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Kann der Reboundeffekt gemäß der Nachhaltigkeitsformel verhindert werden?

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Die Hauptfrage einer „Postwachstumsgesellschaft“ kann aus unserer Sicht, d.h. der Sicht der Nachhaltigen Ökonomie, nicht die Frage sein, ob das Bruttoinlandsprodukt (BIP) eines Landes bzw. der Welt sinkt oder steigt. Vielmehr lautet sie: Wie kann es gelingen, den nicht zukunftsfähigen Verbrauch der natürlichen Ressourcen Jahr für Jahr zu senken und gleichzeitig die Grundbedürfnisse aller Menschen zu befriedigen? Einige Vertreter der Postwachstumsbewegung befürchten, dass jede Steigerung der Ressourcenproduktivität aufgrund der Reboundeffekte zwingend zu einer weiteren Steigerung des Ressourcenverbrauchs führen muss. Sie halten eine absolute Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch nicht für möglich (diese Position wird auch von vielen Vertretern der Nachhaltigen Ökonomie geteilt). Die Mehrheit vertritt hingegen die Ansicht, dass wirtschaftliches Wachstum in den Grenzen der natürlichen Tragfähigkeit stattfinden kann, solange die Formel des nachhaltigen Wirtschaftens eingehalten wird. Dies soll im folgenden Beitrag näher erläutert werden.

Die Formel für nachhaltiges Wirtschaften

Die Nachhaltige Ökonomie strebt eine wirtschaftliche Entwicklung in den Grenzen der natürlichen Tragfähigkeit an, bei der der nachhaltige Umbau (Transformation) der globalen Volkswirtschaften im Mittelpunkt steht. Um die Grenzen der natürlichen Tragfähigkeit bei dieser Entwicklung einhalten zu können, muss die Formel für nachhaltiges Wirtschaften eingehalten werden (Rogall 2004: 44):

 Veränderung der Ressourcenproduktivität1 > Veränderung des BIP

Liegt die Steigerung der Ressourcenproduktivität gemäß der Nachhaltigkeitsformel immer über der Steigerung der wirtschaftlichen Wachstumsraten, sinkt der absolute Ressourcenverbrauch somit Jahr für Jahr auch bei wirtschaftlichem Wachstum (sog. absolute Entkoppelung). Die unbedingte Einhaltung dieser Formel bezeichnen wir als Nachhaltigkeitsparadigma.

Mit dem Nachhaltigkeitsparadigma verfolgt die Nachhaltige Ökonomie das Ziel einer wirtschaftlichen Entwicklung, die ausreichend hohe ökologische, ökonomische und sozial-kulturelle Standards im Rahmen der natürlichen Tragfähigkeit sichert (d.h. den absoluten Ressourcenverbrauch global bis 2050 halbiert). Eine derartige Entwicklung scheint uns nur mit einem moderaten und selektiven Wachstum möglich, bei dem mittels ökologischer Leitplanken die Wertschöpfung ausgewählter Wirtschaftssektoren weiter steigt (teilweise sogar schneller als heute, z. B. erneuerbare Energien und Bildung) und ressourcenintensive Sektoren (z.B. fossile Energiewirtschaft) schrumpfen.

Möglichkeit absoluter Entkopplung

Es stellt sich nun die Frage, ob eine derartige Entwicklung möglich ist. Das wird in der Literatur unterschiedlich beantwortet. Meyer schreibt über die Postwachstumsgesellschaft: „Eine Entkoppelung von Wachstum und Ressourcenverbrauch ist möglich, wenn es gelingt, den Einsatz von Ressourcen pro Einheit des Bruttoinlandsprodukts zu reduzieren.“ (Meyer 2010: 169). Damit schließt er sich Autoren (Ekins u.a.) an, die Wachstum nicht von vornherein ausschließen wollen, wenn die ökologischen Grenzen eingehalten werden (Ekins u.a. 2010).

