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„Wachstum ohne Ende?“ – Pixiheft zu Postwachstum für Jugendliche erschienen

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Meistens sind es Erwachsene, die in wissenschaftlichen Kreisen oder in sozialen Bewegungen die Idee einer Postwachstumsgesellschaft diskutieren und voranbringen. Eine kleine Broschüre – im ungewöhnlichen Pixiheft-Format – spricht nun speziell Jugendliche darauf an: „Was hat Wachstum mit deinem Leben zu tun?“ Sie ist eine Kooperation zwischen der BUNDjugend und dem BUND. Das Heft mit dem Titel „Wachstum ohne Ende?“ läd gerade 15- bis 17-Jährige ein, sich an das schwierige Thema heranzuwagen.

Kapitel wie „Wachstum! Welches Wachstum?“, „Es ist nicht alles BIP, was wächst“ oder „Mythen ums Wachstum: Hält es, was es verspricht?“ sprechen Klartext. Parallel hakt das Heft genauer nach und fragt nach eigenen Ideen und Perspektiven der Leser_innen: „Was dürfte gerne noch viel weiter wachsen – auch wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst?“ und „Was brauchst du für ein Leben in einer Gesellschaft jenseits des Wachstums?“ Zum Schluss werden die Herausgeber konkret: sie haben einen kleinen Strauß von Postwachstumsprojekten zusammengestellt und stellen unter anderem Urban Gardening, Umsonstläden und Brotaufstrich-Koops zum Nach- und Selbermachen vor. Die Ambition der Herausgeber ist es, die Debatte auch für Jugendliche und junge Erwachsene zu erschließen. Ob das Pixi-Heft ein erster Aufschlag dafür ist, wird dessen Einsatz z.B. bei konsumkritischen Stadtführungen aber auch Veranstaltungen außerhalb des BUND und der BUNDjugend zeigen.

Das Heft ist Ende April 2012 erschienen und kann über den BUND bestellt werden. Als .pdf kann es direkt hier heruntergeladen werden. Wer mit Jugendlichen zum Wachstums-Thema arbeitet, ist herzlich eingeladen, das Heft einzusetzen und mit ihnen zu diskutieren.

Als Autorin des Heftes freue ich mich sehr über Feedback.

Anja Humburg ist Umweltwissenschaftlerin, Zukunftspilotin und Journalistin. Seit 2015 arbeitet sie als freie Journalistin, u.a. für Oya, futurzwei.org und leitet das lokale Nachhaltigkeitsmagazin Was zählt. in Lüneburg. Sie ist Mitglied im Netzwerk Wachstumswende und war Mitarbeiterin am Institut für Umweltkommunikation der Leuphana Universität Lüneburg.

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