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Demokratische Wege in die Postwachstumsgesellschaft

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Neben „ökonomisch-technischen Skizzen“ einer weniger auf Wachstum ausgerichteten Gesellschaft bedürfe es eines umfassenden demokratischen Gestaltungsansatzes, fordert Claudia von Braunmühl in einem Artikel in der Zeitschrift Standpunkte.

Die gegenwärtigen Formen bürgerschaftlicher Partizipation würden dem Ideal der demokratischen Entscheidungsfindung nur „sehr eingeschränkt“ nahe kommen.  Erste Ansätze einer vom Wachstumszwang befreiten, gerechten Gesellschaft finden sich zum Beispiel in den Debatten über das „Buen vivir“ („gute Leben“, kurze Einführung von Thomas Fatheuer), Suffizienz oder einer solidarischen Ökonomie. Von Braunmühl betont, dass bürgerschaftliche Beteiligung gerecht gestaltet werden sollte. Diese Gerechtigkeit schließt Verteilung, Anerkennung und Mitsprache ein. Die Autorin fordert die „Demokratisierung“ von staatlichen, Markt- und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Hierbei kann an die Erfahrungen mit der betrieblichen Mitbestimmung und mit genossenschaftlichen Organisationen angeknüpft werden.

In dieser Ausgabe der Zeitschrift kritisieren darüber hinaus Tom Strohschneider und Michael Jäger Gesellschaftsentwürfe des Green New Deal. Lutz Brangsch führt die Erfahrungen aus der DDR an, um gegen die Steuerbarkeit der Ideen des qualitativen Wachstums zu argumentieren.

von

David Hofmann ist persönlicher Referent des Wissenschaftlichen Geschäftsführers des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung. Er studierte Volkswirtschaftlehre sozialwissenschaftlicher Richtung an der Universität Potsdam.

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