Ein Werbungsverbot für Grenoble
Das französische Grenoble hat kommerzielle Werbung im Stadtgebiet fast vollständig verboten und damit eine kommunale Postwachstumspolitik im Sinne der Konsumreduzierung umgesetzt. Wie hat sie das geschafft?
Pfade in die Postwachstumsgesellschaft
Das französische Grenoble hat kommerzielle Werbung im Stadtgebiet fast vollständig verboten und damit eine kommunale Postwachstumspolitik im Sinne der Konsumreduzierung umgesetzt. Wie hat sie das geschafft?
Wie geht wachstumskritisches Bauen und Wohnen? Das Stadtquartier Kleineschholz in Freiburg erprobt einen Ansatz, der gemeinwohlorientierte Akteure gezielt unterstützt. Während gemeinschaftsgetragene Wohnprojekte bereits bauen und das Projekt Erfolge feiern kann, zeigen sich auch die Hürden, die sich durch marktorientierte Bundespolitiken ergeben.
Einweg-Verpackungen für Essen und Getränke steigern das öffentliche Müllaufkommen und den Ressourcenverbrauch. Um diese zu reduzieren, hat die Stadt Freiburg vor Kurzem eine Verpackungssteuer eingeführt. Benedikt Schmid, Coline Chardon und Rieke Schneider vom DFG-Forschungsprojekt „Municipal Transformative Communities for Local Economies Beyond Growth“ diskutieren, wie diese ökologische Steuer als Postwachstumsstrategie wirken kann und welche Herausforderungen sich daraus ergeben.
Der Wachstumszwang ist tief in unsere Institutionen eingeschrieben, so auch auf Ebene der Kommunen. Im Standortwettbewerb und im Ringen um ausreichend Steuereinnahmen für die kommunale Daseinsvorsorge orientieren sich noch immer viele Kommunen vor allem an einer Steigerung des Wirtschaftswachstums. Coline Chardon und Benedikt Schmid stellen in diesem Artikel ihre Erkenntnisse aus dem MUTUAL-Forschungsprojekt zu kommunalen Wachstumsabhängigkeiten vor.
Im Wandlungsprozess hin zu einer Postwachstumsgesellschaft nehmen Gemeinschaftlichkeit und Vernetzung eine Schlüsselrolle ein. Benedikt Schmid hat Dennis Hack interviewt, der zusammen mit seinem Team mit „Human Connection“ ein nicht kommerzielles Online-Netzwerk erschaffen möchte, auf dem sich alle Interaktionen am Gemeinwohl und an den Menschenrechten orientieren und das dadurch zur sozial-ökologischen Transformation beitragen soll.