Auch der SRU (2012) stimmt der Aussage zu, dass eine Senkung des Ressourcenverbrauchs bei einem (allerdings nur moderaten) Wachstum global möglich ist, auch wenn man die Verlagerung von Treibhausgasemissionen ins Ausland berücksichtigt. Dies wird durch Studien des Wuppertal-Instituts (WI) sowie des Ökoinstituts mit dem Fraunhofer ISI-Institut (FhG-ISI) bestätigt: Die WissenschaftlerInnen des WI kommen in ihren Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass trotz der Reboundeffekte durch politisch-rechtliche Instrumente eine absolute Abkopplung erreicht werden kann (Distelkamp u.a. 2010: 49). Die WissenschaftlerInnen des Ökoinstituts und des FhG-ISI konnten in ihrer Studie zeigen, dass in verschiedenen Energie­sektoren der absolute Energieverbrauch trotz Wachstum gesenkt werden konnte (UBA 2011/07: 5; vgl. SRU 2012: 26). Andere AutorInnen widersprechen dieser Position des selektiven Wachstums, sie halten eine absolute Entkoppelung des Ressourcenverbrauchs vom wirtschaftlichen Wachstum für unmöglich (z.B. Jackson 2009).

Welche Position die richtige ist, kann aber letztlich nicht theoretisch, sondern nur durch den tatsächlichen Ressourcenverbrauch geklärt werden. Global und in der EU-27 ist es bislang nicht gelungen, eine absolute Entkoppelung zwischen wirtschaftlichem Wachstum und Ressourcenverbrauch zu erreichen. Anders in Deutschland, hier konnte seit 2000 in den Indikatoren der Umweltgesamtrechnung (UGR) und der umweltbezogenen Indikatoren des Nachhaltigkeitsprogramms der Bundesregierung von 2002 die Nachhaltigkeitsformel eingehalten werden (SRU 2012: 51):

Tabelle: Einsatz von Umweltressourcen in Deutschland

Tabelle - Rogall 2

Die Tabelle zeigt, dass die Nachhaltigkeitsformel in den 2000er Jahren für alle Indikatoren der UGR eingehalten werden konnte2. Die Aussage, dass eine absolute Entkoppelung möglich ist, wird von zahlreichen Studien unterstützt, die z.B. zeigen, dass eine 100%-Versorgung mit erneuerbaren Energien unter bestimmten Bedingungen realisierbar ist, und damit, dass gegen eine absolute Entkoppelung keine unüberwindbaren Gründe sprechen.

So sicher also eine absolute Senkung des Ressourcenverbrauchs mit selektivem Wachstum unter bestimmten Bedingungen möglich ist, so sicher ist allerdings auch, dass die bisher erzielten Reduktionen nicht ausreichend sind. Bei gleichbleibender Entwicklung können die Minderungsziele nicht erreicht werden. Auch stammen Teile des Erfolgs aus Sondereffekten, die nicht beliebig wiederholbar sind (Zusammenbruch der besonders ineffizienten Industrie in den neuen Bundesländern nach der Wende, die globale Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09).

Bedingungen für den Erfolg absoluter Entkopplung

Wir halten als Fazit fest: Eine wirtschaftliche Entwicklung in den Grenzen der natürlichen Tragfähigkeit (Nachhaltigkeitsparadigma) mit selektivem Wachstum ist unter den folgenden Bedingungen über einen absehbaren Zeitraum – wenn auch nicht für immer – möglich:

1. Moderates Wachstum (Wachstumsraten über 2,5% lassen sich nicht durch Ressourcenproduktivität kompensieren).

2. Konsequente Einführung politisch-rechtlicher Instrumente, die für eine konsequente Umsetzung der drei Strategiepfade der Nachhaltigkeit (Effizienz, Konsistenz und Suffizienz) sorgen.

