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Zeitenwende 2020: Wird diesmal alles anders?

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Konzepte und Handlungsstrategien für resilientes Wirtschaften

Die Corona-Pandemie bedroht die Gesundheit von Millionen Menschen und überlastet Versorgungssysteme weltweit. Die gekoppelte Gesundheits- und Wirtschaftskrise zeigt die Bruchstellen unserer sozio-ökonomischen Strukturen und macht deutlich: Unser äußerst ausdifferenziertes und auf kurzfristige Effizienz und Wachstum getrimmtes Wirtschaftssystem ist hochfragil. Wird diese Krisenerfahrung andere, resilientere Lebens- und Wirtschaftsweisen fördern, wird 2020 eine Zeitenwende für gutes Leben, Umwelt und Klima?

In 2020 werden die Weichen gestellt für das beginnende Jahrzehnt und weit darüber hinaus. Auf der Online-Tagung am 25.09.2020 möchten wir mit Ihnen diskutieren: Wird diesmal alles anders?

Vor Corona haben die Klima- und die Biodiversitätskrise viele Menschen bewegt. Sozial-ökologische Transformationskonzepte wurden breiter als zuvor diskutiert. Für viele Menschen war klar: Ohne systemische Neuorientierungen, ohne die Überwindung der scheinbar unverrückbaren Pfadabhängigkeiten finden wir keine Wege aus den akuten ökonomischen und ökologischen Krisen. Ein „Weiter wie bisher“ wie nach der Finanzkrise ist heute nicht mehr denkbar. Das Gelegenheitsfenster, mit mutigen Konzepten und Handlungsstrategien für resilientes Wirtschaften eine nachhaltige Zukunft zu gestalten, stand vielleicht noch nie so weit offen wie in diesem Jahr. Mut zum Machen ist gefragt wie selten.

Vorsorgeorientierung, Resilienz und Wachstumsunabhängigkeit

Das Institut und die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung laden dazu ein, bei der Online-Tagung Zeitenwende 2020 Konzepte und konkrete Handlungsperspektiven für einen weitreichenden Wandel zu diskutieren. Die Tagung stellt die Konzepte Vorsorgeorientierung, Resilienz und Wachstumsunabhängigkeit sowie besonders nachhaltigkeitsrelevante Handlungsfelder in den Mittelpunkt der Diskussion – Energiewende, soziale Infrastrukturen und Versorgungssysteme, Care-Ökonomie, alternative Ökonomie-Ansätze und Digitalisierung. Ziel ist es, nachhaltige Transformationsstrategien zu entwickeln, die systemische Fragen aufwerfen – im Spannungsfeld von Markt und Staat sowie von Postwachstum und Green Growth.

Die Tagung verbindet aktuelle Forschungsbeiträge aus der (Post-)Wachstumsdebatte wie die vorsorgeorientierte Postwachstumsposition (Petschow et al. 2018; 2020), die internationale Transition-Forschung, die inter- und transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung sowie aktuelle umwelt- und wirtschaftspolitische Debatten wie sie zum europäischen Green Deal geführt werden.

 

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

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