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Ohne politische Steuerung geht es nicht

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Freitag für Freitag protestiert die junge Generation gegen die Untätigkeit der Erwachsenen – dabei sind inzwischen nicht mehr nur Schüler/innen davon überzeugt, dass dem Kampf gegen den Klimawandel ein höherer Stellenwert eingeräumt werden sollte. Längst begeben sich Menschen abseits der Autobahn „Wirtschaftswachstum“ auf neue Pfade – sie suchen nach Möglichkeiten, Suffizienz zum Leitbild ihres Handelns zu machen. Sie werden jetzt unterstützt, in ihrer individuellen Suche durch die #kaufnix-Kampagne der Deutschen Umweltstiftung und in ihrem gemeinschaftlichen Engagement durch eine Förderung des Projekts No Planet B. Angelika Zahnrt betont, wie wichtig diese Initiativen sind und fordert, dass die Politik ihnen passende Rahmenbedingungen schafft.

 

Die Proteste der FridaysForFuture-Bewegung machen es deutlich: der Klimawandel und das Artensterben bedrohen längst nicht mehr nur den Wohlstand, sondern die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen – nicht nur im globalen Norden, sondern auch und vor allem in Ländern, die zu den anthropogenen Treibhausgasemissionen bisher nicht viel beigetragen haben.

Doch nicht nur Schüler/innen machen sich inzwischen Gedanken darüber, wie die Menschen die Kontrolle über die Folgen des Klimawandels noch bewahren können – laut einer Umfrage des European Council on Foreign Relations, die in diesem Artikel zitiert wird, sind viele Europäer/innen der Meinung, dass Umweltschutz nicht mehr nur unter Wachstumsvorbehalt betrieben werden sollte.

In diesem Sinne startete letzte Woche die Kampagne #kaufnix der Deutschen Umweltstiftung, die möglichst viele Menschen zu einem suffizienteren Verhalten inspirieren möchte. Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzende des BUND e.V., unterstützt die Kampagne und betont dabei, dass eine Umorientierung individueller Lebensstile und eine Abkehr von derzeitigen Konsummustern wichtig seien, aber auch begleitet werden müssen von politischen Rahmenbedingungen, die suffiziente Lebensstile überhaupt erst ermöglichen und auch in der Lage sind, diese attraktiver zu machen.

Neben dem individuellen Konsumverhalten kann auch das gemeinschaftliche Engagement eine wirksame Stellschraube sein, die gesellschaftliche Veränderungen auslöst und in die Breite trägt. Um dieses Engagement zu stärken, hat No Planet B, ein über die Dauer von drei Jahren von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt im Rahmen des Development Education and Raising Awareness (DEAR) Programms, eine Ausschreibung zur Förderung von kleinen und mittelgroßen zivilgesellschaftlichen Organisationen veröffentlicht, die sich mit eigenen Projekten gegen den weltweiten Klimawandel und für nachhaltige Lebensweisen engagieren möchten. Es können zum inhaltlichen Schwerpunkt „Postwachstum und Suffizienz im ländlichen Raum“ Projektanträge eingereicht werden. Die Details der Ausschreibung finden Sie unter https://de.noplanetb.net/.

 

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