Deshalb sprechen wir uns für ein automatisch reagierendes Ressourcenabgabensystem aus, bei dem die Abgaben bei Nicht-Einhaltung der Nachhaltigkeitsformel steigen (bis zur Kompensation) und bei Einhaltung sinken, ohne dass es hierzu eines jeweiligen Parlamentsbeschlusses bedarf. Hierdurch werden die heutigen nicht zukunftsfähigen Produkte, Verfahren und Strukturen durch nachhaltige ersetzt und Reboundeffekte verhindert.

Global gesehen sind wir allerdings von der Einhaltung der Formel und der Einführung eines Ressourcenabgabensystems weit entfernt, so ist in den letzten 20 Jahren die globale Ressourcenproduktivität um 25% gestiegen, während das globale BIP um 82% wuchs (Bringezu, Bleiwitz 2009). Die Frage, ob der Reboundeffekt verhindert werden kann, hängt also von dem Mut der Politik ab, die richtigen politisch-rechtlichen Instrumente einzuführen.

1 Die Ressourcenproduktivität drückt das Verhältnis von hergestellter Gütermenge (BIP) zum Ressourceneinsatz (inkl. Schadstofffreisetzung) aus (z.B. BIP zu Materialverbrauch oder BIP zu Primärenergieverbrauch oder BIP zu CO2-Emissionen). Damit sagt die Entwicklung der Ressourcenproduktivität etwas darüber aus, wie effizient eine Volkswirtschaft mit den natürlichen Ressourcen umgeht.

2 Das gilt auch unter Berücksichtigung der Verlagerung des Ressourcenverbrauchs auf die Vorlieferanten, weil dieser Ressourcenverbrauch zum direkten deutschen Ressourcenverbrauch hinzu gerechnet werden muss, allerdings auch alle Verbräuche für die deutschen Exporte abgezogen werden müssen.

Der Beitrag beruht auf der Veröffentlichung Nachhaltige Ökonomie. Informationen über die Nachhaltige Ökonomie sind auf der Seite von Prof. Holger Rogall zu erfahren.

7 Kommentare

  1. Patrick sagt am 25. März 2013

    Naja, ich denke mitten im Text verborgen steht ja schon der große Knackpunkt:

    „Eine wirtschaftliche Entwicklung in den Grenzen der natürlichen Tragfähigkeit (Nachhaltigkeitsparadigma) mit selektivem Wachstum ist unter den folgenden Bedingungen über einen absehbaren Zeitraum – WENN AUCH NICHT FÜR IMMER – möglich“

    Darum geht es aber bei der Nachhaltigkeit. Es soll ja nachhaltig – also auf Dauer und im Durchschnitt gelingen. Das kann es meiner Meinung nach nicht.
    Natürlich können wir durch höchste Effizienzmaßnahmen ein paar Jahre den absoluten Verbrauch senken oder stabil halten und dabei Wachstum erleben. Doch jede Effizienzmaßnahme hat seine Grenzen und – ganz wichtig – mit zunehmendem Maße werden diese Effizienzmaßnahmen immer teurer“

    Der linke Teil der Formel hat eine natürliche Grenze, der rechte nicht zwangsläufig:

    Veränderung der Ressourcenproduktivität1 > Veränderung des BIP

    Ich glaube aber, dass das Entscheidende ist, WIE wir Wachstum genau definieren. Rein Materieller Wachstum MUSS irgendwann enden, es ist ja heute bereits mehr Verdrängung (anderen etwas wegnehmen) als wirklich noch ein „mehr“ untereinander aufzuteilen.
    Wenn Wachstum aber auch meint: Gemeinwohl, Zufriedenheit, Lebensqualität, Gesellschaftsentwicklung, Bildung, Gesundheit….
    Bei SO EINER Definition von Wachstum kann ich mir in der Tat vorstellen, dass wir eine Entkoppelung vom Ressourcenverbauch hinbekommen.

