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Pfade in die Postwachstumsgesellschaft

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Neueste Beiträge

Gemeinwohlorientiert Bauen: Konzepte statt Profite

Ein Haus des Stadtquartiers Kleineschholz, mit der Ankündigungstafel für das Stadtquartier davor.

Wie geht wachstumskritisches Bauen und Wohnen? Das Stadtquartier Kleineschholz in Freiburg erprobt einen Ansatz, der gemeinwohlorientierte Akteure gezielt unterstützt. Während gemeinschaftsgetragene Wohnprojekte bereits bauen und das Projekt Erfolge feiern kann, zeigen sich auch die Hürden, die sich durch marktorientierte Bundespolitiken ergeben.

Absage an Merz‘ Politik: Postwachstumsbericht der UN

Im Mai 2026 wurde der UN-Report „Counting what counts“ der Expertengruppe „Beyond GDP“ veröffentlicht: Er kritisiert den Fokus auf das BIP als Wohlstandsindikator. „Postwachstums-Youtuber“ Martin Oetting hat sich den Bericht genauer angeguckt und kritisiert das fehlende Medienecho.

Der Jahreswirtschaftsbericht 2026 – ein Sprung zurück

Das BIP ist aus Postwachstums-Perspektive schon lange unzureichender Indikator, will man den Wohlstand einer Gesellschaft bestimmen. Während sich die Bundesregierung innerhalb ihrer jährlichen Jahreswirtschaftsberichte einer breiteren Perspektive auf Wohlstand angenähert hatte, wird sich im Bericht 2026 wieder einem „klassischen“ Wirtschaftsverständnis bedient. Roland Zieschank und Benjamin Held weisen auf den Verlust einer systemischen Perspektive hin und begründen, warum dies im Gegensatz zu internationalen Bestrebungen steht.

Kunst trifft Entsiegelung

Zu sehen ist eine Parkfläche mit Menschen in weißen Kitteln und Schutzkleidung, die mit Hammer, Meißel und einer Spitzhacke den Asphalt aufbrechen.

Welche Rolle kann Kunst im Wandel hin zu einer Postwachstums-Gesellschaft spielen? Die Künstlerin Folke Köbberling hat in Dortmund die Entsiegelung eines ehemaligen Parkplatzes als partizipative Kunstaktion gestaltet, durch die Anwohner*innen aktiv an der ökologischen Veränderung des Stadtraums teilhaben konnten. Mia Lehn vom IÖW war vor Ort dabei und schreibt über das Potenzial von Kunstaktionen im Kontext einer sozial-ökologischen Stadtentwicklung.

Souverän statt KI-hörig: Kommunale Abrüstung wagen

Hinter dem Schutzschild der Technologieoffenheit greifen KI-Konzerne zum Teil drastisch in die Selbstverwaltung von Kommunen ein. Welchen Effekt hat das für die Infrastrukturen vor Ort? Und wie könnte ein für Kommunen gewinnbringender Umgang mit KI aussehen? Entgegen dem derzeitigen rein profitorientierten Einsatz durch einzelne Konzerne plädiert unser Autor für eine demokratische KI-Infrastruktur, die gezielt eingesetzt wird und die Souveränität bei den Kommunen belässt.

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Aktuelle Termine

20.07.2026 - 25.07.2026 | Harzgerode (Sachsen-Anhalt)

A degrowth festival: Alt Shift

For this year’s festival we are getting our hands dirty! We invite friends and allies from climate and social justice movements to co-create a space where we rehearse the worlds we need, beyond oppressive systems & toward our collective survival. Together, we want to experiment with practices that sustain, challenge and …

25.07.2026 - 12.08.2026 | Zsámbok (Hungary)

Living and experiencing Degrowth in Hungary

Cargonomia, a degrowth cooperative in Hungary, has officially become a certified European Solidarity Corps Host and Lead Organisation. After more than 11 years of community-supported agriculture, cargo-bike logistics, agroecology, eco-construction camps, food processing, workshops, traineeships, low-tech experimentation, and many collective adventures between Budapest and Zsámbok, Cargonomia is opening a new …

08.08.2026 - 15.08.2026 | Chandolin (Schweiz)

Rethinking Economics Summer School Switzerland

SMASH THE STATUS QUO: Eine auf Fürsorge ausgerichtete Wirtschaft schaffen | Rethinking Economics Summer School Switzerland  Rethinking Economics lädt die Teilnehmenden zu einer Woche des kritischen Austauschs, neuer Perspektiven und gemeinsamen Lernens in den Schweizer Alpen ein. Bei der diesjährigen Rethinking Economics Summer School Switzerland wird kritisch untersucht, wie sich …

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Standpunkte

Absage an Merz‘ Politik: Postwachstumsbericht der UN

Im Mai 2026 wurde der UN-Report „Counting what counts“ der Expertengruppe „Beyond GDP“ veröffentlicht: Er kritisiert den Fokus auf das BIP als Wohlstandsindikator. „Postwachstums-Youtuber“ Martin Oetting hat sich den Bericht genauer angeguckt und kritisiert das fehlende Medienecho.

