern kann durchaus repressive Züge haben? (von Winterfeld: 65) Welche Gegenvision zu jetzigen Fehlentwicklungen hält das konvivalistische Manifest bereit? (Adloff: 154) Was ist Eigenzeit und wie hängt sie mit Zeitpolitik zusammen? (Reheis: 160) Warum reduziert ein ökologisches Grundeinkommen das „Haben-Müssen“ und fördert das „Sein-Können“? (Schachtschneider: 201) Welche Impulse setzt die EU bereits heute für solidarische Unternehmensformen? (Bender/Bernholt: 260) Inwiefern verharren wir aktuell in einem „Krankheitswesen“ und wie können wir zu einem „Gesundheitswesen“ gelangen? (Studer: 282) Und weshalb sollte eine Wirtschaftsförderung 4.0 die „Regionalwirtschaft und kooperative Wirtschaftsformen“ unterstützen? (Kopatz: 305)

Wer spannende Argumente zu diesen Fragen wissen möchte, sollte unbedingt den im oekom verlag erschienenen und von Frank Adler und Ulrich Schachtschneider herausgegeben Sammelband Postwachstumspolitiken. Wege zur wachstumsunabhängigen Gesellschaftlesen. Weiterlesen

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Mitteilungen

Kein Wachstum ist auch (k)eine Lösung

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„Was passiert mit unserer Wirtschaft und unseren Sozialsystemen, wenn das Wachstum ausbleibt? Ist es Motor oder Hemmschuh für einen ökologischen Umbau? Entspricht das Immer-mehr nicht dem menschlichen Wesen? Was ist mit den Menschen im globalen Süden?“

Diese und weitere Fragen werden Postwachstumsvertreter/innen häufig gestellt. Die vom Konzeptwerk Neue Ökonomie verfasste und von der Rosa-Luxemburg-Stiftung herausgegebene Broschüre „Kein Wachstum ist auch (k)eine Lösung“ beleuchtet in dreizehn kurzen Kapiteln gängige Behauptungen, die rund um diese Fragen entstanden sind. Weiterlesen

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Standpunkte

Jacques Ellul: Global denken, lokal handeln

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Jacques Ellul gilt heute als einer der wichtigsten Vordenker der französischen Décroissance-Bewegung, die sich seit etwa der Jahrtausendwende formiert und mit der ich mich in meinem Buch „Der Schritt zur Seite“ beschäftige. Man kann Ellul nicht in eine Schublade stecken. So war er Widerstandskämpfer, Marx-Kenner und zugleich Antikommunist, was ihn von so vielen heute (noch) hochverehrten französischen Denkern unterschied, die trotz aller offensichtlichen menschlichen und Umweltverbrechen unter Stalin und darüber hinaus den UdSSR-Kommunismus als alleinige Alternative zum Kapitalismus sahen. Weiterlesen

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Mitteilungen

Keine Rücknahme um der Rücknahme willen

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Dass sowohl Degrowth als auch Postwachstum alles andere ist als „eine Strategie zur Schrumpfung des BIP“ verdeutlicht Giorgos Kallis in seinem Beitrag auf dem Degrowth Blog.

Eine Wachstumsrücknahme wird von Postwachstumsvertreter/innen nicht um der Reduktions willen gefordert, sondern um all die negativen Auswirkungen – sowohl ökologischer als auch sozialer Natur -, die mit immer mehr wirtschaftlicher Aktivität einhergehen, zunächst abzuschwächen und langfristig zu überwinden. Weiterlesen

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Mitteilungen

Sommerakademie: Nach dem Wachstum

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Vom 28. August bis 1. September 2017 wird die dritte Sommerakademie der Vereinigung für Ökologische Ökonomie in Kooperation mit der Akademie für Suffizienz stattfinden. Die Reihe steht unter Titel „Nach dem Wachstum“. Die Sommerakademie bietet einen Arbeitsraum für Forschende und Praktiker/innen, die sich mit den Herausforderungen einer Ökonomie und Lebenswelt jenseits des Wachstums beschäftigen. Weiterlesen

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