    Doch dafür benötigt es eine komplett andere Politik, ganz andere Anreize und ein ganz neues Selbstverständnis der Menschen, Unternehmen und der Politik, quasi dem ganzen Dogma des letzten Jahrhunderts abzuschwören. Ich würde meinen, wir sprechen hier von einem Bewusstseinssprung.
    Den kann es in der Tat geben – und den MUSS es auch irgenwann geben wenn wir nicht den Weg unseres eigenen Untergangs bis zum Ende gehen wollen.
    Doch da sehe ich heute weit und breit noch sehr wenig Land in Sicht…

    Aber es ist dennoch gut und richtig, daran zu arbeiten und so tolle Berichte zu publizieren. Gefällt mir, nur so kann es Diskussionen und Anregungen geben.

  2. ab.er sagt am 25. März 2013

    Hallo,
    aus einer 10jährigen Entwicklung etwas allgemeingültiges herleiten zu wollen, finde ich etwas gewagt. Wie weit ist die deutsche Entkopplung von Wirtschaftswachtum und Ressourceverbrauch nicht auf Sondereffekte zurückzuführen, die eben im globalen Rahmen nicht verallgemeinerbar sind? Ist ein großer Teil der Reduktion des Resourcenverbrauchs nicht darauf zurückzuführen, dass die dreckigen, minderwertigen Arbeiten (also wirklich die Massenproduktion) in die Entwicklungsländer verlagert worden ist, während hier in Deutschland nur die hochwertige Ingenieurarbeit (also die mit hoher Wertschöpfung) mit geringem Resourcenverbrauch übrig geblieben ist?

    Da dürfte jeder einsehen, dass das im globalen Rahmen ein Nullsummenspiel ist und keineswegs als Bestätigung der These, eine Entkopplung sei möglich, dienen kann.

  3. hm. weiß nicht genau ob sich die autoren – außer der aufwärmung „nachhaltigkeitsformel“ ressourceneffizienzsteigerung > bip-wachstum überhaupt zum thema rebound gedanken gemacht haben. erst mal werden hier wachstums- und reboundeffeke (bewusst?) verwechselt. zweitens gehen die autoren an der eigentlichen diskission vorbei und landen damit in der sackgasse. hilfreich wäre ein blick in die aktuelle wissenschaftliche diskussion. madlener/alcott, tilman santarius und stefan thomas haben dazu zuletzt veröffentlicht).
    Madlener, R./ Alcott, B. (2011): beschreiben rebound als das empirische phänomen, dass effizienzmaßnahmen, die zunächst ressourcen (neben energie auch zeit, geld etc.) einsparen, effekte erzeugen, die diese einsparung wieder aufzehren. oft treten mehrere reboundeffekte auf, so dass auf einer sekundären oder tertiären ebene die wünschbaren energieeinsparungen konterkariert werden. die chancen für absolute entkoplung stehen da schlecht. stefan thomas (wuppertal insitut) schreibt in den energiepolitischen tagesfragen daher auch richtig: „wachstum ist (…) der haupt-antagonist der effizienzsteigerung, nicht durch letztere induzierter zusätzlicher energieverbrauch.“
    ob effizienzsteigerungen von reboundeffekt befreit werden können – ich bezweifle es. die reboundeffekte hängen durch mikroökonomische effekte mit den effizienzsteigerungen zusammen, diese können auch nicht durch politische maßnahmen bereinigt werden. es ist auch unsinn, denn reboundeffekte sind in einer wachstumsorientierten politik gewünscht. man muss also m. E. auf andere strategien setzen.

  4. ab.er sagt am 26. März 2013

    Ich hoffe, ich bin da nicht falsch verstanden worden. Natürlich wird sich etwas ändern, wenn die Resourcen (wahrscheinlich in absehbarer Zeit) anfangen auszugehen. Es wird in dem Moment, wenn der Verbrauch von Resourcen mangels Verfügbarkeit nicht mehr gesteigert werden kann, einfach kein wirtschaftliches Wachstum mehr geben. Green New Deal hin oder her.