Der Jahreswirtschaftsbericht 2026 – ein Sprung zurück

Das BIP ist aus Postwachstums-Perspektive schon lange unzureichender Indikator, will man den Wohlstand einer Gesellschaft bestimmen. Während sich die Bundesregierung innerhalb ihrer jährlichen Jahreswirtschaftsberichte einer breiteren Perspektive auf Wohlstand angenähert hatte, wird sich im Bericht 2026 wieder einem „klassischen“ Wirtschaftsverständnis bedient. Roland Zieschank und Benjamin Held weisen auf den Verlust einer systemischen Perspektive hin und begründen, warum dies im Gegensatz zu internationalen Bestrebungen steht.

Souverän statt KI-hörig: Kommunale Abrüstung wagen

Hinter dem Schutzschild der Technologieoffenheit greifen KI-Konzerne zum Teil drastisch in die Selbstverwaltung von Kommunen ein. Welchen Effekt hat das für die Infrastrukturen vor Ort? Und wie könnte ein für Kommunen gewinnbringender Umgang mit KI aussehen? Entgegen dem derzeitigen rein profitorientierten Einsatz durch einzelne Konzerne plädiert unser Autor für eine demokratische KI-Infrastruktur, die gezielt eingesetzt wird und die Souveränität bei den Kommunen belässt.

Neues aus der Wissenschaft

(Post-)Wachstumsthemen in Schulbüchern?

Wie wird Wirtschaft im Kontext aktueller sozialer Herausforderungen und angesichts planetarer, ökologischer Grenzen in österreichischen Schulbüchern dargestellt? Dieser Frage ging der Transformationsforscher Hans Holzinger in einer neuen Studie nach, die er in diesem Blogartikel vorstellt.

Die ökologische Steuerreform: Steuer-Shift statt...

Lässt sich durch eine Steuerreform der Wachstumszwang unserer Wirtschaft aushebeln? Und wie können wir es schaffen, Arbeitsplätze in einer Postwachstums-Gesellschaft zu erhalten? Hannes Vetter geht diesen und weiteren Fragen nach und diskutiert in diesem Artikel das Transformationspotential einer ökologischen Steuerreform.

Aktuelle Berichte

Gemeinwohlorientiert Bauen: Konzepte statt Profite

Wie geht wachstumskritisches Bauen und Wohnen? Das Stadtquartier Kleineschholz in Freiburg erprobt einen Ansatz, der gemeinwohlorientierte Akteure gezielt unterstützt. Während gemeinschaftsgetragene Wohnprojekte bereits bauen und das Projekt Erfolge feiern kann, zeigen sich auch die Hürden, die sich durch marktorientierte Bundespolitiken ergeben.

Kunst trifft Entsiegelung

Welche Rolle kann Kunst im Wandel hin zu einer Postwachstums-Gesellschaft spielen? Die Künstlerin Folke Köbberling hat in Dortmund die Entsiegelung eines ehemaligen Parkplatzes als partizipative Kunstaktion gestaltet, durch die Anwohner*innen aktiv an der ökologischen Veränderung des Stadtraums teilhaben konnten. Mia Lehn vom IÖW war vor Ort dabei und schreibt über das Potenzial von Kunstaktionen im Kontext einer sozial-ökologischen Stadtentwicklung.

Mitteilungen

Special Issue: (Post-)Growth Infrastructures

Kürzlich ist ein Special Issue der Zeitschrift Economy and Society erschienen mit spannenden Artikeln, die sich kritisch mit jenen gesellschaftlichen Arrangements auseinandersetzen, die unser stetiges Streben nach Wachstum ermöglichen und zementieren. Die Debattenbeiträge beleuchten jene (Post-)Wachstums-Infrastrukturen aus verschiedenen gesellschaftswissenschaftlichen Perspektiven. Viele der Artikel sind im Open Access verfügbar.

Ökologisches Wirtschaften: Neue Artikel im Open Access

Bei der Fachzeitschrift ‚Ökologisches Wirtschaften‘ sind neue, spannende Artikel im Open Access verfügbar.

Rezensionen

Kapitalismus am Limit – aber nicht am Ende

Über Persistenz, Anpassung und systeminterne Transformation: In diesem Blogartikel schreibt Daniel Laden, warum wir nicht auf ein plötzliches Ende des Kapitalismus hoffen sollten, sondern selbst den Wandel gestalten und Wachstum kreativ überwinden müssen.

Vergesellschaftung für Öffentlichen Luxus für Degrowth

Der Kapitalismus mit seinem inhärenten ökonomischen Wachstumszwang und Privateigentum an den Produktionsmitteln erzeugt multiple Krisen, darunter massive Naturzerstörung und wachsende soziale Ungleichheiten. Lukas Warning, Mit-Herausgeber von ‚Öffentlicher Luxus‘, appelliert in diesem Beitrag, warum wir für eine Überwindung des Wachstums an die Wurzeln des Kapitalismus müssen und warum wir davon letztendlich alle profitieren würden.

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