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Vorschau 5. Internationale Degrowth Konferenz 2016

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Es ist vielversprechend, vielseitig und weckt die Vorfreude: Das Programm der 5. Internationalen Degrowth Konferenz, die diesen Sommer vom 30. August bis 3. September in Budapest stattfindet. Im Rahmen von 40 Panels und 200 (Kurz-)Präsentationen widmen sich die knapp 500 Teilnehmer/innen der ambitionierten Leitfrage „Walking the Meaningful Great Transformations?“.

Bei einem Blick auf die Liste der Speaker/innen fällt gleich auf, dass es gelungen ist, sehr unterschiedliche Perspektiven, auch aus sehr unterschiedlichen Regionen, für die Konferenz zu gewinnen. Neben zahlreichen Forscher/innen aus Ost- und Südeuropa finden sich beispielsweise auch Vertreter/innen aus Skandinavien, die sich mit Degrowth-Strategien im nordischen Kontext auseinandersetzen oder Positionen aus Indien: Hier ist zum Beispiel Ashish Kotharis Paperpräsentation zum Thema “Empowering Radical Development Alternatives” zu nennen. Dass die Konferenz den Anspruch hat, den Diskurs auf eine globale Ebene zu heben, zeigt sich auch an der geplanten Extrasession zu „Degrowth in the 'Emerging' Economies”. Zudem verspricht die Konferenz ein breit gefächertes Themensprektrum, das beispielsweise auch architektonische und städteplanerische Positionen zu Wort kommen lässt oder die Frage nach der Bedeutung von Heterodoxer Ökonomie für die Bewegung stellt.

Auch das IÖW ist auf der Konferenz vertreten: Angelika Zahrnt adressiert in ihren Beiträgen die Säkulare Stagnation und Möglichkeiten einer Suffizienzpolitik, Eugen Pissarskoi stellt sein Paper zu Wachstumstreibern vor, Steffen Lange diskutiert die Entwicklung vom Kapitalismus zu Degrowth, Jana Gebauer bettet Degrowth in den Kontext von Unternehmens- und Arbeitswelt, Gerrit von Jorck fragt nach der Rolle von Arbeit in einer Postwachstumsgesellschaft und Tilmann Santarius ist an der Diskussion um das Verhältnis von Degrowth und Klimagerechtigkeit bzw. Ressourcenkonflikte beteiligt.

Leider muss an dieser Stelle eine schlechte Nachricht folgen: die Registrierung für die Konferenz ist bereits geschlossen. Der Antrag war sehr groß. Dafür folgen aber gleich zwei gute Nachrichten: Selbstverständlich werden wir auf dem Blog ausführlich über die Konferenz berichten. Außerdem besteht die Möglichkeit, in Budapest dennoch dabei zu sein - zeitgleich zur Konferenz findet täglich ab 16 Uhr die Degrowth Week statt, die neben Workshops und Diskussionsrunden vielfältige Formate wie Lesungen, Filmscreenings, Konzerte und Touren umfasst. Mehr zu den konzeptionellen Überlegungen des Orga-Teams können diesem Interview auf dem Degrowth-Blog entnommen werden.

1 Kommentare

  1. Ralf Philipp Stern sagt am 10. August 2016

    Super. Leider kann ich durch Burnout und damit ausgesteuertem KrankengeldNULLbezug nicht teilnehmen.

    Aber macht nichts. Ich arbeite eben weiter an meinen Dingen zu Hause fuer die Grosse Transformation.

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