    Für mich ist es absolut plausibel, dass es keine dauerhafte (hinreichende) Entkopplung von Resourcenverbrauch und Wachstum geben kann. D.h. wenn keine Resourcen mehr verfügbar sind, wird es auch kein Wachstum mehr geben. Und die Wachstumskrise im südlichen Europa: Trifft die rein zufällig die Staaten, die den höchsten Anteil von Öl an ihrer Energieversorgung haben und die jetzt von den angestiegenen Ölpreisen am härtesten getroffen sind?

  5. Patrick sagt am 27. März 2013

    Definitiv ist es so, dass die Subventionierung von fossilen Brennstoffen in den letzten 10 – 15 Jahren dramatisch angestiegen ist und natürlich enorm auf die Finanzlage der europäisschen Länder drückt, da wir selbst kaum solche Vorkommen haben. Die ohnehin schwächeren Länder trifft es natürlich dann am härtesten.
    Ich finde auf die Schnelle die genauen Zahlen nicht mehr, aber ich kann mich erinnern, dass die Subventionen EU-Weit auf über 400 Mrd. Euro / Jahr gewachsen sind.

    Wenn man bedenkt, wieviele Erneuerbare wir für diese unglaubliche Menge an Geld hätten installieren und dabei noch in Forschung für die Speicherung hätten investieren können. Aber der Kater nach der Fossilen Party wird umso heftiger sein – unseren Politikern, Lobby- und Konzernfreunden sei Dank!

    Zum allgemeinen Ressourcenverbauch:
    Ich glaube, dass ALLE Menschen weltweit schnell merken werden, wenn die Ressourcenbasis deutlich zurück geht und das wir uns dann schnellstens von einer reinen Produktions- zu einer Kreislauf- und Reparaturwirtschaft werden verändern müssen. Sprich: Kaufen, benutzen und wegwerfen wird dann endlich vorbei sein. Geplante Obsoleszenz wird man im Nachgang für ein Teufelswerk halten – und das zurecht. Es ist der Ausdruck der spätkapitalistischen Überproduktionskrise in Verbindung mit dem Geldsystemimmanenten Wachstumszwang. Ein Problem, von Menschen gemacht – und doch hält man an diesem System bisher fest, koste es was es wolle. Ein Endstadium eben.
    Jedenfalls werden wir in der Zukunft Abfall weitgehend vermeiden müssen. Dinge müssen von vorne herein langlebig gebaut werden (was kein Problem sein sollte, wenn man bedenkt, dass wir ganz locker Raumstationen im All von außen reparieren können) und so gebaut werden, dass sie leicht reparabel sind.
    Ressourcen werden so lange und oft es geht recycled werden – daher ist die Instandhaltung, Reparatur, Austausch = eher eine Dienstleistung als eine richtige Produktion. Kreislaufwirtschaft auf geringer Ressourcenbasis inkl. der angeschlossenen Dienstleistung. So in etwa sehe ich die Zukunft.

  6. Man kann alle Reboundeffekte auch knapp so zusammenfassen: Was an Ressourcen mühsam an einer Stelle eingespart wird, wird nur frei, um woanders verbraucht zu werden.
    Solange es
    a) keine Obergrenzen für den Verbrauch gibt (Caps) und
    b) der höhere oder neue Einsatz von Ressourcen einen Wettbewerbsvorteil (Industrie) oder Konsumvorteil (privat) verschafft (und in der Regel macht er das),
    wird sich Entkopplung nicht mal theoretisch begründen lassen – von der Praxis ganz zu schweigen. So sehr ich die Arbeiten von Holger Rogall begrüße: Seinen Versuch, eine absolute Entkopplung nachzuweisen, würde ich schon fast als verzweifelt bezeichnen. Die ersten Erfolge sind die einfachsten, und dem Kommentar ab.er ist hier zuzustimmen: Aus so einer kurzen „Versuchsdauer“ Hoffnung zu schöpfen, klingt ziemlich nach Vorsatz. Von wissenschaftlich gebotener Skepsis ist da zu wenig zu sehen. Es spricht viel mehr gegen Entkopplung als dafür.

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